Ein neuer packender Psychothriller aus der Feder der Bestsellerautorin
Die US-amerikanische Autorin Freida McFadden hat sich in den letzten Jahren mit ihren packenden Psycho-Thrillern regelmäßig einen Platz auf den internationalen Bestsellerlisten gesichert. Neben der erfolgreichen „The Housemaid“-Reihe hat sie auch schon zahlreiche Einzelwerke geschrieben, die nun nach und nach für den deutschen Markt übersetzt werden. Aktuell erscheint „Die Ehefrau“ in der Übersetzung von Frank Dabrock – in der limitierten Erstauflage mit knallgrünem Farbschnitt.
Die junge Sylvia Robinson hat schon einige Schicksalsschläge hinter sich und braucht dringend einen Job. Da kommt ihr das Angebot von Adam Barnett gerade recht, der eine zusätzliche Pflegekraft für seine Ehefrau Victoria sucht. Diese ist nach einem Treppensturz an den Rollstuhl gefesselt, kann kaum sprechen und benötigt ständige Betreuung, die durch Adam selbst, eine private Krankenschwester und nun eben Sylvia gewährleistet wird. Schon am ersten Tag in dem abgelegenen Anwesen der Barnetts macht Victoria Sylvia auf ihr verstecktes Tagebuch aufmerksam, dass die junge Frau wohl unbedingt lesen soll. Während sich durch die Lektüre nach und nach die Entwicklung der romantischen Liebesgeschichte der Barnetts zu einer zunehmend verstörenden Beziehung offenbart, verfällt Sylvia gleichzeitig dem Charme von Adam und beginnt eine Affäre mit ihm. Ist Adam nun der fürsorgliche Ehemann und Liebhaber, oder der von Victoria beschriebene eifersüchtige und gewaltbereite Psychopath? Was hat es mit der ehemaligen Gärtnerin Irina auf sich und was weiß die Putzhilfe Maggie über die Geschehnisse in der Villa? Als dann noch ein Schneesturm das Anwesen von der Außenwelt abschneidet, spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu…
Die aktuelle Handlung wird aus der Perspektive von Sylvia erzählt, die Geschichte der Barnetts erfahren wir aus Viktorias Sicht aus ihren Tagebucheinträgen. Dass diese erst nach und nach von Sylvia gelesen und so auch dem Leser enthüllt werden, ist für den Spannungsaufbau natürlich notwendig, wirkt aber etwas unrealistisch. Ich zumindest hätte an Sylvias Stelle wahrscheinlich direkt bis zum aktuellsten Eintrag vor geblättert! Auch die Rolle der feindseligen privaten Krankenschwester Eva bleibt sehr undurchsichtig und für die Handlung letztlich irrelevant.
Ansonsten kann „Die Ehefrau“ aber durchaus überzeugen. Die Konstellation aus gut situiertem Ehepaar und junger Frau in abhängiger Position ist zwar nicht gerade innovativ, aber Freida McFadden gelingt es, das altbekannten Muster neu und mit überraschenden Wendungen zu erzählen. Und wie immer in ihren Romanen weiß der Leser bis zum Schluss nicht, wer nun eigentlich Opfer und wer Täter ist – so ist Spannung bis zur letzten Seite garantiert!
