Danny Vera: „The New Now“ – Country, Blues und große Gefühle

Danny Vera macht schon seit 20 Jahren Musik und war in seiner niederländischen Heimat mit seinem Vintage-Look und einem zeitlosen Mix aus Country, Rock’ n’ Roll und Blues auch schon einigermaßen erfolgreich. Europaweit bekannt wurde er allerdings eher zufällig mit dem Song „Rollercoaster“, der sich im auch bei uns zum Radio- und Streaming-Hit entwickelte und mit dem Danny Vera kürzlich beim Free ESC 2021 für die Niederlande den 2. Platz belegte. Und so dürfen wir uns hierzulande nun auch an seinem aktuellen Album „The New Now“ erfreuen.

In 13 Songs verarbeitet Danny Vera seine ganz persönlichen Wahrnehmungen von dieser neuen Zeit, die uns gerade alle vor besondere Herausforderungen stellt. Dabei begleitet uns seine einzigartige Stimme durch die unterschiedlichsten musikalischen und inhaltlichen Stimmungen, aber immer mit ganz großem Gefühl. Das Album beginnt mit dem Opener „Hold on To Let Go“, der sich von einer Ballade mit schlichter Gitarrenbegleitung zu einer kraftvollen Hymne entwickelt. Das folgende „The Weight“ erzählt zu rhythmischen Country-Klängen von Lasten, die man sein Leben lang mit sich herumträgt, und „Another Goodbye“ ist ein herzzerreißendes Abschiedslied mit viel Retro-Charme.

„Gold Rush“ beschäftigt sich mit dem Untergang unserer Städte und ihrer Bewohner im immerwährenden Streben nach Mehr und verbreitet eine düstere Blues-Stimmung, ebenso wie das nachdenkliche „Life Between Shadows“. „That Midnight Thang“ dagegen ist purer Rockabilly, bei dem man kaum die Beine stillhalten kann und förmlich die Pettycoats fliegen sieht. Der Titelsong „The New Now“ kommt dann wieder ganz ruhig daher – eine philosophische Betrachtung über den Umgang mit plötzlichen Veränderungen.

Bei seinen Arrangements setzt Danny Vera auf eine Grundbesetzung mit Gitarren, Piano, Bass und Percussion, ergänzt diese aber gerne mit Streicher- und Bläsersätzen. Diese sorgen dann für cineastisch anmutenden Intros – wie bei „Spark a Fire“ oder „Tuesday“ – für ordentlich Gefühl oder auch den richtigen Swing. Umso eindrücklicher wirken dann wieder die ganz ruhigen Passagen, in denen der Sänger nur seine Stimme und ein paar Akkorde einsetzt, etwa beim Abschlusstitel „Weak & Weary“.

„The New Now“ ist im besten Sinne musikalisch ganz großes Kino. Man kann sich dieser Musik hingeben und sie ganz einfach genießen. Und selbst wenn man nicht darüber nachdenkt, erreichen einen die zeitlosen und gleichzeitig sehr aktuellen Botschaften dieser Songs irgendwo in der Seele. Wie wunderbar, dass es Künstler wie Danny Vera gibt, die einfach ihr eigenes Ding machen und darin so gut sind!

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