Negator Sänger Nachtgram freut sich auf die Reaktionen zum kommenden Album „Gates to the Pantheon“

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Die deutschen Black Metal Pioniere von Negator melden sich nach drei Jahren mit ihrem neuen Schlachtschiff „Gates to the Pantheon“ zurück, welches nächste Woche via Viva Hate Records auf den Markt kommt. Wie es der Band momentan geht und was in nächster Zeit bei Negator passiert, konnte uns Sänger Nachtgram in diesem Interview berichten.

Hey, wie geht’s dir?

nachtgramNachtgarm: Moin! Soweit, so gut.

Euer neues Album „Gates to the Pantheon“ kommt am 19.4. in die Läden. Seid ihr schon auf die Reaktion gespannt?

Nachtgarm: Selbstverständlich sind wir auf die Reaktionen gespannt. Wir haben schließlich eine Menge Arbeit und Herzblut in diese Platte gesteckt und da wir einige, eher untypische, Neuerungen dabei haben, sind wir sehr neugierig.

„Panzer Metal“ wurde von eurem Gitarristen Finnskald und Sänger Nachtgarm als Duo geschrieben. Lief der Schreibprozess zu „Gates to the Pantheon“ ähnlich nach diesem Muster oder wurden die anderen Mitglieder mehr miteinbezogen?

Nachtgarm: Finnskald und ich arbeiten unsere Ideen immer erst bis zum Ende aus, um dann damit bei dem Rest der Band vorstellig zu werden. Lehnen die das Ganze dann ab, oder haben andere Ideen, setzen wir uns wieder ans „Zeichenbrett“ und feilen weiter an dem Material. Natürlich beziehen wir alle Ideen der anderen mit ein. Jeder kann also aktiv am Entstehungsprozess mitwirken. Hauptsächlich wird dies dann aber doch von Finnskald und mir bewältigt.

Im Dezember des letzten Jahres habt ihr euch in die Hammer Studios zurückgezogen, um euer neues Album aufnehmen zu können. Könntet ihr etwas über die Zeit im Studio berichten?

Nachtgarm: Das Arbeiten mit Eike ist immer sehr produktiv und vor allem sehr effizient. Da wir meist nur sehr wenig Zeit mitbringen, dieses Mal waren es 9 Tage, ist nicht viel Platz für „probieren“. Alles in allem war die Zeit im Studio hektisch, ausgelassen, effizient und mal wieder ein voller Erfolg.

Ich finde euren Sound echt klasse! Für eine Black Metal Band scheint ihr einen sehr schweren Sound zu haben, auch im gesanglichen Bereich ganz anders, als man es von dem normalen Black Metal gewöhnt ist. Habt ihr euer voriges Album deshalb „Panzer Metal“ genannt?

Nachtgarm: „Panzer Metal“ wurde die letzte CD genannt, weil es sich beim Hören so anfühlt, als würde man von einem Panzer überrollt werden. Pure Gewalt auf engem Raum eben. Wir haben immer versucht einen druckvollen Sound zu erzeugen und dank Eike haben wir das auch immer geschafft. Unserer Meinung nach sollte Black Metal heutzutage so klingen. Gewaltsam. (Er)Drückend. Massiv. Wenn etwas wie mit meinem Diktiergerät im Panzer aufgenommen klingt, berührt mich das nicht im Geringsten und ruft nur eine Emotion bei mir hervor: WUT! Warum sollte ich für 14 Euro, oder mehr, für eine CD ausgeben, die wie Scheiße klingt, aber mit „Gewalt“ wirbt. Ist doch Bullshit. Wer unsere CD kauft, erwartet Gewalt und bekommt sie auch!

Ihr habt deutsche und englische Texte in euren Songs. Mir scheinen die Songs in deutscher Lyrik um einiges aggressiver als die englischen. Warum nutzt ihr beide Sprachen?

Nachtgarm: Wir haben seit jeher uns immer für die Sprache entschieden, die am „songdienlichsten“ ist. Auf der neuen Platte passten einfach keine deutschen Texte, rein vom Klang der Wörter. Wir sehen den Gesang ja auch immer noch mehr als weiteres Instrument, denn als eigentlichen Gesang. Es gibt dafür dieses Mal einige Altgriechische Passagen und auch kurze Teile auf Sumerisch.

Du bist ja nicht nur Sänger bei Negator, sondern auch bei der legendären Black Metal Band Dark Funeral aus Schweden aktiv. Da würde eine gemeinsame Tour zum kommenden Albumrelease doch genau das Richtige sein, oder? Ideal, um das In- und Ausland auf sich aufmerksam zu machen!

Nachtgarm: Ich WAR bei Dark Funeral aktiv. Das ist nun nicht mehr so und ich kann mich wieder 200%ig um NEGATOR kümmern.

Ihr seid jetzt bei Viva Hate Records unter Vertrag, ein Label, das schon mit Der Weg einer Freiheit und Long Distance Calling ihr Geschick mit deutschen Untergrund-Bands gezeigt hat. Wie kam der Kontakt zustande?

Nachtgarm: Den Kontakt mit VHR hat unsere Management „Ten Ton Hammer Consulting“ hergestellt. Nach einigen Treffen und Besprechungen wurden wir uns dann einig und unterzeichneten den Vertrag. Es tut gut, mit einem Label zu arbeiten, dass ein ernsthaftes Interesse an der Band hat.

Welche Pläne und Ziele habt ihr euch dieses Jahr nach der Veröffentlichung von „Gates to the Pantheon“ gesetzt?

Nachtgarm: Weltherrschaft, mehr Musik, Gigs… das übliche halt.

Ich bedanke mich dafür, dass ihr euch die Zeit für die Beantwortung meiner Fragen genommen habt. Danke für das Interview! Wenn ihr noch etwas sagen möchtet, habt ihr hier den Platz.

Nachtgarm: PANZER FOREVER PANZER!