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Aktuelles zu: Johnny & Lillie Flynn

Johnny & Lillie Flynn kündigen Kollabo-Album für den 6. November an

Johnny & Lillie Flynn kündigen heute ihr gemeinsames Album „Beam Cottage“ für den 06. November 2026 via Transgressive Records an. Produziert wurde das Album vn Charlie Andrew (Alt-J, Marika Hackman, London Gammar). Auf dem Album findet sich ein Mix aus neuen Songs sowie Favoriten aus der Kindheit von Johnny und Lillie und Neuaufnahmen von Johnny Flynns breitem Katalog, die von Johnny und Lillie über die Jahre immer wieder live in verschiedenen Interpretationen live spielten. Heute erscheint passend zum Anouncement eine neue Version von „The Ghost Of O’Donahue“ von Johnny Flynns 2008er Album „A Larum“ mit der Südafrikanischen Gruppe The Joy.

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„Beam Cottage“ ist ein Album über einen Ort, ein Album über eine Zeit. Beam Cottage war das Zuhause von Johnny und Lillie Flynn, als sie noch Kinder waren. Es war ihr Zuhause, bevor ein Musikstipendium Johnny von der Familie wegführte und bevor der Krebs ihnen ihren Vater Eric nahm. Mitten in einem verschlafenen Dorf im Süden Englands gelegen, war Beam Cottage unter seinem Strohdach fast 400 Jahre lang Schauplatz von Leben und Tod gewesen. Der Bruder und die Schwester besuchten die Grundschule im Nachbardorf, und abends schauten sie aus ihrem Schlafzimmerfenster und sahen, wie sich der Mond im Fluss Test über den Maisfeldern spiegelte. „We rented the cottage – our parents weren’t wealthy, and they never owned a house together – but when we remember a childhood home, this is it,“, sagen sie.

Beam Cottage sollte jedoch nicht für immer bestehen bleiben. Johnnys Musikstipendium führte ihn auf ein Internat, und kurz darauf zog Lillie mit ihren Eltern nach Wales, um dort ein Gästehaus zu betreiben. Dann, im Alter von nur 62 Jahren, starb Johnnys und Lillies Vater. Aus diesem Grund sagen die Geschwister: „the years at Beam Cottage feel like an idyll of happiness and togetherness before life began to feel more complicated and we were separated from each other.“ Diesen Ort und diesen Moment in einem Lied festzuhalten, war für die Flynns, die beide als Musiker und Schauspieler erfolgreich sind, ganz selbstverständlich. „There was always music and singing in the house and in the car,“, sagen sie. „Our parents both sang and played guitar and between them introduced us to a wide range of songs.“ Auch ihr Vater Eric schrieb Lieder, und es ist sein Schlaflied „Sleepy Head“, das dieses Album abschließt. „He would sing us to sleep with it as he had done with our three older half-siblings 20 years before us“, erzählen die Geschwister.

Die anderen Titel auf „Beam Cottage“ stammen entweder aus der Feder von Johnny oder Lillie oder sind Coverversionen von Liedern, die sie schon als Kinder gesungen haben – sei es im Auto oder am Lagerfeuer. Wer Johnnys folkige Alben kennt, dem werden diese Lieder oft vertraut vorkommen, denn „Beam Cottage“ ruft oft das mal etwas chaotische, mal sehr emotionale Gefühl einer Musiksession in einem lokalen Pub hervor, bei der Gitarren klappern und klingen und Geigen mal lauter, mal leiser werden. Zu den Coverversionen gehören Songs von Johnny Mercer, Hank Williams, Billy Bragg und Paul Simon. Wie viele der Titel auf dem Album bringen sie das natürliche Zusammenspiel zwischen Johnnys rauer Baritonstimme und Lillies klarem Sopran zur Geltung. „We had a beaten up old red Ford Escort van at some point in the mid-90s and the left speaker didn’t work“, erzählen die Geschwister, „so when we listened to early Simon and Garfunkel, we were missing Simon on the left and learnt to harmonise by imagining his part and singing along.“ Johnny trat anschließend mit seiner Band, zu der auch Lillie gehörte, als Vorgruppe von Paul Simon im Hyde Park auf. Nur zwei Tage nach der Aufnahme ihrer hypnotischen Version von „The Boy in the Bubble“ für „Beam Cottage“ erhielt Johnny einen Anruf, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass er für die Rolle des Paul Simon in Bill Condons Historiendrama „The Road Home“ ausgewählt worden war.

Während Lillie zwar immer in die Aufnahmen von Johnnys Alben und Touren involviert war, war die Idee von „Beam Cottage“ sofort „to stand alongside each other equally, to celebrate our friendship and Connection“. „The Lady is Risen“ und „Been Listening“, zwei alte Songs von Johnny, haben als Duette neuen Schwung erhalten. In Lillies Lied „Brockwell Park“ – beschwingt, melodisch und nachdenklich – wird ihr täglicher Spaziergang durch den Park im Süden Londons zu einer Reflexion über den Zustand der Welt und ihre eigene Gemütsverfassung. „You see I do all my thinking in Brockwell Park“, singt sie, während das Licht schwindet und die zarten Gitarrenklänge erklingen. Johnnys neuer Song „The Music of the Spheres“ handelt ebenfalls von Freundschaft, Liebe und verlorener Liebe, auch wenn er über den Kosmos und Einsteins Relativitätstheorie zu diesen vertrauten Landschaften führt und den gefeierten Pedal-Steel-Gitarristen Joe Harvey Whyte mit einbezieht.

Fotocredit: Klara Weiss

„The Ghost of O’Donahue“, ein weiteres altes Lied von Johnny, wurde vor fast 20 Jahren in Irland geschrieben, hat aber seitdem eine abwechslungsreiche und wechselvolle Geschichte hinter sich, die es nun in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt. „Ich war in der National Gallery of Ireland in Dublin und glaubte, ein Gemälde gesehen zu haben, das den Titel ‚The Ghost of O’Donoghue‘ trug oder von einer Geschichte mit diesem Namen handelte“, erzählt Johnny. „I wrote this song in the back of the van looking out over the lush greenness of Ireland and thinking of my own family’s journey away from Ireland.“ Dann, im vergangenen Jahr, entdeckte er die Schriften des irischen Weisen John O’Donoghue. Bei einem Auftritt auf einem Festival in Irland kam der Autor Manchán Magan auf Johnny zu und sagte ihm, dass ihm sein Lied über O’Donoghue gefalle. Magan erzählte Johnny, dass er O’Donoghue im Januar 2008 auf seinem Sterbebett besucht habe – genau zu der Zeit, als Johnny das Lied zum ersten Mal geschrieben hatte. Johnny freundete sich mit dem irischen Autor an, bevor dieser im vergangenen Oktober im Alter von nur 55 Jahren starb.

„Hares on the Mountain“ ist ein altes englisches Volkslied, das sich nahtlos in das Repertoire der Flynns einfügt. „Tell Old Bill“ ist ein afroamerikanisches Blues-Volkslied, das bereits von einer ganzen Reihe berühmter Künstler interpretiert wurde; Johnny und Lillie nehmen dabei Bezug auf Dave Van Ronks Version, unterlaufen diese jedoch, indem sie Lillie den Gesangspart übernehmen lassen. Auf „Beam Cottage“ sind alle Mitglieder der erweiterten Band der Flynns zu hören, die derzeit unter dem Namen „River Band“ bekannt ist, sowie die südafrikanische Gruppe „The Joy“. Die Mutter von Johnny und Lillie stammte aus Südafrika, und so sagen die Geschwister: „to have these incredible voices singing in Zulu and weaving with ours felt like a conversation with a culture we knew and loved from childhood“

Während „Beam Cottage“ eine zutiefst persönliche Beschwörung einer bestimmten Zeit und eines Ortes ist, verdeutlicht ein Song wie Billy Braggs „Between the Wars“ den sozialen und politischen Kontext, der das Werk prägt. Der Song, der während des Bergarbeiterstreiks Mitte der 1980er Jahre geschrieben wurde, hat auch heute noch nichts von seiner Aktualität verloren. „The time ‘between the wars’ feels like a tragically beautiful thing to consider as Trump bombs Iran and Israel inflicts an endless genocide on Palestine“, sagen Johnny und Lillie.

„Moon River“, der Klassiker von Henry Mancini und Johnny Mercer, der von Frank Sinatra bis hin zu Frank Ocean von so vielen Künstlern interpretiert wurde, erhält eine ganz neue, ergreifende Note, wenn er von einem Bruder und einer Schwester in perfekter Harmonie vorgetragen wird. Am Ende kehrt das Album an den Ort – Beam Cottage – und in die Zeit – ihre frühe Kindheit – zurück, als Johnny und Lillie sich ein Schlafzimmer teilten und ihr Vater sie in den Schlaf sang. In dem Schlaflied „Sleepyhead“, das Johnny nun seinen eigenen Kindern vorsingt, werden wir zu den sieben Weltwundern entführt und bleiben zurück bei dem Sandmann, der „süße Schlaflieder singt“.

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