„Something From Nothing: The Art Of Rap“ – ICE-T präsentiert eine Dokumentation über die mächtige Ausdruckskraft des Hip-Hop

VERÖFFENTLICHUNG» 15.10.2012
BEWERTUNG» 6 / 9
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Wenn einer geeignet ist, eine Dokumentation über die Entstehung der Rap Musik kompetent zu begleiten, dann sicher Ice-T. Der Pionier des Gangsta-Rap ist nach ersten musikalischen Gehversuchen Anfang der 80er Jahre seit Erscheinen seines Debütalbums „Rhyme Pays“ (1987) musikalisch aktiv und legte mit der Gründung von Body Count den Grundstein für den Siegeszug des Rap durch verschiedenste Genres.

Dieser Film handelt von der Kunst und der Fähigkeit der größten Rap Legenden, ihre Gedanken in Worte zu fassen. Dafür reiste Ice-T von der Ostküste zur Westküste der USA und führte intime Interviews mit Hip-Hop Stars wie Africa Bambaataa, Chuck D, Dr. Dre, Eminem, Grandmaster Caz, Ice Cube, KRS-One, Nas, Run-DMC, Snoop Dogg, Kanye West und Mos Def.

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Was bei dieser Reise entstand, ist eine kraftvolle Hommage an die ursprünglich amerikanische Kunstform und es gibt auch genügend Musik, um die Fans zu beglücken. Logischerweise ist die Geschichte aber absolut US-lastig und blendet den Rest der Welt aus. Zudem ist Kanye West der jüngste Vertreter, der dort zu Wort kommt. Es handelt sich also um eine Form der Vergangenheitsbewältigung  und nicht um eine aktuelle Bestandsaufnahme.

Dennoch ist das Ergebnis sehr informativ und sehenswert. Ice-T scheint der Richtige zu sein, um die Alt-Stars zusammen zu führen. Der nahezu zweistündige Film hat kaum Längen. Man muss ihn allerdings im englischen Original (wahlweise mit Untertiteln) anschauen.

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