Bear im Interview zu ihrem neuen Album „Noumenon“

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DATUM» 11.10.2013
ARTIST»

Bear aus Antwerpen haben sich in den letzten Jahren wenig Ruhe gegönnt. Nach dem Veröffentlichen ihres Albums ‚Doradus‘ ging es zwei Jahre auf Tour. Jeder Club und jedes Festival im westlichen Europa wurden abgeklappert. Aber anstatt erschöpft oder verbraucht zu wirken, haben die Chaoscore-Experten es sogar geschafft, ein neues Album namens ‚Noumenon‘ in dieser Zeit zu schreiben und aufzunehmen. Wie die Platte klingt und wie Bear zu Basick Records kamen, erzählen uns Sänger Maarten und Schlagzeuger Serch in einem kleinen Interview.

Hey, wie geht’s euch? Die Show vorhin war verdammt gewaltig.

Maarten: Danke, Mann. Wir fanden es auch klasse. Es ist immer schön hier in Köln zu sein. Das Euroblast-Festival ist ein super Metal-Event. Da geben wir besonders gerne Gas!

Könntet ihr euch einfach mal vorstellen, damit wir einen Überblick bekommen, wer hinter Bear steckt?

Maarten: Das geht ganz einfach. Wir sind Bear aus Antwerpen. Unsere musikalischen Vorlieben sind technischer Metal, den wir mit kleinen Hardcore-Vibes kombinieren. Wir machen Musik, die wir gerne lieben und so auch umsetzen.

Serch: Wir spielen seit drei Jahren live, versuchen dies so viel wie möglich und zu jederzeit. Gerade vor einer Woche haben wir unser zweites Full-Length veröffentlicht namens ‚Noumenon‘, das wir jetzt der Welt live zeigen möchten. Unsere erste Single ‚Rain‘ ist jetzt auch auf Youtube. Einfach mal antesten!

Ihr arbeitet in enger Verbindung mit dem Euroblast-Collective. Was könnt ihr uns denn über das Euroblast-Festival erzählen? Haltet ihr diese Konstellation aus Künstlern und weltweit reisenden Fans für etwas Besonderes?

Maarten: Auf jeden Fall. Wir hatten schon das Glück, letztes Jahr auf dem Euroblast sein zu können und wir merken, wie es gewachsen ist. Letztes Jahr sind wir für eine andere Band eingesprungen, die abgesagt hatte. Wir waren über dieses Festival wirklich überrascht, so viele Leute aus verschiedenen Ländern.

Serch: Die Anzahl an Menschen zum letzten Mal ist deutlich gewachsen. Dieses Festival wächst und das freut uns sehr.

Ihr seid auch bestimmt selbst interessiert, euch ein paar Bands anzusehen. Welche stehen denn ganz oben auf eurem Festivalterminplaner?

Maarten: Wir haben einen vollen Plan. Ich freue mich riesig, später Textures zu sehen. Oh, und heute Abend spielen auch noch Skyharbor! Dann geht es in den nächsten beiden Tagen weiter mit unseren Labelkollegen von The Algorithm. Am Sonntag sehen wir uns Monuments und selbstverständlich Meshuggah an.

Serch: Vielleicht haben wir auch Zeit, uns ein paar Workshops anzusehen. Hier gibt es so viel zu entdecken. Heute hatten wir viel mit unserer Show zu tun. Wir waren zu beschäftigt, aber wollen hier alles anschauen.

Um auf eure Show zurückzukommen. Ihr seid eine sehr ‚lebhafte‘ Live-Band. Wie schwer ist es für euch, das Publikum genauso zu animieren, dass sie so abgehen wie ihr?

Serch: Die Leute wollen die technische Musik eher bewundern, als sich von ihr mitreißen zu lassen. Bis wir auf die Bühne kommen, dann zeigen wir, das dieser Djenty-Stuff perfekt zum Abgehen gemacht ist. Viele müssen erst merken, wie viel Spaß sie haben könnten.

Maarten: Wir können uns heute überhaupt nicht beschweren. Es gab schon viel stillere Shows. Heute haben wir gemerkt, wie wir manche aus ihrem Schlaf geweckt haben. Zudem sind paar richtig gut abgegangen. Für uns war es eine Top-Show.

Ihr habt auf der Show heute viele neue Songs von ‚Noumenon‘ vorgestellt. Wie kamt ihr zu Basick Records?

Maarten: Indem wir getan haben, was wir bisher getan haben. Es hat sich vieles überschlagen…

Serch: Da wir letztes Jahr auch auf dem Euroblast waren, haben wir Basick Records getroffen und sie gebeten, sich unsere Show anzusehen. Das haben sie dann auch getan. Es hat ihnen gefallen und wir haben den Kontakt aufrecht gehalten, bis wir unser Album fertig hatten. Dann haben wir unterschrieben und es veröffentlicht. Das ist die ganze Geschichte.

Euer Titel ‚Noumenon‘ ist ein philosophischer Begriff. Was verbindet ihr damit und wie kamt ihr auf diese Idee?

Maarten: Das Noumenon ist ein philosophischer Terminus, der für das Gedachte steht, dass die Dinge dem Geiste vorliegen, aber nicht auf ihre Echtheit überprüft werden können bzw. nur in Gedanken vorhanden sind. Dinge, die nicht existieren, aber dennoch als Real wahrgenommen werden. Und das ist für uns Musik nun mal. Wir hatten jeder unsere eigene Vorstellung, wie unsere neue Platte klingen sollte. Als wir dann im Studio waren, haben wir versucht, unsere Gedanken und Ideen in die Tat umzusetzen. Daraufhin fanden wir den Titel zur Platte passend.

Also schreibt ihr die Songs zusammen?

Serch: Ja, das stimmt. Wir haben alle zusammen die Songs geschrieben. Als Team zusammen zu arbeiten klappt für uns sehr gut. Das werden wir auch nicht ändern.

Gleich spielen schon Skyharbor! Habt ihr irgendwelche Sachen, die ihr noch loswerden wollt?

Maarten:
Danke das Euroblast-Team, danke dir für das Interview und jeder, der möchte, soll sich unsere Single ‚Rain‘ anhören.

Serch: Unsere Homepage kann sich im Übrigen auch sehen lassen. Einfach mal drauf klicken und die Tourdates checken.

Hier die Single ‚Rain‘ direkt zum Anhören:

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