Am 24. Februar jährt sich der Tag des Überfalls auf die Ukraine durch Russland zum ersten Mal. „Was kann ich in dieser Lage konkret für ukrainische Künstler tun?“ fragte sich Schiller-Mastermind Christopher von Deylen und hatte eine Idee: Ein Musikvideo gedreht in Kyiv!
„Natürlich klang es zunächst wie Irrsinn. Wie soll man mit Stromausfällen, ohne Equipment und bei täglich möglichem Luftalarm ein Musikvideo drehen?“ erzählt von Deylen. Aber nachdem er Freunde in Kyiv anrief und ihre Begeisterung für die Idee spürte, war klar, dass es schwierig, aber möglich war.
„Empire of Light zeigt, wie das Leben in Kyiv aktuell ist“, erläutert Regisseur Igor Kuleshyn. „Ein junges Paar sucht Schutz vor den Luftangriffen im Keller. Es ist kalt und dunkel, aber durch die Liebe, die die beiden füreinander empfinden, schaffen sie es die Zeit zu überstehen.“ Passenderweise sind die beiden Protagonisten Volodymyr Marchuk und Kateryna Kurman auch im echten Leben ein Paar, das genau diese Geschichte selbst täglich erlebt und dadurch besonders nachfühlbar tänzerisch darstellt.
Mit Schiller gab Christopher von Deylen in der Vergangenheit einige Konzerte in Kyiv. Daher kennt er viele Menschen vor Ort und hat eine besondere Verbindung zur Ukraine. „Es ist mir wichtig, auch in diesen Zeiten den kreativen Austausch über Landesgrenzen hinaus am Leben zu halten“, erzählt er. Mit dem Video ist es ihm gelungen, ein Stück Normalität in die Ukraine zu tragen, und zu zeigen, dass es dort auch in Kriegszeiten weiter kulturelles Leben gibt und dies unbedingt gefördert werden muss.
„Empire of Light“ ist die erste Single aus dem kommenden Schiller Album „Illuminate“. Mit acht Nummer-1-Platzierungen, zahllosen Gold- und Platinauszeichnungen sowie weltweiten Tourneen ist Schiller seit Jahren Deutschlands bekanntester Elektronik-Künstler. „Illuminate“ erscheint am 10. März 2023 zum 25-jährigen Jubiläum bei Nitron/ Sony Music.
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Man könnte meinen, dass sich ein solches musikalisches Konzept mit der Zeit auslutscht, doch weit gefehlt. Auch das fünfte Album der Musketier-Rocker dArtagnan aus Nürnberg kommt mit starken Folkrock und spannenden neuen Elementen. Damit hat sich die Truppe um Ben Metzler ebenso wie Santiano mit ihrem nordischen Rock eine feste Nische in der Szene erobert. Und sie treten nicht nur bei Fantasy- und Mittelalterfesten auf, sondern füllen auch große Hallen und Arenen.
Gestartet als Band sind Ben Metzner, Felix Fischer und Tim Bernard anno 2015. Während die ersten beiden schon seit langer Zeit gemeinsam bei der Folk-Rock-Truppe von Feuerschwanz aktiv sind, stieß Tim, ein Freund aus Jugendtagen, erst mit etwas Verzögerung hinzu. Metzner suchte zu diesem Zeitpunkt nach einem weiteren kreativen Ventil für seine Songs, die der Sänger und Multiinstrumentalist geradezu mühelos aus dem Ärmel zaubern kann. Felix Fischer wurde nach dem zweiten Album durch Gustavo Strauss ersetzt. Live und im Studio kommen zudem einige musikalische Freunde dazu.
Das neue Album „Felsenfest“ unterstreicht, was spätestens seit „Feuer & Flamme“ (HIER unsre Review) klar war. dArtagnan sind nicht nur angekommen, sondern mit ihren geradlinigen Melodien, ihrer Spielfreude und dem unverwechselbaren Sound Schrittmacher der Folkrockszene. Ohne ins Schlagerhafte abzudriften gibt es ein solides Sammelsurium mittelalterlicher Instrumente, die gemeinsam mit der klassischen Bandbesetzung einen ganz eigenen Sound erzeugen.
Die Band mit dem Faible für den imposanten Auftritt in Mantel & Degen, hat sich in ihren Texten lang von den Musketieren gelöst. „Natürlich ist das Thema Musketiere irgendwann auserzählt, wir wollen ja nicht in jedem Song EINER FÜR ALLE singen“, sagt Frontmann Ben Metzner. „Aber wir lieben diesen Look und die Reisen in vergangene Zeit. Da erkennt man gerade heutzutage viele Parallelen, die unsere Alben sehr aktuell machen.“
Gemeint sind Lieder wie „3 schwarze Reiter“ und „Pulverdampf & Donnergroll‘n“, die vom Leben in Zeiten von Krieg und Terror erzählen. Oder das hymnenhaft epische „My Love’s in Germany“ im Duett mit der Gothic Rock-Band Blackbriar aus den Niederlanden. Und natürlich geht es auch um Zusammenhalt in schwierigen Zeiten, dem Kernthema der Band.
Doch keine Sorge: Es gibt weiter Lieder über den Zauber schöner Frauen oder die Freuden des gemeinsamen Trinkens. Das Album beginnt mit „Dreht sich der Wind“, einem Lied, das die Spielfreude und rohe Wildheit des gesamten Albums bereits erahnen lässt. Und es folgen elf neue Songs, die die Bandbreite der Band verdeutlichen. „Tanz in den Mai“ ist eine musikalische Verneigung vor In Extremo, den Urvätern des Mittelalterrock. Und auf „Westwind“ begeben sich dArtagnan erstmals auf hohe See – „Zumindest, soweit man das von der warmen Stube aus beurteilen kann“, wie Tim Bernard, Gitarrist und Co-Sänger der Band augenzwinkernd preisgibt.
Neben diesem formidablen Ritt durch den Folkrock mit zwölf neuen Stücken enthält die zweite CD acht Coverversionen, die sehr vielseitig um die Ecke kommen. Das bretonische Volkslied „Son ar chistr“, das in Deutschland als „Was wollen wir trinken“ bekannt wurde, gibt es hier in englischer Sprache mit Candice Night als Gastsängerin.
Ein „Merseburger Zauberspruch“ wird ebenso vertont wie die Partisanenhymne „Bella Ciao“ in italienischer Sprache. „C’est la vie“ wird zum respektablen Rockkracher und das Traditional „Leave her, Johnny“ erklingt zu Beginn a cappella mit The O’Reillys and the Paddyhats. In „Vino Griego“ kann man unschwer den griechischen Wein erkennen, der ein schwermütiges Sauflied ziert, „Korobeiniki“ führt tanzbar nach Osteuropa und der Klassiker „Auld Lang Syne“ beschließt das Album mit einem melancholischen Abschied.
dArtagnan bleiben sich treu und liefern auch ohne Musketier-Pathos ein vielseitiges Folkrockalbum, das durch spannende Coverversionen ergänzt wird.
„Felsenfest“ erscheint erstmals in fünf verschiedenen Ausführungen: Neben der Doppel-CD und dem Digitalalbum für alle Download- und Streaming-Plattformen gibt es die Vinyl-Edition (180gramm black vinyl), die Holzbox-Edition (mit Fahne, Lilien-Kette, Autogrammkarte und Instrumental-CD) sowie das limitierte 3CD-Earbook, ein etwa 30 x 30 cm großer, gebundener Bildband mit dem Doppel-Album, den Instrumentalversionen sowie einer von allen Bandmitgliedern handsignierten, großen Autogrammkarte.
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