Mit ihren Romanen um die isländische Kriminalbeamtin Hildur Rúnarsdóttir begeistert die in den Westfjorden lebende Autorin Satu Rämö inzwischen in ganz Europa ihre Fans. Mit „ Das Tal der Schuld“ erscheint nun der fünfte Band der Reihe, in dem es Hildur nicht nur mit einem neuen Todesfall zu tun bekommt, sondern auch wieder mit Geheimnissen der Vergangenheit.
Beim Schafabtrieb in den Tälern der Westfjorde wird ein entstellte Frauenleiche entdeckt. Was zunächst wie ein tragischer Unfall aussieht, entpuppt sich bald als Mord – und Hildur reist für die Ermittlungen nach Reykjavik, wo die Tote gewohnt und für eine Hotelkette gearbeitet hat. Erste Spuren führen zum Marketingchef der Hotelkette, mit dem Paula ein Verhältnis hatte. Dann aber fallen Hildur Parallelen zu ihrem ersten Fall vor 25 Jahren auf, als ebenfalls eine junge Frau tot in den Bergen gefunden wurde. Und sie trifft im Polizeirevier von Reykjavik unvermittelt auf ihre erste große Liebe von damals, was alte Wunden wieder aufreißt. Ihr Kollege Jakob wird währenddessen zur Amtshilfe nach Finnland gebeten, wo die isländische Drogenkurierin Dísa geschnappt wurde, die bereits in die Mordfälle aus dem zweiten Band verwickelt war.
Wie in den vorherigen Bänden arbeitet Satu Rämö auch hier wieder mit verschiedenen Zeitebenen. Neben Hildurs eigenen Erinnerungen an ihre erste Zeit als Polizistin in Reykjavik spielt diesmal die Geschichte ihrer Tante Tinna eine besondere Rolle, der das Schicksal ihrer ältesten Schwester Hulda keine Ruhe lässt. Und auch die weitgefasste Rahmenhandlung um einen internationalen Verbrecherring, der irgendwie auch mit Hildurs Schwestern in Verbindung steht, entwickelt sich ein Stückchen weiter.
All diese Zeitsprünge und Rahmenhandlungen machen neben den spannenden jeweiligen Fällen und den starken bodenständigen Charakteren den besonderen Charme der Hildur-Reihe aus. Und auch nach diesem fünften Band dürfen wir gespannt auf eine Fortsetzung sein!












