Der Marillion-Frontmann solo mit großartigen Gästen in Rom
Wenn Steve Hogarth nicht gerade mit Marillion unterwegs ist oder im Studio verweilt, geht er gerne auf Solotour. „H natural“ heißen diese Konzerte normalerweise. Und sie bieten genau das: Den reinen Klang eines fantastischen Sängers, der sich selbst am Piano begleitet. So bietet H stets eine ganz besondere Atmosphäre. Und wenn dann noch die Location stimmt, wird es besonders heimelig.
Der vorliegende Mitschnitt wurde am 3. Februar 2024 in der Sala Sinopoli in Rom aufgenommen. Man brauchte nicht viel Licht und Brimborium. Für die ersten Songs war H ganz allein auf der Bühne und brachte einen bunten Querschnitt von Marillion („Thankyou Wherever You Are“, „Afraif of Sunlight“, „White Paper“) über Leonard Cohen („Famous Blue Raincoat“) bis hin zu den Beatles („All You Need Is Love“). Die Arrangements ganz reduziert, mit emotionalem Gesang und feinem Pianospiel.
Allein der Solo-Set bietet schon eine Vielzahl schöner Momente. Und dann kommen ja noch die Gäste hinzu: Ab „The Deep Water“ wurde H von RanestRane begleitet, welche mit Harfe, Mandoline, Harmonium und Tablas für eine spezille Atmosphäre sorgten. Deren Instrumentarium brauchte man auch für komplexe Marillion-Stücke wie „Sounds That Can’t Be Made“ und das Leonard Cohen gewidmete „The Crow And The Nightingale“. Auf Wunsch des Publikums wurde das beliebte „Waiting To Happen“ präsentiert und natürlich „Estonia“ – immer wieder mit einer Gänsehaut verbunden.
Für die letzten sechs Stücke kam der Flowing Chords Choir mit hinzu, ein gemisches A-cappella-Ensemble, das auch schon bei den Aufnahmen zum aktuellen Marillion-Album mitgewirkt hat. Stimmgewaltig geht es vom H-Solo-Stück „Nothing To Declare“ über den Europeans-Song „Acid Rain“ bis hin zu den finalen Marillion-Favoriten „Go!“, „Man of a Thousand Faces“ und „Easter“. Gerade dieses letzte Triple erwekt der Chor zu ganz neuer Lebendigkeit.
Der Mitschnitt ist erhältlich als 2CD+Blu-ray Digipak und Black 3LP Gatefold. Das visuelle Erlebnis kommt ohne grosse Showeffekte aus. Man kann einfach die Musik wirken lassen und sich ganz auf H und seine Mitstreiter*innen konzentrieren. Grandios!
Songliste
- Thank You Whoever You Are
- Afraid Of Sunlight
- White Paper
- Famous Blue Raincoat
- Cover My Eyes (Pain And Heaven)
- Three Minute Boy / All You Need Is Love
- The Deep Water
- Sounds That Can’t Be Made
- Waiting To Happen
- Estonia
- The Crow And The Nightingale
- Nothing To Declare
- Acid Rain
- Go!
- Man Of A Thousand Faces
- Easter
