„Deine beste Freundin ist verschwunden. Und du wirst verdächtigt.“ Das ist der Untertitel des neuen Romans von K.L. Slater, der schon viel zur Handlung voraussagt. Kim (dafür steht das K) ist eine Bestsellerautorin von mehr als fünfundzwanzig psychologischen Kriminalromanen. Sie hat weltweit über drei Millionen Exemplare ihrer Bücher verkauft.
Auch der neue Roman „Hilf mir“ ist ein psychologischer Thriller mit vielen Wendungen. Kein Krimi im klassischen Sinne, da er nicht aus Sicht der Ermittler, sondern der Protagonistin Saffy Morris erzählt ist. Zum Einstieg kurz der Klappentext:
Du erhältst Nachrichten von deiner besten Freundin: Ich kann nicht sprechen … keine SMS und keine Anrufe … bitte komm einfach. Aber als du kurz darauf vor ihrer Tür stehst, öffnet sie dir und behauptet, dass alles in Ordnung sei. Du schaust nach und bemerkst, dass die Nachrichten auf deinem Handy gelöscht sind. Sechs Stunden später ruft die Polizei bei dir an. Überall im Haus deiner Freundin ist Blut. Sie ist verschwunden. Und du bist der letzte Mensch, der sie lebend gesehen hat…
Und schon sind wir mitten drin in der kurzweiligen Story. Um ihre eigene Unschuld zu beweisen, will Saffy der Sache auf den Grund gehen. Nach und nach entfaltet sich die Geschichte der verschiedenen Figuren mit Erzählungen aus Vergangenheit und Gegenwart. Die kurzen Kapitel und die häufigen Perpektivwechsel regen zum schnellen Weiterlesen an.
Zu Beginn ist alles noch sehr verworren und es gibt einige Plot Twists, die es nicht einfach machen, die Geschehnisse zu durchschauen. Slater schafft es, ein dynamisches Beziehungsgeflecht zu entwickeln, in dem plötzlich alle Beteiligten miteinander zu tun haben und ihre eigenen Geheimnisse verbergen. Lug und Trug sind quasi an der Tagesordnung.
Obwohl der Roman durchgehend spannend war, fand ich ihn im Mittelteil etwas langatmig. Zu psychologisch, als dass die Handlung irgendwie voran gekommen wäre. Doch man muss einfach durchhalten, um das Ende der Geschichte zu verstehen.
Die Auflösung fand ich dann wieder ziemlich schlüssig und das verquere Motiv zum Verbrechen war durchaus logisch und durchdacht. „Hilf mir“ ist kein wirklich raffinierter Thriller, bietet aber ein schönes Lesevergnügen mit ordentlicher Storyline und überraschenden Wendungen.














