„Jeder Song hat seine eigene Identität und Power.“ Interview mit Ares von Aeternus zum kommenden Album „And the seventh his soul Detested“

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Die Bergener Dark Metal Band Aeternus bringt bald ihr nunmehr 7. Album „And the seventh his soul Detested“ heraus und wir hatten die Gelegenheit mit Bandkopf Ares zu sprechen und ihn einige Fragen zum kommenden Release zu stellen.

Hallo Ares, wie geht es dir?

Ares: Hallo! Mir geht es gut, danke!

Ares, ihr nehmt gerade euer siebtes Studioalbum „And the seventh his soul Detested“ auf. Kannst du uns etwas über den Fortschritt sagen? Wann kann man mit dem Album rechnen?

Ares: Ja, genau das machen wir gerade und sind soweit mit den Drums, sowie Bass und Gitarren durch. Den Gesang und die Gitarrensoli, sowie einige andere nette Schmankerl müssen noch aufgenommen werden, was so schnell wie möglich geschehen wird. Diesmal arbeiten wir auch mit einer neuen Aufnahmetechnik namens Re-Amping, mit der wir die Gitarren und den Bass aufnehmen, was für mich eine neue Arbeitsweise darstellt. Meine Bandkollegen haben dies bereits einmal mit ihrer Band Gravdal gemacht, somit ist das für die Jungs nichts neues. Soweit läuft es mit den Aufnahmen sehr gut, obwohl uns einige Sachen aufgehalten haben, aber wir sind immer noch im Zeitplan was mich natürlich freut. Das Album wird so oder so nicht vor 2013 erscheinen, auch wenn wir das eigentlich vorhatten, somit werdet ihr es im Frühjahr 2013 erwarten können.

Wenn man sich die bisherigen Aeternus Alben anhört bekommt man den Eindruck, dass du irgendeine Art musikalische Bildung genossen hast. Wie war das als du angefangen hast Musik zu machen? Hattest du klassischen Gitarrenunterricht oder hast du dir alles mehr oder weniger selber angeeignet?

Ares: Ich habe mir immer alles was ich machen oder spielen wollte selbst beigebracht, und das mache ich noch heute so. Das ist sicherlich eine langwierigere Sache, bei der man nicht so schnell lernt, aber mir geht es mehr um das Resultat, als um die Lerngeschwindigkeit. Somit: Nein, ich habe keine klassische musikalische Ausbildung oder Gitarrenunterricht gehabt.

Was kann der Hörer vom neuen Album erwarten? Kannst du etwas über den Stil dieses Albums verraten?

Ares: Wie immer ist es uns gelungen einen Haufen guter Songs zu schreiben. Das neue Album wird gute alte Aeternus Elemente enthalten, mehr als das zB. unser Album Hexaeon tat. Darauf habe ich bei den neuen Songs mehr Wert gelegt. Wie viele Male zuvor, wird das Album aber auch Thrash- und Deathmetal Elemente enthalten, so wie man es von uns erwartet. Die Neuausrichtung der Band, sowie die neuen Einflüsse durch die neuen Mitglieder wird hoffentlich auch den Hörern auffallen und nicht nur uns. Es hat sich nämlich einiges getan. So haben wir einen neuen Drummer, Phobos, und einen neuen Gitarristen namens Specter. Den Bass habe ich diesmal selber eingespielt, da uns Vgandr leider verlassen musste, da er mit Helheim und Taake genug zu tun hat. Das Drumming von Phobos ist dabei z.B. unglaublich gut, darauf werdet ihr euch freuen können! Mein neuer Gitarrist Specter hat zudem eigene Ideen und Riffs in einige der neuen Songs mit eingebracht, was auch eine Neuerung darstellt. Früher habe ich immer alles alleine erdacht, somit gibt uns das einen richtigen Schub und ein neues Bandgefühl. Außerdem hat Specter einige fantastische Gitarrensoli zum Album beigesteuert. Es wird auch einige Überraschungen geben, aber die möchte ich hier natürlich nicht verraten. So gesehen, haben wir mit diesem Album ein Werk extremer und intensiver Musik geschaffen was wirklich sehr heavy geworden ist, aber ebenso atmosphärisch daherkommt. Jeder Song hat seine eigene Identität und Power, und das ist es was den Dark Metal den Aeternus spielen zu 100% ausmacht.

Wird euer neues Album nur auf klassischen Medien wie CDs und/oder Vinyl erscheinen oder setzt ihr auch auf digitale Downloads und wie ist deine Meinung zu diesen neuen Möglichkeiten?

Ares: Bisher wird es nur auf CD erscheinen. Zu digitalen Downloads habe ich eigentlich keine Meinung…

Plant ihr im Anschluss eine Europa Tour? Viele Fans würde dies sicherlich freuen!

Ares: Wenn das Album 2013 erschienen ist, werden wir versuchen so viele Live Shows wie möglich zu spielen, um zu zeigen, dass wir wieder da sind und das Album zu promoten. Um Aeternus herum war es zu lange Zeit sehr still, doch das ist nun vorbei. Somit hoffen wir, dass viele Fans zu unseren Konzerten kommen werden, auch wenn wir bisher nichts konkretes geplant haben…

Ihr hattet ja in der Vergangenheit leichte Besetzungsprobleme, zumindest habe ich dies so wahrgenommen. Du hast vor einiger Zeit 2 neue Mitstreiter gefunden, Phobos (drums) und Specter (bass). Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit und wo ist Vgandr abgeblieben?

Ares: Wie ich bereits oben schon erwähnt hatte musste Vgandr die Band leider verlassen da er einfach nicht mehr genug Zeit für Aeternus aufbringen konnte. Für ihn war das ein sehr schwerer Entschluss und für uns natürlich sehr schade. Jedenfalls hat er uns einen Haufen Lyrics hinterlassen, was natürlich super ist, denn bei diesem Album handelt es sich um ein Konzeptalbum. Specter spielt übrigens Gitarre und nicht Bass 🙂 … und Ja, Phobos hat S. Winter ersetzt, der ja seit 2006 für Erik eingesprungen war.

Aeternus ist ja ein „Urgestein“ der norwegischen Metal Szene, und du selbst hast ja damals vor Aeternus in legendären Bands wie Immortal und Gorgoroth mitgespielt. Kannst du uns etwas über die heutige Metalszene in Norwegen bzw. Bergen erzählen?

Ares: Die Szene hier ist nach wie vor sehr stark, und hat in letzter Zeit einige interessante neue Bands zu Tage gefördert, manche davon sind bereits sehr erfolgreich. Ich persönlich mag davon zwar nicht wirklich viele, also werde ich hier jetzt natürlich nicht auf einzelne Bands eingehen, wie immer gibt es einfach gute und nicht so gute Bands. Natürlich ist das nur meine persönliche Meinung.

Ihr nennt euren Musikstil ja bekannter weise „Dark Metal“, trotzdem haben die Deathmetaleinflüsse in eurer Musik über die letzten Alben zugenommen. In letzter Zeit boomt ja der sogenannte „Old School Deathmetal“. Was haltet ihr von dieser Entwicklung?

Ares: Davon hab ich ehrlich gesagt noch nie etwas gehört. Ich persönlich spiele gerne mit Deathmetal Einflüssen herum da ich einfach sehr darauf stehe, allerdings versuchen wir Aeternus immer in dem Rahmen zu halten den wir als „Dark Metal“ bezeichnen.

Seid ihr eine eine Band die eher traditionell denkt? Damit meine ich Dinge wie Corpsepaint et cetera…

Ares: Die komplette Corpsepaint Geschichte haben wir glaube ich 1999 eingestellt, da man sich ja auch einfach verändert und eine andere Sichtweise der Dinge bekommt mit der Zeit. Ich kann natürlich jetzt noch nicht sagen was wir in der Zukunft machen werden… Corpsepaint? Nein, diese Ära ist vorüber aber vielleicht machen wir ja etwas anderes. Die Musik die wir machen ist so extrem, dass solch theatralischen Elemente wie solche für mich jedoch eine gute Sache darstellen. Eine Millionen Nieten und Nägel und so ein Blödsinn sind allerdings eine Sache die ich persönlich nicht mag, deswegen habe ich damit auch aufgehört, da es mich einfach beim Gitarrenspiel behindert hat.

Nun gut Ares, wir kommen so langsam zum Ende dieses Interviews. Möchtest du den Aeternus Fans noch etwas mit auf den Weg geben?

Ares: Danke für alle die Unterstützung. Freut euch auf unser neues Album „And the seventh his soul Detested“ und kommt uns besuchen wenn wir in eurer Stadt oder auf einem der kommenden Festivals spielen werden. Und vielen Dank an DICH Andreas für das Interview. Stay Metal!

Hier noch ein Auszug auf „Warrior of the cresent moon“ vom 1998er Album „…and so the night became“.

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