Brian Fallon – Fotos aus Köln 2016
Hier findet ihr unsere Fotos vom Brian Fallon Konzert am 19. April 2016 in der Live Music Hall, Köln.
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Hier unsere Fotogalerie vom Kakkmaddafakka-Konzert in Köln am 06.04.2016
Ein Konzert von Nada Surf zu besuchen, fühlt sich irgendwie an als treffe man alte Freunde wieder. „Imaginary Friends“, um genauer zu sein und dabei auch noch einen Songtitel zu zitieren. Sie kommen auf die Bühne und die Vertrautheit ist spürbar. Und dann spielen sie zu Beginn auch gleich die Stücke aus der kreativsten und prägendsten Ära der Band, den Nuller Jahren. Bevor “Weightless” startet, probt Matthew Caws mit dem Publikum dessen Part. So klingt der Song vom 2008er-Meisterwerk “Lucky” im gemeinsamen Chor aus. Gesangsverstärkung der professionellen Art kommt zu “Believe Your’re Mine” in Person von Ken Stringfellow auf die Bühne. Diese hatte er mit seiner Band, The Posies erst kurz zuvor verlassen. Die schon seit 30 Jahren existierende Band hatte als Support den Abend eröffnet, als noch ein großer Teil des Publikums die frühlingshaften Temperaturen im Innenhof genossen hatte. Bei aller Ehrfurcht vor den Referenzen Stringfellows muss man festhalten: Als Backing Vocalist macht er sich neben Caws besser, denn als Frontmann der Poesis.
Es folgt eine Phase mit vielen Nada Surf Klassikern. Das ausgelassene “Happy Kid”, “Do It Again” und das melancholische “80 Windows” bilden die Bandbreite Nada Surfs gut ab. Kaum zu unterschätzen sind auch die Backing Vocals von Drummer Ira Elliot, wie er vor allem bei “What Is Your Secret” unter Beweis stellt. Es ist auch die Phase im Set, in der der Mehrwert der zweiten Gitarre deutlich wird. Doug Gillard übernimmt diesen Part seit einiger Zeit und er macht sich gut als viertes Bandmitglied. Meist unauffällig begleitend und dann aber gekonnt sich in den Vordergrund spielend ist er definitiv eine Bereicherung. Caws kann sich ganz auf Rhythmus Gitarre und Gesang konzentrieren, während Gillard hoch stimmungsvolle Soli an der Lead Gitarre einstreut. Vor allem “Jules And Jim” profitiert von dieser Aufgabenteilung.
Die Schlussphase des Mainsets ist eindeutig geprägt von Stücken des aktuellen Albums “You Know Who You Are”. Da Ken Stringfellow an den Gesangsparts des Albums mitgearbeitet hat, darf er auch bei “Animal” und “Out Of The Dark” wieder live unterstützen. Von den vielen Rufen aus dem Publikum zwischen den Songs sorgt die Forderung “Next One!” eines Fans für Heiterkeit bei der Band. Diesen Songwunsch möchten sie sehr gerne erfüllen und so geht es weiter mit dem Next One. Immer und immer wieder. Da mein persönlicher Geschmack im Songrepertoire nicht in den letzten Alben der Band liegt, freue ich mich dann wieder sehr über “See These Bones” als würdigem Abschluss des Mainsets.
Die Zugabe beginnt überraschend mit dem selten gespielten “Hyperspace”, das für Gavin, einen Langzeit-Fan in der ersten Reihe gespielt wird. Noch weiter zurück in die Historie gehen wir mit “Popular”, dem Song, auf den in den 90ern viele getanzt haben, ohne die dazugehörige Band zu kennen. Mit “Always Love” fürs Herz und “Blankest Year” für die ausgelassene Stimmung verabschiedet sich das Quartett. Es ist warm geworden in der Live Music Hall. Die imaginären Freunde haben uns doch ganz schön ins Schwitzen gebracht.
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Was tut eine Band wenn ein neues Album erscheint? Sie tourt! Und das meistens kurz nach der Veröffentlichung eben dieses Albums. Millencolin machen es genauso und so sitzen die vier Schweden seit dem ersten Mai in ihrem Nightliner um Skatepunk erneut in Europa zu verbreiten.
Anfang Mai haben die vier Schweden mit True Brew ihr erstes Studioalbum seit 2008 veröffentlicht. Seit 1993 frönen sie dem Skatepunk in aller Welt und haben sich mit etlichen Shows zu einem der wohl bekanntesten Vertreter gespielt.
Als Unterstützung haben sie Bombshell Rocks als Opener mitgebracht. Bei den Vorbands heutzutage erwartet das Publikum meist eine junge Band, die eine Chance bekommen soll, ihre ersten großen Konzerte zu spielen. Doch anstatt ein paar junger Musiker erscheinen fünf ausgewachsene Schweden die seit 1995 zusammen Musik machen. Und genauso souverän ziehen sie die nächste halbe Stunde durch. Das Publikum bekommt hochwertigen, wenn auch nicht besonders abwechslungsreichen Punk Rock zu hören. Der Applaus ist gehalten, was sich aber komplett ändert als das Intro des Hauptacts ertönt und die Mitglieder von Millencolin die Bühne betreten.
Den heutigen Abend starten die vier Schweden genau wie auf True Brew mit Egocentric Man. Ein Song der gleich zu verstehen gibt, dass auf der neuen Platte wieder alte Skatepunk Töne angeschlagen werden. Gefolgt von diesem neuen Stück geben sie Twenty Two von ihrem 1997 erschienen Album For Monkeys zum Besten und lassen das Konzert auf ein gut gemischtes Konzert hoffen.
Dass sie wissen wie man sich bei seinem Publikum beliebt macht merkt man spätestens jetzt: „Wir lieben Köln“ ist ihr Schlachtruf, doch leider lieben sie nicht unser Kölsch aber das hindert das Publikum nicht daran zu Dance Craze vom 1998 erschienen „Same Old Tunes“ weiter zu tanzen. Ehrlichkeit soll ja schließlich belohnt werden.
Das erste musikalische Highlight scheint Fox vom 2000 erschienenen „Pennybridge Pioneers“ zu sein, denn wie man es von Millencolin gewöhnt ist fliegen hier die ersten Bierbecher durch die Luft. Diese Stimmung zieht sich ab jetzt durch die nächsten Songs wie Olympic und Duck Pond. Nach diesen alten Tönen kommen die vier Musiker zu dem Song der auf ihrem neuen Album auf Platz zwei gelandet ist: Chameleon. Nachdem es acht Jahre gedauert hat bis man endlich ein neues Studioalbum von ihnen bekommen hat, sind die Verkaufszahlen eben dieses Werks direkt in die Höhe geschnellt. Deshalb bedanken sie sich bei ihrem Publikum für den erreichten Platz 28 der Deutschen Albumcharts, und das eben mit Chameleon.
Die Stimmung bleibt oben während Man or Mouse, Fingers Crossed und Bring Me Home. Zu Bring Me Home ist auch der erste Song des neuen Albums zu dem es ein offizielles Video gibt und in dem eine betrunkene Person im großen gelben Vogelkostüm durch die Welt skatet.
Das Kölner Publikum ist für einen Montagabend in super Stimmung und das soll durch einen Circle Pit bewiesen werden. Zu Autopilot Mode fängt das Publikum an und hört für die nächsten Songs nicht mehr auf. Es wird durch Cash or Clash, Pepper und bis zu Mr. Clean durchgetanzt. Die Stimmung ist hoch und ausgelassen und deutlich zu gut um das Konzert jetzt schon zu beenden. Doch nach Mr. Clean verlassen Millencolin die Bühne. Schnell ist klar, dass es gleich weiter gehen wird, denn auch die Band wirkt nicht so als wollte sie jetzt schon Schluss machen.
Rote Alarmlichter gehen an, Sirenen erklingen und die Band kommt zurück auf die Bühne und eröffnet ihre Zugabe mit Penguins & Polarbears. Nach Sense & Sensibility von „True Brew“ wechselt Sänger und Bassist Nikola zu einem schwedischen Song. E20 Norr scheint damit das erste Lied, bei dem die Menge Schwierigkeiten hat mit zu singen. Das ändert sich zu Lozin’n Must und Farewell My Hell wieder und ein großer Teil der Menge singt und bewegt sich mit.
Bekannt geworden sind Millencolin durch No Cigar der in “Tony Hawk’s Pro Skater 2” rauf und runter gespielt wurde. Diesen bekommt das Publikum nun als vermeintlich letzten Song zu hören. Dass er einer der wohl bekanntesten ist, merkt man an der Reaktion. Bierbecher fliegen durch die Luft und die ersten zehn Reihen befinden sich im bisher größten Circle Pit der Show. Der Abend scheint sein Ende gefunden zu haben und damit wirkt das Publikum auch sichtlich zufrieden.
Umso erstaunter sind die Fans als Nikola ein letztes Mal alleine auf die Bühne kommt um The Ballad zu performen. Ein erstaunliches Ende für ein Skatepunk Konzert, aber ein gutes Ende. Zum Refrain erhebt sich die Lautstärke des Publikums um mitzusingen.
Damit endet ein musikalisch gelungenes, und vor allem unterhaltsames Konzert. Bei Millencolin hat man das Gefühl die Band ist mit Haut und Haaren. Der Spaß auf der Bühne und mit ihren Fans hat oberste Priorität.
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Hier gibt es unsere Konzertfotos von Olli Schulz – Feelings aus der Asche Tour 2015 in der Live Music Hall in Köln am 30.03.2015
Hier gibt es unsere Konzertfotos von Olli Schulz der Feelings aus der Asche Tour 2015 aus der Live Music Hall in Köln am 30.03.2015.
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Seit Wochen freue ich mich auf die „The Mindsweep Tour” von Enter Shikari. So ist man pünktlich da und bahnt sich erst mal seinen Weg zum Merchandise, wo man ein Shirt käuflich erwirbt und sich anschließend erst mal ein Bier holt. Ich gehe samstags öfter in diesen Club, um mir eine schöne Nacht mit Metal und Freunden zu machen, aber was hier heute los ist, ist der absolute Wahnsinn. So voll habe ich die Live Music Hall, im Herzen des schönen Köln-Ehrenfelds, noch nie gesehen. Sich nach vorne zu bewegen, ist kaum möglich. Irgendwie gelingt es mir und meinen Begleitern dann doch, bis in die Mitte vorzudringen. Kaum angekommen, gehen die Lichter aus und man hat jetzt schon Angst, wie das hier alles enden soll. Mit „The Appeal & The Mindsweep“ eröffnen die vier Briten ihr Konzert und lassen erahnen, was in den noch folgenden 16 Songs auf das Kölner Publikum zukommen wird.
Nach „Destabilise“ und „Radiate“ kommt der erste Song, der dieses Rockkonzert zu einer Elektroparty mutieren lässt – „Gandhi Mate, Gandhi“ schallt es aus den Boxentürmen und stellt alles bis jetzt Gespielte in den Schatten. Von der ersten bis zur letzten Reihe wird gefeiert und getanzt. Mit „The Last Garrison“ und „Juggernauts“ wird weiter abgegangen. Mein T-Shirt ist mittlerweile nicht mehr trocken – man könnte denken, ich käme gerade aus der Dusche. So geht es den anderen 1000 Zuschauern allerdings auch. Was hier in den ersten sieben Songs schon an Moshpits in Bewegung gebracht wird, ist schon erstaunlich. Kaum ist der eine Pit vorne rechts geschlossen, öffnet sich ein paar Meter weiter der nächste. Ausruhen ist hier kein Thema. Man merkt dem Quartett an, dass es Spaß hat, sich auf dieser Bühne komplett zu verausgaben und seinen Fans einen unvergesslichen Abend zu bescheren. Mit „Mothership“ wird gegen Mitte des Sets ein Klassiker rausgehauen, der einen mit dieser Performance völlig vom Glauben abfallen lässt. Was absolut zur Atmosphäre bei diesem Gig passt, ist die Lichttechnik. Viel Blau wird eingesetzt, untermalen von grellen, weißen Lichtern. Diese Farbkombination gibt den Songs das gewisse Etwas und versetzt den Saal in eine wahre Trancecore-Ekstase. Mit „Anaesthetist“ verlassen Enter Shikari die Bühne – aber nur kurz. Zurück auf den Brettern der Live Music Hall werden noch drei Songs zum Besten gegeben. Mit „Sssnakepit“ wird nochmal das Letzte aus der Menge herausgeholt. Dann ist Schluss. Die Band wird noch Minuten nach dem Verlassen der Bühne gefeiert.
Wenn mich jemand fragen würde, wie man ein Liveerlebnis mit Enter Shikari beschreibet, würde ich wahrscheinlich sagen: „Das ist eine perfekte Mischung aus Rock am Ring und Nature One. Du kannst zu dieser Musik bis in die frühen Morgenstunden feiern.“ Ich kann es jedem nur empfehlen, die Möglichkeit wahrzunehmen, wenn Enter Shikari mal in der Nähe spielen – es gibt wenige Bands, für die sich das Eintrittsgeld so sehr lohnt.
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Hier gibt es unsere Enter Shikari Konzertfotos der Tour 2015 aus der Live Music Hall in Köln am 11.02.2015
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Royal Blood Fotos 2015 Köln, Live Music Hall
Fotos Metronomy 2014 Köln, Live Music Hall
Chuck Ragan Fotos Live 2014
“Ich frage mich, warum ihr euch nicht bewegt”. Das Konzert ist schon eine knappe Stunde in Gang als Emily Kokal diesen bedeutungsvollen Satz sagt. Ob das Publikum tanzt, ist vorrangig abhängig vom Geschehen auf der Bühne. Auf diese banale Einsicht sollte eine Band nicht hingewiesen werden müssen. Ist Warpaint der schnelle Aufstieg etwas zu Kopfe gestiegen?
Ein deutliches Zeichen für die vermehrte Aufmerksamkeit, die Warpaint zuteil wird, ist die Verlegung des Kölner Konzertes vom Gloria in die Live Music Hall. Und selbst die scheint am heutigen Abend zu klein. Nachdem All We Are aus Liverpool mit ihrem psychedelischen Pop stimmungsvoll den Abend eröffnet haben, sind die Voraussetzungen für die vier Musikerinnen aus Kalifornien also bestens. Ihr Set besteht zu Beginn in der Hauptsache aus neuen Songs ihres aktuellen und selbstbetitelten Albums. “Keep It Healthy” ist ein passender Opener und besonders “Love Is To Die” weiß zu gefallen. Viel Hall und Elektronik prägen die Atmosphäre, die jedoch nicht gerade zu exzessiven Tanzeinlagen einlädt. Jedenfalls nicht beim dichtgedrängten Kölner Publikum am heutigen Abend. Irgendwie dämmert die Erkenntnis, dass diese intime Musik nicht unbedingt in größeren Hallen funktioniert. Damit wir uns richtig verstehen: Der Sound ist hervorragend, die Vocals top und die Songs bekanntermaßen bestechend. Aber der Mehrwert eines Live-Erlebnisses der Band im Vergleich zur Sofa-Rezeption erschließt sich einem nicht unmittelbar.
Der Frage nach der mangelnden Bewegung im Publikum lässt Kokal die Aufforderung zum Tanzen zu “Undertow” folgen. Und siehe da, es funktioniert hier und da. Kein Wunder, denn der Song hat Beat und Riffs. Die Phase des angenehmen psychedelischen Waberns ist beendet. Warum Bassistin Jenny Lindberg ausgerechnet ab jetzt im Sitzen spielt, erschließt sich mir nicht. Vielleicht tut sie das häufiger, vielleicht hat sie Rücken. Man weiß es nicht, ich schon gar nicht, denn ich hab das Quartett bei seinem letzten Auftritt in der Domstadt nicht erlebt, als es in der Kölner Kulturkirche spielte. Auch Kokal erwähnt jenen Abend und fügt hinzu, dass die heutige Spielstätte ja auch eine, wenn auch andere Art Kirche sei. Das kann man jetzt so oder so interpretieren. Jedenfalls schließt “Disco//very” das einstündige Mainset mit animierenden Grooves ab. Mit “Elephants” legen Warpaint dann doch noch die erwartete Schippe drauf. Diese Version hat von allem etwas. Mit seiner Komplexität und Dynamik drückt sie beim Publikum die richtigen Knöpfe. Und so endet der Abend für manche versöhnlich. Andere, denen es gelungen war, schon früh im Set in die endlosen Klangwelten von Warpaint einzutauchen, wissen womöglich gar nicht, was es zu meckern gab. Nicht aufregen, einfach weiter genießen!