Fotos von Honne aus Köln
Hier seht ihr unsere Fotogalerie von Honne aus Köln am 22.05.2017:
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Als ich im Büro berichte, dass ich am Abend zu Bryan Ferry nach Düsseldorf fahre, heißt es: „Cool.“ Und dann: „Und das willst du anziehen?!“ Für Bryan Ferry mache man sich schick, heißt es, zumindest müsse man aber schweinecool aussehen. Respekt vor dem Gentleman des Pop!
Bryan Ferry ist mittlerweile 72, bekannt geworden als Frontman von Roxy Music, und auch heute noch mit Soloplatten unterwegs. Tatsächlich ist er der Einzige, der heute Abend im Anzug da ist, und der schweinecoolste ist er sowieso. Ich muss ja zugeben, dass ich recht wenig Musik von Bryan Ferry kenne. Ein Freund von mir hörte immer Roxy Music, wenn er richtig gut drauf war. Das ist lange her, und bei mir blieb da nicht so viel hängen. Trotzdem freue ich mich sehr auf den Abend: ein neues Häkchen auf der Bucket List.
Mit Bryan Ferry sind in der Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle insgesamt zehn Musiker auf der Bühne. Keine zusammengewürfelte Band, sondern richtig gute Musiker. In fast jedem Song ist irgendein Solopart eingebaut, bei denen abwechselnd Gitarre, Bass, Violine, Keyboard, Saxophon oder Klarinette glänzen können. Die Arrangements sind kraftvoll, die Band breitet den Sound in der Halle aus und alle nehmen gemütlich Platz, um das zu genießen. A propos: Das hier ist ein Sitzkonzert und ich hebe den Altersdurchschnitt schon gewaltig. Unangenehm ist das nicht, die Zuschauer haben Spaß, Herren geben wilden Zwischenapplaus, die Augen der Damen leuchten.
Mit Tanz, großen Gesten und Interaktion mit dem Publikum ist Mister Ferry zurückhaltend heute Abend. Hier wird eben nicht gequatscht, sondern gearbeitet. Und obwohl auf der Bühne außer der tollen Lightshow im weitesten Sinne nicht viel passiert, bin ich überwältigt. Schon als 2. Song spielt er „Slave to Love“ und ich fühle mich wie in einem opulenten 80er-Jahre-Video. Die Coolness bekommt man auch nicht mehr aus dieser Stimme raus, egal wie alt der Mann auch wird. Mit neueren Songs hält er sich an dem Abend tatsächlich zurück, dafür hören wir all die „wichtigen“ Sachen, für die die Leute da sind: „Out of the Blue“, „Avalon“, „More than this“, aber auch Coverversionen wie zum Beispiel „Simple twist of fate“ von Bob Dylan, bei dem Bryan Ferry fast so gut Mundharmonika spielt wie das Original. Und da ist so viel Eleganz und Pop-Glamour auf der Bühne, dass ich ganz froh bin, dass ich sitze und mir das einfach ansehen kann.
Und dann, ein paar Songs vor Ende des Konzerts, als ich mir gerade überlege, wie viel Prozent der Anwesenden im Saal schon Sex zu der Musik von Bryan Ferry hatten, geht anscheinend ein geheimes Zeichen durch das Publikum, in das ich vorher nicht eingeweiht war. Als die ersten Klänge von „Love is the Drug“ anfangen, stürmen alle die Gänge und drängen zur Bühne. Und plötzlich tanzen alle wild und sind wahnsinnig glücklich. Und das ist der beste Abschluss des Konzerts, den ich mir hätte vorstellen können. Bryan Ferry spielt da noch mal die ganz großen Stücke und weiß selbst, dass das hier ein richtig gutes Konzert war.
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Banks ist die, auf die ich warte. Damals noch auf das erste Album, nachdem ich die EPs schon ausgiebig verschlungen hatte. Dann auf das zweite Album mit dem Zweifel, ob es mir genauso gut gefallen würde. Dann auf ein Banks-Konzert, denn beim letzten vor 3 Jahren war ich im Urlaub. Und dann lässt sich mich im Gloria gar nicht lange warten und erscheint ganz pünktlich auf der Bühne. Und doch ist alles anders, als ich vorher erwartet hatte.
Eine einzige Single „Before I ever met you“ hat Banks bekannt gemacht – wie passend. Viele, die sich in ihren ehrlichen und lyrischen Texten wiedergefunden haben, den wummernden Beat und die ruhige Stimme seltsam beruhigend fanden, machte das hellhörig. Dark RnB nennt man das manchmal, zusammen mit Downtempo-Elektro, hört sich die Musik von Banks ein wenig so an, als mache sie ständig Remixe von sich selbst. Die Themen drehen sich um Zwischenmenschliches, selten mit Happy End. Es ist dunkel, aber tröstlich. Ein bisschen Teenager-Schmerz, ein bisschen Erwachsenen-Geistesblitze.
Ich staune also ein bisschen, als Banks die Bühne im Gloria in dunklem, aber doch verspielt schimmerndem Outfit betritt. Dazu schwirren zwei Tänzerinnen herbei. Zu meiner Überraschung passt das alles zusammen. Die Tänzerinnen stecken in transparenten, den ganzen Körper umhüllenden Kokons und bleiben ganz nah bei Banks. Das sind Pop-Choreografien, trotzdem ist alles ein bisschen dunkel, ein bisschen off. Ich mag das sehr. Ihre starke Bühnenpräsenz durchbricht sie leider immer wieder mit sehr schüchternen Ansagen – ich interpretiere das jetzt mal so, weil ich mir nicht vorstellen kann, das die Frau, die solch starke Texte schreibt, mit zarter Babystimme spricht.
„Fuck with myself“, „Gemini Feed“, „Waiting Game“, „This is what it feels like“ – alle toll. Auch wenn sie meine beiden Lieblingssongs „Lovesick“ und „Before I ever met you“ heute Abend nicht spielt. Banks Singstimme ist nicht die kräftigste, aber singen kann die Frau ohne Zweifel – auch wenn wir das heute Abend ein bisschen in den ganzen Layern verlieren. Was live ist und was vom Sampler kommt, ist in den normalen Strophen nicht immer so klar. Die Musik machen die beiden Herren im Hintergrund, Banks kümmert sich heute um die Show. Geschätzt jedes zweite Lied spielt sie allein, für den Rest kommen die beiden Tänzerinnen dazu. Sie unterbricht das aber immer wieder, um Parts alleine zu singen, manchmal auch live neu zu interpretieren wie bei „Better“ – fantastisch! Das ist emotional und gleichzeitig sehr cool.
Dabei fällt aber auch wieder eines auf: People are terrible. Obwohl Banks bei dem Song extra darum bittet, die Smartphones nicht auf sie zu richten, können die Zuschauer die Handys nicht in der Tasche lassen. Immer wieder kann man kaum die Bühne sehen, weil jeder zweite im Gloria denkt, er muss das alles auf wackligem Handyvideo und grausigem Ton festhalten. Tatsächlich bringt das Banks hier und da ganz kurz raus und gerade bei den emotionalen Songs macht das Stimmung kaputt. Wer in seinen Texten von Trennung und Schmerz singt und die Zuschauer dabei ganz nah an dich heranlässt, sollte dabei nicht in 200 Smartphones schauen.
Die Show war trotzdem fantastisch, das sollte man sich ansehen – auch wenn ich Banks auf Platte und ganz allein zu Hause trotzdem besser finde.
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Hi, ich bin Miriam und ich bin lost. Kenn ich Biffy Clyro? Pfft, klar. Kann ich mehr als drei Songs von ihnen beim Namen nennen? Öhm, das wird schon schwieriger. Was ist da also bisher an mir vorbei gegangen? Immerhin spielen Biffy Clyro mittlerweile in der Lanxess Arena! Und das auch noch am 11.11. in Köln. Ich erwarte also das Zentrum der gitarrenschwingenden Karnevalsverachter, renne aber gleich am Eingang auf ein pelziges Tier und jemanden im Borat-Anzug. Das könnte ein sehr seltsamer Abend werden…
Die Vorband Lonely The Brave ist schon mal ein guter Einstieg. Und als Biffy Clyro mit „Wolves of Winter“ auf die Bühne kommen, weiß ich, dass das ein guter Abend wird. Das Publikum singt, klatscht und springt, die Band auch. Und es wird immer besser: Biblical, Howl, Bubbles – kenne ich ja doch alles.
Und als wäre die wahnsinnig gute Show der vier Schotten nicht genug, kommt hier mein Shout-out an die Lightshow: WAS WAR DAS DENN?! Mit Anstand das beste Licht, das ich dieses Jahr gesehen habe! Eine Show für sich selbst. Das ist in den Vordergrund getreten ohne die Band in den Hintergrund zu schieben. Das Licht hat die Band bei jedem Song – jedem Ton – so gut unterstützt, dass ich mir das sofort noch mal zu Hause auf dem Fernseher anschauen möchte. Wow.
Biffy Clyro flitzen währenddessen über die Bühne, klettern auf Kisten herum und reißen uns von den Stühlen. Was wir hier bekommen ist eine perfekte Mischung aus Krach und Melodie, besonders die Übergänge zwischen beiden sind wunderbar. Das ist wild und sehr laut, aber seine Freundin kann man trotzdem mitbringen. Laufen Biffy Clyro eigentlich im Radio? Und wenn nein, warum nicht?!
Die Herren haben jedenfalls auch so sichtlich Spaß mit uns. Ob sie wussten, dass sie ihr letztes Deutschland-Konzert auf dieser Tour ausgerechnet am Karnevalsanfang spielen? „Kölle Alaaf“ haben sie jedenfalls gelernt und es ein paar mal in die Show eingebaut. Zur Zugabe (The Captain / People / Singin Belle) ziehen sie dann auch endlich ihre Shirts aus und drehen noch mal richtig auf. Außerdem haben sie mich zurückgeholt in eine Welt, in der Biffy Clyro mir nicht mehr so unbekannt vorkommen, und sie einen festen Platz in meiner Playlist haben.
Happy Birthday singt die Lanxess Arena. Nicht für eine bestimmte Person, sondern für die ganze Band – Placebo feiern ihren Zwanzigsten. Und wie es sich für eine ordentliche Party gehört, laden sie alle ihre Freunde ein: uns.
Als Vorbereitung schauen wir erstmal das ursprüngliche Video von „Every you, every me“. Das ist eher so naja. Ehrlich gesagt hätte ich es sie lieber live spielen sehen. Richtig starten Placebo dann mit „Pure Morning“. Was für ein Song, aber Publikum und Band brauchen noch etwas Zeit, um sich aneinander zu gewöhnen. So ist eben es auf Partys, auf denen sich nicht alle Gäste kennen. Wir stehen schüchtern im Flur und gucken erstmal. In den nächsten Minuten präsentieren sich Placebo aber als gute Gastgeber, heißen uns willkommen (auf sehr gutem Deutsch) und stellen sich vor. Das wirkt recht schnell, ab dem 4. Song („Soulmates“, so gut!) geht es richtig los.
Richtig getanzt wird hier nicht, aber wer zerlegt auf einer netten Geburtstagsfeier auch das Wohnzimmer des Gastgebers? Stattdessen schwanken und schwelgen wir, schmeißen die Arme von rechts nach links, nicken mit dem Kopf. Es ist halb zehn, die Party kommt langsam in Fahrt.
Auch die Visuals werden im Laufe des Konzerts besser, der Fokus liegt dann weniger auf Einspielern und Videos, und mehr auf der Band selbst. Zu „Without you I’m nothing“ werfen Placebo private Videos von sich und David Bowie auf die Leinwand: Brian und David im Gespräch, Brian spielt David etwas vor, Bowie steht mit Placebo auf der Bühne. Das Publikum jubelt, verdrückt sich ein Tränchen. Vielleicht das Äquivalent zu der emotionalen Power Point Präsentation auf dem Geburtstag.
Placebo feiern hier zwar ihren 20., allerdings sind die Band und ihre Fans schon etwas älter. Placebo-Fans sind Rock-Fans, eher unauffällig. Die schillernde Figur steht ja eigentlich auch da vorne aud der Bühne. Eigentlich, denn so bunt und wild wie früher geht es auch nicht mehr zu bei Placebo. Mister Molko trägt einen gut sitzenden schwarzen Anzug und Kurzhaarfrisur. Kein Make-up, nur bunt schillernde Gitarren.
Nach „Lady of the Flowers“ kommt endlich die Ansage, auf die ich gewartet habe: „Leute, der melancholische Teil ist jetzt vorbei. Danke für die Blumen, aber jetzt wird getanzt.“ Schon zu den ersten Tönen zu „What it’s worth“ wird wild geklatscht und gesprungen. Das steigert sich bis „Special K“ so weit, dass in der Mitte der Halle fast so etwas wie Pogo getanzt wird. Jawoll! Der Alkohol beginnt zu wirken, die Partysuppe ist verdaut – jetzt geht es richtig los.
Wie ich mich auf die Zugabe freue! Das ist dann der Moment, wenn die ersten Party-Gäste schon verschwinden – die Mamis, Papis und verantwortungsvollen Menschen mit wichtigen Jobs – in der Zugabe zeigt die Party, was sie wirklich kann, auf was wir eigentlich gewartet haben. Placebo lassen uns laaange klatschen und nehmen doch erstmal wieder Geschwindigkeit raus: „Teenage Angst“, dann „Nancy Boy“(<3) und „Infrared“. Aber wartet noch. Wer ausgepowert ist und jetzt geht, verpasst sicher den Teil der Party, über den später alle reden werden. Das kennen wir doch. Also warten und klatschen wir noch einmal, um Placebo Kate Bush covern zu hören.
20 Years of Placebo heißt die Tour, gespielt haben sie hauptsächlich die Songs vom Best-of-Album „A place for us to dream“. Wer ein grundsolides Rockkonzert erwartet hat, hat genau das bekommen. Kein Geburtstag, über den Köln noch Jahre lang sprechen wird, aber ein guter Abend mit guter Musik und Spaß. Happy Birthday!
Hier seht ihr unsere Fotogalerie von Drangsal am 28.10.2016 im Gebäude 9 in Köln:
The Kills haben am 25.10.2016 ein Konzert im E-Werk in Köln gespielt. Hier seht ihr unsere Fotogalerie: