Ausverkauftes Elbphilharmonie-Konzert erscheint als Livealbum „Inga 80″ auf CD, LP und digital
Inga Rumpf wird 80. Seit über sechs Jahrzehnten prägt die Sängerin, Songwriterin und Musikerin mit ihrer unverwechselbaren Stimme die deutsche Musikgeschichte – kompromisslos, vielseitig, unverkennbar.
Die in Hamburg geborene Musikerin begann ihre Karriere begann in den 1960er-Jahren mit den City Preachers, bevor sie als Frontfrau von Frumpy und Atlantis internationalen Ruhm erlangte. Sie tourte mit B.B. King, Aerosmith, Lynyrd Skynyrd und Lionel Richie, schrieb mit „I Wrote A Letter“ einen Song, den Tina Turner 1982 auf ihrer Comeback-Single „Let’s Stay Together“ veröffentlichte, und jammte 1987 in London mit Ronnie Wood und Keith Richards von den Rolling Stones.
„Der (Richards) war ja mein Held, ich steh‘ total auf die Stones“, erinnert sich Rumpf in ihrer Autobiographie „Darf ich was vorsingen?“ – die Aufnahmen erschienen erst 2021 als Bonusalbum „Hidden Tracks“. Zum runden Geburtstag blickt die Grande Dame des deutschen Rock, Blues und Soul zurück auf ein bewegtes Leben, das stets von künstlerischer Neugier, Authentizität und der Liebe zur Musik geprägt war – doch vor allem nach vorn.
Fotocredit: Anne de Wolff
Ein musikalisches Geburtstagsfest in der Elbphilharmonie
Am 13. September 2026 feiert Inga Rumpf unter dem Titel „Inga 80″ ihren Geburtstag im Großen Saal der Elbphilharmonie – ausverkauft, kurz nach Ankündigung. „Mein Hamburg für immer, meine Elbphilharmonie für einen besonderen Tag: Am 13. September 2026 werde ich in diesem weltberühmten Hotspot der Kulturen meinen Geburtstag feiern, mit großartigen musikalischen Gästen und natürlich mit meinen treuen Fans“, freut sich Inga Rumpf. Gemeinsam mit ihrer langjährigen Band Friends sowie prominenten Very Special Guests wird sie einen musikalischen Bogen über mehr als 60 Jahre Karriere spannen.
Das Konzert wird zum Livealbum
Das große Jubiläumskonzert wird mitgeschnitten und erscheint Ende 2026 als Livealbum „Inga 80 “ bei earMUSIC. Die Veröffentlichung wird auf CD, Doppel-LP (Vinyl) sowie digital erhältlich sein und dokumentiert den außergewöhnlichen Abend voller musikalischer Weggefährten, emotionaler Momente und großer Songs. Bereits jetzt können Fans die physischen Formate vorbestellen.
Mit dem Livealbum setzt Inga Rumpf ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit earMUSIC fort. Nach dem gefeierten Studioalbum „Universe Of Dreams“ erscheint auch die Dokumentation dieses besonderen Konzertabends beim Hamburger Label.
Anlässlich des 70. Geburtstags von Steve Hogarth erscheint Ice Cream Genius in der bislang vollständigsten Fassung. Das ursprünglich 1997 veröffentlichte Album war Hogarths erstes Solo-Studioalbum außerhalb von Marillion. Es ist ein sehr persönliches, experimentelles und intimes Werk, das sich über die Jahre zu einem echten Kultalbum entwickelt hat.
Ice Cream Genius war nie als Fortsetzung der Musik von Marillion gedacht. Geprägt von minimalistischen Arrangements, gesprochenen Passagen und unmittelbaren, unverstellten Texten beschäftigt sich das Album mit Identität, Isolation und Kreativität. Seine Stärke liegt nicht in großen Gesten, sondern in seiner Verletzlichkeit: Es ist ein ungewöhnliches, offenes und unverkennbar menschliches Album.
Im Mittelpunkt der Neuauflage steht das 3CD+Blu-ray-Mediabook, die bisher umfangreichste Ausgabe von Ice Cream Genius. Mit mehr als elf Stunden Material, von dem der überwiegende Teil bislang unveröffentlicht war, eröffnet diese Edition einen umfassenden Einblick in die kreative Welt hinter dem Album. Enthalten sind außerdem sämtliche verfügbaren Live-Aufnahmen der hochgelobten „h Band“, die vom Künstler selbst hochskaliert und neu abgemischt wurden.
Ergänzend zum Mediabook erscheint Ice Cream Genius erstmals auch auf Vinyl, als hochwertige schwarze 2LP im Gatefold. Diese Ausgabe enthält zudem „The Last Thing“, einen Song, der bislang in Europa nicht auf einem physischen Tonträger erhältlich war und die Veröffentlichung besonders für Sammler interessant macht.
Fotocredit: Niels Van Iperen
Das Album wurde im Racket Club aufgenommen. Die Gesangsaufnahmen entstanden in Chris Reas Sol Mill Studios in Cookham, gemischt wurde das Album in Van Morrisons Wool Hall Studios in Somerset. Fertiggestellt wurde es am 20. Juli 1996, während einer Unterbrechung der Made Again-Tour von Marillion. Die Kernbesetzung wurde von Hogarth persönlich zusammengestellt und bestand, wie er selbst sagte, aus „den letzten Menschen auf der Welt, von denen irgendjemand erwartet hätte, dass ich mit ihnen zusammenarbeite“. Mit dabei waren Musiker aus dem Umfeld von Blondie, XTC, Japan und Eurythmics.
Der Albumtitel geht auf Produzent Craig Leon zurück, der im Studio in besonders inspirierten Momenten „I scream genius!“ ausrief. Hogarth griff diesen Ausspruch später auf und entwickelte daraus den markanten Titel des Albums.
Anhand von Demos, Songwriting-Sessions, Studioaufnahmen und Live-Material zeichnet die Edition die Entwicklung von Ice Cream Genius von den ersten Skizzen bis zum fertigen Album nach. Ergänzt wird das musikalische Material durch neue persönliche Rückblicke von Steve Hogarth. Darin gibt er Einblicke in die Gedanken, Gefühle und Umstände, die das Album geprägt haben, und ermöglicht so einen seltenen und ausführlichen Blick auf eines seiner intimsten und kompromisslosesten Projekte.
Credit: earMUSIC
Tracklist:
1. The Evening Shadows
2. Really Like
3. You Dinosaur Thing
4. The Deep Water
5. Cage
6. Until You Fall
7. Better Dreams
8. Nothing To Declare
9. The Last Thing
CD 2: Live at Dingwalls 2000 CD 3: Live at Dingwalls 2000
Blu-ray Video Content
Ice Cream Genius Documentary (45min)
You Dinosaur Thing (promo video)
You Dinosaur Thing (behind the scenes)
The H Band live at Paradiso, Amsterdam
13th September 2002 (130min)
2LP Gatefold: Side A
1.The Evening Shadows
2. Really Like
3. You Dinosaur Thing
Crossbone Skully schlagen das nächste Kapitel ihrer Bandgeschichte auf: Mit der neuen Single „Thunder Love“, featuring Def Leppard-Gitarrist Phil Collen, präsentiert die Band den ersten Vorboten ihres kommenden Albums „Condemned to Rock n‘ Roll“.
Getragen von treibender Energie, großen Hooks und klassischem Rock’n’Roll-Spirit vereint der Song alles, wofür Crossbone Skully stehen, und macht Lust auf das, was noch kommt. Die Single ist zugleich der erste Vorbote des kommenden Albums „Condemned to Rock n‘ Roll“, das über earMUSIC erscheinen wird.
Rund um Frontmann Tommy Henriksen (Alice Cooper, Hollywood Vampires) vereinen Crossbone Skully die Alice-Cooper-Gitarristin Anna „Blackthorn“ Cara sowie eine wechselnde Besetzung von Rock’n’Roll-Außenseitern. Gemeinsam mit Phil Collen und Produzentenlegende Mutt Lange hat Henriksen mit „Thunder Love“ eine explosive Hard-Rock-Hymne geschaffen. Für zusätzliche Power sorgt Glen Sobel (Alice Cooper, Hollywood Vampires), dessen kraftvolles Schlagzeugspiel die explosive Energie des Songs maßgeblich antreibt.
Fotocredit: Victor Chalfant
Phil Collen sagt dazu: „Es ist großartig, wieder mit Mutt zu singen. Diese stimmliche Chemie verbindet uns seit vielen Jahren, und Tommys Stimme verleiht dem Ganzen noch eine weitere Dimension. ‘Thunder Love’ ist einfach purer Rock’n’Roll-Spaß. Laute, donnernde Gitarren, gewaltige Drums und kraftvolle Vocals. Tommy hat eine starke Rockstimme, aber was ihn wirklich auszeichnet, ist seine Vielseitigkeit. Er kann seine Stimme genau auf das abstimmen, was ein Song braucht, und das ist eine seltene Gabe. Er bringt in alles, was er macht, unglaubliche Energie ein, was die Zusammenarbeit mit ihm so einfach macht. Er und Mutt teilen dieselbe Philosophie: Es geht um den Vibe. Wenn der stimmt, fügt sich alles andere von selbst zusammen. Und genau das macht Crossbone Skully für mich so einzigartig.“
Für Henriksen war die Zusammenarbeit mit Phil Collen das i-Tüpfelchen des Songs: „Phil ist einer meiner Helden als Gitarrist, Sänger und Songwriter. Phil und Mutt für ‘Thunder Love’ wieder zusammenzubringen, war für mich ein ganz besonderer Moment. Ihre Großzügigkeit und ihr Einfluss haben diesen Traum Wirklichkeit werden lassen. Mit Mutt Lange Platten aufzunehmen, war die größte Lektion meines Lebens. Ich habe unendlichen Respekt und große Liebe für Mutt. Ich werde ihm niemals genug für seinen Glauben an mich, seine Großzügigkeit und seine Freundschaft danken können. Das werde ich für immer mit mir tragen.“
Auch für das aktuelle Musikvideo von Crossbone Skully stand Phil Collen vor der Kamera. Gemeinsam mit Tommy und Anna wirkten Bassistin Jennie Vee (Courtney Love, Eagles of Death Metal) sowie die zurückgekehrte Schlagzeugerin Tuesdai am Dreh mit. Zusammen bildeten sie eine kraftvolle Besetzung, die die filmische Vision der Band zum Leben erweckte.
Über die Erfahrung sagt Collen: „Crossbone Skully bringen den Sound und den Spirit des klassischen Rock zurück. Solche Videos sieht man heute kaum noch. Es wird langsam zu einer verlorenen Kunstform, und Teil eines Projekts zu sein, das genau das feiert, hat unglaublich viel Spaß gemacht.“
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Mit der Veröffentlichung von „Thunder Love featuring Phil Collen“ beginnt für Crossbone Skully zugleich ein spannendes neues Kapitel bei earMUSIC. Als erster Vorgeschmack auf das kommende Album „Condemned to Rock n’ Roll“ gibt die Single den Ton für ein Werk vor, das die pure Essenz des Rock’n’Roll in all seiner rohen Kraft, Energie und Attitüde einfängt. Weitere Informationen folgen in Kürze.
Passend zu 25 Jahren Popkarriere legt Laith Al-Deen seine größten Songs neu auf. 15 Tracks aus allen Schaffensphasen, sorgfältig ausgewählt, völlig neu arrangiert und emotional aufgeladen. Ein Album, das nicht zurückblickt, sondern die vergangenen 25 Jahre neu atmen lässt: moderner, wärmer, reifer – und gleichzeitig voller Spielfreude.
Credit: Joel Heyd_Rights_earMUSIC
Zum Release der Single „Keine Wie Du“ rief Laith Al-Deen seine Fans dazu auf, persönliche Videos einzusenden und Teil des Songs zu werden. Die Resonanz war überwältigend. Entstanden ist ein Musikvideo, das die besondere Geschichte dieses Songs auf einzigartige Weise widerspiegelt: voller echter Menschen, großer Gefühle und gemeinsamer Momente.
Zwei Wochen nach Veröffentlichung der Single erscheint nun das Ergebnis. Ein Video, das Liebe feiert, Freundschaften zeigt und Menschen zusammenbringt. Paare, Familien, Wegbegleiter und Fans tanzen, lachen und teilen ihre ganz persönlichen Augenblicke zu einem Song, der seit vielen Jahren zahlreiche Hochzeiten, Verlobungen und Liebesgeschichten begleitet.
So wird das Musikvideo zu „Keine wie du“ zu mehr als einer klassischen Single-Auskopplung: Es ist eine Hommage an die Menschen, die Laith Al-Deens Musik seit 25 Jahren begleiten und ein bewegender Beweis dafür, wie viele Geschichten in einem einzigen Song stecken können.
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Das dazugehörige Jubiläumsalbum erscheint am 09. Oktober 2026 und versammelt 15 Songs aus allen Phasen seiner Karriere. Neu arrangiert, neu aufgenommen und mit hörbarer Spielfreude umgesetzt. Statt die bekannten Originale lediglich zu bündeln, setzt sich Laith Al-Deen auf „25 – Best Of“ neu mit seinem eigenen Werk auseinander.
Songs wie „Bilder von dir“, „Dein Lied“, „Keine wie du“, „Die Farbe deiner Stimme“ oder „Paket Hoffnung“ werden in neuen Fassungen erlebbar: mal größer und orchestraler, mal reduzierter, mal überraschend anders aber immer mit Respekt vor den Liedern, die seine Karriere geprägt haben.
Gemeinsam mit seiner langjährigen Band, Streichern, Bläsern und ausgewählten musikalischen Weggefährten entsteht ein Album, das Vergangenheit und Gegenwart verbindet. „25 – Best Of“ ist damit nicht nur ein Rückblick auf ein Vierteljahrhundert Laith Al-Deen, sondern eine Standortbestimmung: emotional, hochwertig produziert und bewusst nicht auf Nummer sicher gespielt.
Das Album ist ab sofort im offiziellen Laith-Shop vorbestellbar, inklusive exklusiver Bundles, signierter Editionen und speziell kuratiertem Merch zum Jubiläum.
Tracklist „25 – Best Of“
01. Dein Lied
02. Bilder von dir
03. Keine wie du
04. Damit ich wieder schlafen kann
05. Alles an dir
06. Die Liebe zum Detail
07. Leb den Tag
08. Die Farbe deiner Stimme
09. Dein Begleiter
10. Paket Hoffnung
11. Kennst du das auch
12. Worauf wartest du
13. Mit mir
14. Ich will nur wissen
15. Geheimnis
Als Selig 1994 ihre Debütsingle veröffentlichten, war das Staunen groß. Eine Mischung aus Grunge und Rock, aber mit deutschen Texten, das hatte bis dahin niemand gemacht. „Ich weiß noch, wie wir damals immer im Lehmitz saßen und philosophiert haben, dass wir eine Bresche für den Rock’n’Roll schlagen müssen, dass wir auffallen und herausragend sein müssen“, blickt Jan Plewka amüsiert zurück. „Wir sind wirklich mit richtig großem Maul losgestiefelt, nichts konnte uns etwas anhaben. Wir waren die Reiter der Apokalypse.“
Das selbstbetitelte, von Franz Plasa produzierte Debütalbum erschien im März 1994, kletterte auf Platz 35 der deutschen Charts und brachte der Band den Durchbruch: Dauerrotation im Musikfernsehen, ausverkaufte Shows, ein Echo. Mit „Ohne Dich“ stand darauf einer der prägendsten deutschsprachigen Rocksongs der Neunziger. Was folgte, ist klassische Rock’n’Roll-Geschichte. Das deutlich psychedelischere Zweitwerk „Hier“ (1995, Platz 15) feierte das neue Rockstar-Leben noch, dann wurde die Band vom eigenen Erfolg überrollt. Kurz nach Erscheinen des dritten Albums „Blender“ (1997, Platz 15), in New York entstanden und stärker Richtung Pop orientiert, verließ Jan Plewka die Band im Streit. 1999 gaben Selig ihre Trennung bekannt.
Neun Jahre widmeten sich Plewka, Gitarrist Christian Neander, Bassist Leo Schmidthals und Schlagzeuger Stephan „Stoppel“ Eggert anderen Projekten, bevor sie 2008 ihr Comeback ankündigten. Das Reunion-Album „Und endlich unendlich“ (2009) wurde ihr größter Erfolg: Platz 5, über 100.000 verkaufte Exemplare, Gold. Es folgten der Auftritt beim Bundesvision Song Contest, „Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (2010, Platz 9) und „Magma“ (2013, Platz 4). Als Keyboarder Malte Neumann 2014 ausstieg, war das für die Band ein Einschnitt: „Zu bemerken, dass es aber auch zu viert und ohne Keyboard geht, zu spüren, wie viel Energie dadurch freigesetzt werden kann, hat uns auch diese Zäsur überstehen lassen“, so Plewka. Im selben Jahr erschien das neu eingespielte Best-of „Die Besten (1994-2014)“, 2017 folgte „Kashmir Karma“ und 2020 die Compilation „Selig macht Selig“, für die befreundete Musiker wie Wolfgang Niedecken, Johannes Oerding und Olli Schulz ihre Songs interpretierten.
Das achte Album „Myriaden“ war ursprünglich für Herbst 2020 geplant, erschien pandemiebedingt erst im März 2021 und stieg auf Platz 8 ein. Nur: Die Tournee dazu fiel aus. Erst verschoben, dann abgesagt. Für eine Band, deren Selbstverständnis so eng am gemeinsamen Unterwegssein hängt, war das die härteste Phase seit der Wiedervereinigung. Was blieb, war die Rückbesinnung auf das, was diese vier verbindet. Der Song „Neuanfang“ entstand dann auch nicht im Studio, sondern während ein paar Sommershows in einem Hotelzimmer, als eine Art Liebesbrief von Jan Plewka an „seine“ Jungs. 2023 erschien er als Vorbote der Jubiläumstour, ein so offener Song über die Band selbst, wie ihn Selig vorher nie aufgenommen haben.
Die Tour zum 30-jährigen Bestehen war der Beweis, dass die Rechnung aufgeht. Selig zählen zu den wenigen Bands ihrer Generation, die noch mit vier von fünf Gründungsmitgliedern und mit unverändertem Druck auf der Bühne stehen. 2026 richten sie den Blick zurück auf den Anfang: Am 6. November erscheint eine Vinyl-Box, die die ersten drei Alben „Selig“, „Hier“ und „Blender“ bündelt, allesamt aus der Zeit beim Sony-Label EPIC, das international für Pearl Jam oder Rage Against The Machine steht. Genau diese Ära ist das Herzstück der „The EPIC Years“-Tour, mit der Selig im November und Dezember 2026 durch Deutschland und Österreich ziehen. Ein Abschied von gestern, wie die Band es nennt, und ein Versprechen an morgen.
Alle drei Alben erscheinen erstmals als Expanded Editions auf farbigem Doppelvinyl, ergänzt um rares zusätzliches Material. Zwei der Titel enthalten darüber hinaus exklusive 7-Inch-Singles. Sämtliche Inhalte werden in einem hochwertigen Schuber zusammengeführt. Die Veröffentlichung erscheint passend zur „The Epic Years“-Tour, auf der SELIG die Geschichte ihrer ersten drei Alben wieder ins Zentrum rücken. Die Konzertreihe steht ganz im Zeichen von „Selig“, „Hier“ und „Blender“ und feiert die Songs, die eine ganze Generation deutscher Rockfans geprägt haben. Dazu eine multimediale Show mit Archivmaterial aus den 90ern, die den Spirit dieser Jahre zurück auf die Bühne holt.
Die hochwertige Box ist auf 999 nummerierte Exemplare limitiert. Die Auflage ist dabei kein Zufall sondern ein Verweis auf das Jahr 1999, in dem die letzte Veröffentlichung der Band über EPIC Records erschien und in dem das legendäre Kapitel der 90er-Jahre seinen Abschluss fand.
Vor einem Jahr erschien der erste Teil des Doppelalbums „Anomalie“ – und jetzt legt Madeline Juno nochmal eine Schippe drauf. Ihre Geschichte beginnt im elterlichen Bandkeller, den sie mit 11 zum Kinderzimmer erklärt. Mit 13 uploadet sie Songs auf YouTube, von denen sie zu Hause niemandem erzählt, die aber die Produzenten von Tokio Hotel auf den Plan rufen. Die Zusammenarbeit beginnt noch vor ihrem 15. Geburtstag und direkt nach dem Abi erscheint das erste Album „The Unknown“.
Seit sich die Offenburgerin entschieden hat, von der englischen zur deutschen Sprache zu wechseln, gehört sie zu meinen absoluten Favoritinnen in der poetischen Popmusik. Das war im Jahr 2017 mit dem Longplayer „DNA“ schon so und inzwischen ist ihr sechstes Album mit deutschen Lyrics erschienen. Sie vereint klugen Pop, innovative Sounds und eine offene, ehrliche Haltung. Es ist eine Einladung, über das Leben nachzudenken, aber auch zum Tanzen und Feiern.
Maddie beschreibt „Anomalie“ als eine Abweichung von der Norm, ein Ausdruck ihrer Bereitschaft, Grenzen zu überschreiten und sich selbst neu zu entdecken. Zum Selbstbewusstsein beigetragen haben sicher ihre aktuelle Beziehung und die daraus resultierende Schwangerschaft (wie man auf den aktuellen Konzerten unschwer erkennen konnte).
Wie der Titel bereits vermuten lässt, war „Anomalie Pt. 1“ nie als abgeschlossenes Kapitel gedacht und so folgt mit „Anomalie Pt. 2″ der nächste Schritt – ein Nachfolger, der an die introspektive Klangwelt, die ambivalenten Gefühle und vielschichtigen Lyrics des Vorgängers anknüpft. Produktionstechnisch wagt sie sich in dieser Reihe weiter nach vorne und experimentiert mit neuen Einflüssen und klanglichen Elementen. So ist es ein sehr erwachsenes Popalbum geworden, dass sich in seiner Klangfülle nicht hinter internationalen Produktionen verstecken muss.
Schon die Vorab-Singles machten deutlich, wohin die Reise geht: „Indigo“ zeichnet das Bild einer Liebe, die längst verblasst ist, deren Spuren aber noch immer nachwirken. Zwischen melancholischen Synthesizern und einem hymnischen Refrain entfaltet sich einer der stärksten Momente des Albums. „Suffering In Style“ schlägt dagegen einen leicht ironischen Ton an. Madeline Juno verpackt Selbstzweifel und Schmerz in eine überraschend leichte Pop-Produktion. Das ist ein Kunstgriff, den sie mittlerweile perfekt beherrscht.
Zu den berührendsten Liedern gehört „Frieden im Herz“. Der Song verzichtet auf Pathos und beschreibt stattdessen den Wunsch, nach all den emotionalen Umwegen endlich bei sich selbst anzukommen. Gerade diese Reduktion macht den Titel so wirkungsvoll. Auch Songs wie „Funkstille“ und „Untertitel“ zeigen, wie präzise Madeline Juno Beziehungen sezieren kann. Es geht um unausgesprochene Worte, Missverständnisse und die Distanz, die manchmal größer wird, obwohl eigentlich niemand gehen wollte.
„Anomalie“ erfährt in seinem zweiten Teil eine konsequente Fortsetzung, die es zwischen Melancholie und feinen Beobachtungen der Lebenswelt noch stärker macht. Madelines Umgang mit Worten und Wahrheit wirft überlebensgroße Schatten, hinter denen alle Gefühle ihren Platz haben.
Vier Jahre nach dem fulminanten Neuanfang „Die Sonne ist ein Zwergstern“ erscheint wieder ein Album von Jupiter Jones, das in seiner Titelgebung an den grandiosen Wortwitz vergangener Tage erinnert.
Die Band aus der Eifel besteht vor allem aus Nicholas Müller und Sascha Eigner, wird aber von vielen Menschen unterstützt. Da wäre vor allem Andi Weizel vom Elektro-Pop-Duo Frida Gold zu nennen, der den elektronischen Sound ungemein verfeinert hat. Oder Anne de Wolff an der Violine. Und sogar ein Chor ist mit dabei, denn die Sänger*innen der Georg-August-Universität Göttingen bereichern „Wo die Liebe hinfällt“. Alle Songs wurden als Band eingespielt, mit den Menschen, mit denen Jupiter Jones diese Band sind. Entsprechend authentisch fühlt sich das Ergebnis an.
„Ich trag den Sarg, Du trägst was Buntes“ ist ein Album der alten Schule zwischen intelligentem Pop, Alternative Rock und Punk-Anleihen. Oft laut und schnell wie beim schrillen Opener „Champagnerempfang satt“. Es geht um Instagram-Beautystandards, den Blick in den Spiegel und den Parforceritt durch die XXS-Abteilung. Und am Ende steht die Erkenntnis, dass „normal“ ein absolut bescheuertes Wort für Menschen und ihre Körper ist.
„Neunkircher Wald“ widmet sich eindringlich der Kontaktaufnahme zu einer alten Bekanntschaft, „Älter als die Steine“ singt vom Ende der Kindheit, „Wo diese Liebe hinfällt (Krater)“ funktioniert als sehr eindrucksvoller Lovesong und in Kollaboration mit Finna und Lieser widmet sich „Euren Töchtern geht es gut“ den ungefragten Ratschlägen des Patriarchats.
Mit ihrem neuen Album zeigen Jupiter Jones, dass sie auch nach all den Jahren nichts von ihrer emotionalen Intensität verloren haben. Die Stücke verbinden eingängige Melodien mit nachdenklichen Texten, die zwischen Melancholie, Hoffnung und leiser Zuversicht pendeln. Nicis Stimme beherrscht die meisten Songs – und wirklich ruhig wird es selbst bei balladesken Themen nicht.
In gut 41 Minuten entfaltet sich ein grandioses neues Album, das auch live bestens ankommen wird. Davon bin ich überzeugt. Es ist ein Album, das weniger auf schnelle Effekte setzt als auf nachhaltige Wirkung. Zudem wirkt es wie aus einem Guss. Und trotz aller Gesellschaftskritik, Verzweiflung und Traurigkeit gibt der abschließende Song einen optimistischen Ausblick: „Immer noch (auf das Leben)“.
Eigentlich ist Karsten Dusse ja Rechtsanwalt. Er hat in Bonn, Lausanne und Los Angeles studiert. Seit seinem ersten Roman „Achtsam morden“ hat er sich jedoch als Autor von humorvollen Krimis in die Bestseller-Listen gebracht, bei denen therapeutische und meditative Verfahren wie das Prinzip der Achtsamkeit im Mittelpunkt stehen. Die Verbindung dieser eigentlich buddhistischen Lehre mit einer Story um Morde und Mafia-Methoden machte die inzwischen fünf Bücher überaus erfolgreich. So sehr, dass Dusse neben dem Platz auf der Bestsellerliste auch den Deutschen Hörbuchpreis bekommen hat und das erste der Bücher gar in einer Netflix-Verfilmung weltweit erfolgreich war.
Doch nach der persiflierten Behandlung von Themen wie dem inneren Kind, dem Jakobsweg und der bewussten Ernährung ist die Geschichte um den umtriebigen Rechtsanwalt Björn Diemel inzwischen doch etwas ausgelutscht. Also gibt es im neuen Buch „Filmriss auf Immenhof“ eine gänzlich neue Geschichte, die stilistisch aber auf den bekannten Bahnen bleibt.
Der Immenhof wird vielen Freunden alter Heimat- und Pferdefilme ein Begriff sein. Auch wenn man viel später geboren ist, haben viele direkt das Bild des idyllischen Gutshofs vor Augen, auf dem die erste Trilogie aus den 50er Jahren spielt. Diese hat es auch als Illustration aufs Buchcover gebracht. Die Story spielt aber in der Gegenwart und ist eine echte Gangstergeschichte.
Zum Inhalt laut Klappentext: Die Kriminalpsychologin Sophia, geschieden, zweifache Teenager-Mutter und gerade wieder frisch getrennt, schenkt sich zum 45. Geburtstag ein Wochenende auf dem Immenhof. Das zum Hotel umgebaute Landgut ist für sie der Inbegriff von heiler Welt und Geborgenheit ihrer Kindheitsfilme. Nach einer Retro-Party mit Pony-Romantik und Wodka Red Bull wacht sie am nächsten Morgen allerdings mit einem Filmriss neben der abgetrennten Hand ihres Ex-Freundes auf. Sie hat keine Ahnung, wer dafür verantwortlich ist – weiß aber, dass sie am Tag vorher noch den perfekten Plan hatte, ihren Ex ohne Spuren zu ermorden. Zwischen Kindheitsidyll und schlechtem Gewissen rekonstruiert sie die Nacht – und findet dabei überraschend zu sich selbst zurück.
Die Leserschaft kann Sophie durch missglückte Liebesbeziehungen hin zur Auszeit an ihrem Sehnsuchtsort Immenhof folgen – und erleben, wie sie recht grausam in die Realität zurück geholt wird. Die Story, die sich daraus entwickelt, ist gewohnt kurios. Und wir gehen mit der Hauptfigur auf Entdeckungsreise, da das Geschehen vor, während und nach dem Filmriss sich erst nach und nach mittels detektivischer Arbeit erschließt. Und ganz nebenbei erfährt man noch Wissenswertes über die Psychologie des Mordens.
Fazit: Eine neue, sympathische Buchreihe, die noch viel Potential in weiteren Filmreihen vergangener Jahrzehnte bietet.
Wochenendtrip sind Till und Karsten, zwei beste Freunde und Musiker mit über 1.000 gemeinsamen Konzerten und mehr als 2 Millionen Streams. Mit ihrer ersten EP „Wie Liebe geht“ (2025) erreichten sie fünfstellige Streamingzahlen und gewannen den Vorentscheid zum SPH Bandcontest in Köln.
Am 24.07.26 erscheint die neue Single „Achterbahn & Kurzgeschichten“, der Auftakt zu gleich vier geplanten Releases in 2026. Der Song handelt von den emotionalen Aufs und Abs des Lebens, dem Kampf mit den eigenen Widersprüchen und der Erkenntnis, dass man nicht perfekt sein muss, um seinen eigenen Weg zu gehen.
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Wenn zwei Gitarrenlegenden gemeinsame Sache machen, darf man Großes erwarten: Steve Hackett (Genesis) und Steve Rothery (Marillion) veröffentlichen am 28. August 2026 über InsideOutMusic endlich ihr lange angekündigtes Gemeinschaftsalbum „The Roaring Waves“.
Das rein instrumentale Werk ist über fast zehn Jahre hinweg entstanden und vereint sieben atmosphärische Stücke, die irgendwo zwischen Filmsoundtrack, Prog-Rock und Klangmalerei schweben. Statt virtuoser Gitarrenduelle setzen Hackett und Rothery auf Stimmungen, Emotionen und viel Raum für Fantasie. Oder, wie Rothery es beschreibt: Es geht darum, mit Musik Bilder zu malen und die Hörer auf eine Reise mitzunehmen.
Fotocredit: Anne-Marie Forker
Die Songs entstanden ganz entspannt aus gemeinsamen Jam-Sessions und Ideen, die im Racket Club sowie in den Heimstudios der beiden Musiker weiterentwickelt wurden. Gerade dieser lockere, improvisierte Ansatz sorgt für eine besondere Chemie zwischen den beiden Gitarristen. Hackett bringt es selbst auf den Punkt: So ein Album machen Gitarristen normalerweise nicht zusammen.
Einen ersten Vorgeschmack gibt die Single „The Black Sea“, auf der Hackett und Rothery gemeinsam mit Riccardo Romano (Keyboards, Bass, Co-Komposition und Mix) sowie Schlagzeuger Leon Parr zu hören sind. Der Song vermittelt bereits eindrucksvoll die geheimnisvolle, fast cineastische Atmosphäre des Albums. Für Hackett klingt das Zusammenspiel der Gitarren und Keyboards wie der Soundtrack zu einem düsteren Abenteuer auf hoher See.
The Roaring Waves erscheint als limitiertes CD/Blu-ray-Mediabook mit Dolby-Atmos- und High-Resolution-Stereomix, als Standard-CD sowie auf einer hochwertigen 180-Gramm-Vinyl-Ausgabe. Letztere wurde von Miles Showell in den Abbey Road Studios im Half-Speed-Verfahren gemastert. Das stimmungsvolle Artwork stammt von Simon Ward.
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Das Reeperbahn Festival richtet den Blick über Landesgrenzen hinaus und geht mit seiner aktuellen Programmveröffentlichung konsequent „All Things Overseas“. Ab sofort ist auch ein großer Teil der Spieltage auf der Festivalwebsite verfügbar. Damit wird die persönliche Festivalplanung deutlich einfacher. Besucher*innen können gezielter entdecken, welche Acts an welchen Tagen in Hamburg zu erleben sein werden. Die Veröffentlichung der Spieltage bietet darüber hinaus eine wertvolle Orientierung bei der Ticketwahl: Wer bislang noch zwischen 4-Tages-Tickets und Tagesticket-Optionen schwankt, kann nun deutlich besser einschätzen, welche Ticketoption am besten zur eigenen Planung passt.
All Things Overseas: Von Indien, über Kanada bis nach Australien
Die aktuelle Programmankündigung vereint künstlerische Positionen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten und reicht von zeitgenössischem Indie und Folk bis hin zu experimentellem Hip-Hop und genreübergreifenden Klangwelten. Zu den Highlights zählen unter anderem EXCISE DEPT (IN), die indischen Desi Hip-Hop mit psychedelischen und politischen Einflüssen verbinden, sowie Misbah (PK/GB), dessen warmer Sound Indie Pop, Synth-Funk und persönliche Einflüsse miteinander verknüpft. Mit Le Ren (CA) ist zudem eine markante Stimme des modernen Folk vertreten, deren Songwriting zwischen Americana und zeitgenössischer Indie-Ästhetik angesiedelt ist. Ergänzt wird die Auswahl durch weitere Acts wie Les Shirley (CA), Jashim (CA)und TR/ST (CA/US) sowie durch Künstler*innen aus Australien wie REDD. (AU),Jack Gray (AU), Jamaica Moana (AU) und Lucky (AU).
Word: Literatur, Diskurs und Popkultur
Parallel dazu veröffentlicht das Reeperbahn Festival erste Inhalte aus dem Word- Programm 2026. Das Programm erweitert den musikalischen Fokus um literarische popkulturelle und gesellschaftliche Perspektiven und bringt Autor*innen, Journalist*innen, Podcaster*innen und Performer*innen zusammen. Dazu gehört unter anderem Alice Hasters, die sich in „Anti Opfer“ mit gesellschaftlichen Debatten rund um Verletzlichkeit und Empathie auseinandersetzt, ebenso wie die Show „Zwischen Zwei Und Vier“, die aktuelle Entwicklungen und Dynamiken der Musikindustrie beleuchtet. Weitere Programmpunkte sind Lesungen und Gespräche mit Ilona Hartmann, Louise K. Böhm und Yade Yasemin Önder die unterschiedliche Perspektiven auf persönliche und gesellschaftliche Fragestellungen eröffnen. Ergänzt wird das Programm durch Live-Podcasts wie „too many tabs“ vom NDR, „Notaufnahme“ von Ärzte ohne Grenzen und „Eine Stunde Liebe“ von Deutschlandfunk Nova, die sich mit digitalen Phänomenen, globalen Krisen und popkulturellen Diskursen beschäftigen. Auch Comedy ist vertreten: Das Ensemble von „eine show halt“ lädt das Publikum zu einer eskapistischen Sketch-Show zum Thema Angst ein.
Weitere bisher bestätigte Konzerte:
Adjua (GB), ALT BLK ERA (GB), almost monday (US), amri (GB), Another Nguyen (DE), Aayushi (GB), boipepperoni (EE), Boutique Feelings (CA), Capuze (DE), Charlize (DE), Cherice (DE), Charlotte Colace (CU/DE/FR), Dempsey Bolton (CA), DIE LEUTE (DE), DROII (DE), EFEU (AT), GbR (DE), Gizmo (CA), Hana Lili (GB), HOLLI (AT), Intrepid (EE), Jashim (CA), Josi Miller (DE), Kazhanna (UA), Kelly McMichael (CA), KOYOT (CA), Kurpark (AT), La Amenaza Constante (ES), Le Parody (ES), lùisa (DE), Master Peace (GB), MEDUΣA (DE), Melani (ES), Moritz Simon Geist (DE), Mya Mehmi (GB), Okfella (DE), Olga Myko (SE), Oria (FR), Puuluup (EE), Rayannah (CA), RIELL (CA), Sadi (AT), Sam Mallais (CA), Señora Biónica (ES), Snotty Nose Rez Kids (CA), The Boondocks (EE), The Entitled Sons (GB), The Naysayers (CA), The Orchestra (For Now) (GB), WAIT//LESS (CA), WRKHOUSE (GB), YASMYN (EE), yola (DE) uvm.
Sienna Spiro gehört zu den spannendsten neuen Stimmen aus Großbritannien. Sie wurde 2005 in London geboren, hat schon mit 19 Jahren ihre erste Single „Need Me“ veröffentlicht und schnell über eine Million Streams erreicht. Sie wurde zunächst über TikTok bekannt, wo ihre außergewöhnlich reife und rauchige Stimme schnell Aufmerksamkeit erregte. Statt auf zeitgenössischen Pop setzt sie auf einen Klang, der sich an Soul, Jazz und orchestralen Balladen orientiert. Als Einflüsse nennt sie unter anderem Frank Sinatra, Nina Simone, Ella Fitzgerald und Amy Winehouse.
Das Debütalbum ist eine konzeptionell anspruchsvolle und überaus elegante Verschmelzung von sattem Soul und symphonischem Pop, die sich mit der Zerbrechlichkeit von Leben und Liebe auseinandersetzt. Als Beweis für die Kraft von Siennas zeitlosem Songwriting und ihrer beeindruckenden Stimme schafften es alle drei vorab veröffentlichten Singles des zehn Titel umfassenden Albums gleichzeitig in die Billboard Hot 100.
Fotocredit: PETROS
Die Künstlerin sagt über das Album: „Ich war mir der Vergänglichkeit schon immer sehr bewusst; ich habe große Angst davor, dass Dinge enden und Menschen gehen. Dieses Gefühl ist so intensiv, dass ich mich oft gar nicht erst auf neue Beziehungen oder Dinge einlasse, von denen ich weiß, dass sie nicht von Dauer sein werden. In gewisser Weise habe ich mich also die meiste Zeit meines Lebens wie eine Besucherin gefühlt – wie jemand, der nur auf der Durchreise ist. Die Arbeit an diesem Album hat mich gelehrt, den Moment zu genießen, anstatt mir ständig Sorgen um die Zukunft zu machen. Ich hoffe, dass das Album den Hörern Trost spendet, indem es zeigt, dass alles vergänglich ist. Wir müssen uns nicht hetzen, wenn es ums Loslassen geht – Dinge können uns viel bedeuten, auch ohne dass sie für immer bleiben müssen.“
Musikalisch klingt das Album überraschend klassisch und macht den genannten Vorbildern alle Ehre. Wir finden große Streicherarrangements, echte Klavierklänge, kräftige Bläser – das alles in einem Gesamtsound, der Siennas fantastische Stimme perfekt zur Geltung bringt. Gefühlvoll, voller Soul und Jazz, bietet sie eine gelungene Mischung aus der Kraft von Adele und der Rauheit von Amy Winehouse. Der emotionale Titelsong steht grandios neben der Ballade „Die on this Hill“ und dem eingängigen Retro-Song „You Stole the Show“.
„Visitor“ ist ein eindrucksvolles erstes Statement einer Künstlerin mit unverkennbarem Langzeitpotenzial!
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Im Jahr 2026 jährt sich zum 50. Mal die Veröffentlichung des legendären Albums „The Roaring Silence“ von Manfred Mann’s Earth Band. Das Album, auf dem auch der Nummer-1-Hit „Blinded By The Light“ zu finden ist, stürmte weltweit die Charts. Diese Jubiläumsausgabe enthält das Originalalbum sowie ein spezielles Bonusalbum mit drei brandneuen Titeln der Band und Live-Versionen von Albumtiteln, sowohl aus der Zeit der Veröffentlichung als auch von jüngsten Konzerten. Ergänzt wird die Anniversary Edition um ein 40-seitiges Booklet mit ausführlichen Infos und Interviews!
1976 und 1977 waren zwei sehr entscheidende Jahre im Leben von Manfred Mann’s Earth Band. Die Band wechselte mehrere Bandmitglieder in der Mitte einer erfolgreichen Fünf-Alben-Abfolge, während sie mit ihrer einzigartigen Mischung aus Progressive Rock, Jazz und Bluesmusik eine unglaubliche Anhängerschaft in der ganzen Welt aufbaute. Obwohl Manfred selbst mit früheren Erfolgen in den Pop-Charts vertraut war, verschaffte The Roaring Silence Manfred Mann’s Earth Band eine ganz neue Ebene des Ruhms, da dieses Album 1977 die Spitze der Charts erklomm.
Credit: Manfred Mann’s Earth Band
Natürlich hatte Bruce Springsteens »Blinded By The Light« alle Voraussetzungen für einen Hit, aber es muss sowohl die Band als auch Springsteen überrascht haben, denn es war für beide die erste Nummer-Eins-Platte. Dieser Titel wurde von einer ganz neuen Legion von Mann-Fanatikern beklatscht, da die erfrischende Kombination aus dem Leadgesang des neu hinzugekommenen Chris Thompson und Manns vertrauten Keyboard-Phrasierungen diesen Titel zu einem modernen Classic-Rock-Standard machten. Auch heute noch ist dies einer der meistgespielten Songs der klassischen Rockgeschichte.
Im Jahr 2026 jährt sich die Veröffentlichung des legendären Albums »The Roaring Silence« von Manfred Mann’s Earth Band zum 50. Mal. Das Album, auf dem auch der US Nummer-1-Hit »Blinded By The Light« zu finden ist, stürmte weltweit die Charts. Diese Jubiläumsausgabe enthält das Originalalbum sowie ein exklusives Bonusalbum mit drei brandneuen Tracks der Band und Live-Versionen von Albumtiteln, sowohl aus der Zeit der Veröffentlichung als auch von aktuellen Konzerten.
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Nachdem ich endlich auch den zweiten Teil von Joe Hills Mammutwerk lesen konnte, kann ich guten Gewissens sagen, dass er mit diesem Epos ein grandioses Werk abgeliefert hat, das den Klassikern seines berühmten Vaters Stephen King in Nichts nachsteht. „King Sorrow“ hätte im Deutschen locker 1300 Seiten gehabt und wurde deshalb vom Heyne Verlag in zwei Teile gesplittet. Manche schreien schon „Geldmacherei“, doch ich muss ehrlich sagen, dass ich damit ganz zufrieden war. Andernfalls hätte man jedes Mal entweder ein extrem schweres Buch zu jonglieren oder die Schrift wäre ermüdend klein. Für mich also okay so, wenn die Wartezeit von über zwei Monaten auch eine echte Folter war.
Zumindest spricht das für die Qualität des Romans und den Spannungsbogen. In der ersten Hälfte wurden Arthur Oakes und seine Freunde als Protagonisten eingeführt. Die hatte ich schnell wieder in Erinnerung. Und man hatte den monströsen Drachen King Sorrow herauf beschworen, um die Erpresserin Jayne Nightswander zu stoppen, die zu Arthurs Nemesis geworden ist. Doch man muss einen Preis zahlen, wenn man eine solche Kreatur um Hilfe bittet – und man wird sie nicht mehr los.
Das war die Ausgangssituation und die Story wird nahtlos fortgesetzt. Zum Klappentext: Jahr für Jahr fordert der mächtige Drache King Sorrow von Arthur Oakes, der inzwischen Professor für Englische Literatur ist, und seinen Freunden ein Menschenopfer. Die Folgen ihrer Wahl werden immer drastischer, immer mehr unschuldige Menschen kommen bei King Sorrows Beutezügen ums Leben. Arthur ist klar, dass sie den Drachen zurück in die Große Dunkelheit verbannen müssen. Doch einer seiner Freunde spielt ein falsches Spiel …
Damit ist die Handlung abgesteckt – und doch bekommen wir quasi vier Bücher in einem: Es ist zunächst ein Thriller im Stil von Stephen Kings „Das Institut“ um eine mysteriöse, unerbittliche Einrichtung. Dann eine fantasyhafte Hommage an die Artus-Sage. Außerdem eine Rachegeschichte um Jayne Nightswanders Mutter und schließlich das falsche Spiel einer handelnden Person nebst Endkampf mit dem Drachen.
Existiert der Drache wirklich oder ist er am Ende nicht doch eher eine gedankliche Manifestation, entstanden aus Traumata und verdrängten Erinnerungen? Zumindest wird die Geschichte grandios zu Ende geführt. Ein fantastisches Buch, das in seiner Gesamtlänge niemals langweilig wird.
Im Jahr 2017 ist mit „Paranormal“ ein grandioses Album des Schockrockers aus Detroit erschienen, das seinen Klassikern in Nichts nachstand. Es waren Songs voller Leidenschaft und Rock’n’Roll. Außerdem feierte die legendäre Alice Cooper Band mit zwei gitarrenlastigen, schnellen Rocknummern Wiederauferstehung.
Es folgte eine groß angelegte Tour, die mit dem Konzert am 7. Dezember 2017 im Olympia Paris seinen Abschluss fand, dessen Mitschnitt jetzt erstmals auf DVD und Blu-Ray veröffentlicht wird. Wie immer bei Alice‘ Shows gab es eine Zusammenstellung der größten Hits und (zum Bedauern vieler Fans) kaum Titel des aktuellen Albums. Damit muss man auch bei dieser Aufnahme leben.
Die fast 90minütige Rockshow bietet eine Reise durch Alice Coopers zeitlose Kreationen: Klassiker wie „Poison“, „School’s Out“ und „No More Mr. Nice Guy“ wechseln sich mit Alice Cooper-Schätzen wie „Pain“, „Woman of Mass Destruction“ sowie dem neuen „Paranoiac Personality“ ab, der ersten Single des Albums „Paranormal“.
Das Livealbum fängt in Bild und Ton eine phänomenale Rockshow vor begeistertem Publikum ein und gehört ohne Zweifel zu einer der besten Live-Veröffentlichungen des Künstlers, auch Dank seiner langjährigen Band um die Gitarrist*innen Nita Strauss, Tommy Henriksen and Ryan Roxie, Bassist Chuck Garric und Drummer Glen Sobel.
Die Show ist wie immer großartig mit dem gruseligen Setting, das man von Alice erwarten darf. Eine Augendweide für Fans und solche, die es werden wollen.
Sind wir wieder gut? Ja? Bitte nicht falsch verstehen – hier sollen weder Schmeicheleien provoziert noch Komplimente erbettelt werden. Hier geht es um etwas Anderes. Hier wird die Hand gereicht. Eine Art Versöhnungsangebot im Kleinen. Es geht um das neue Album jenes Mannes, den ein Journalist mal „eine Mischung aus fleißigem Arbeiter, tollkühnem Cowboy und liebenswürdigem Casanova“ genannt hat. Kurz: Es geht um „Simma widda gut?“ – das vierte Album von Gringo Mayer.
„Simma widda gut?“ – das ist gewissermaßen das Kleinst-Einmaleins des Vertragens: „Bei uns hat man das früher in der Kneipe oder im Biergarten beim Zuprosten gesagt – meistens ohne, dass es irgendeinen Streit beizulegen gab. Es war einfach eine kleine, grundsätzliche Geste des Zusammenhalts – mit Augenzwinkern.“ Man könnte auch sagen: eine kleine symbolische Erinnerung daran, dass es am Ende ja doch nur zusammen geht. Auch wenn diese Erkenntnis trivial daherkommen mag, sie ist es in ihrer gelebten Konsequenz allzu selten. Und wenn eine Erkenntnis Gringos bisheriges Schaffen durchzieht, dann doch wohl die, dass es bei allem notwendigen Disput und allen Unterschiedlichkeiten unerlässlich ist, einen gemeinsamen Grund zu finden.
Man könnte das als den roten Faden bezeichnen, der sich durch seine Alben zieht. In seinem bisherigen Werk erzählt Gringo Mayer von schwungvollen Versuchen, öfter noch vom grandiosen Scheitern und am Ende irgendwie ja doch immer vom schlussendlichen Aufrappeln und erneuten Anlaufen. Aufgezeigt nicht durch einen erhobenen Zeigefinger, sondern durch konkrete Geschichten aus den dunklen Ecken einer verrückten Welt.
Dann beispielsweise, wenn er auf seinem Debütalbum „Nimmi normal“ schrullig-zornige Grantler über den vermeintlichen Verfall des Gewohnten schimpfen lässt, sich mit der FIFA anlegt oder Kleinkriege unter Nachbar*innen anzettelt. Manchmal recht explizit auf gesellschaftliche Schieflagen gerichtet, wenn er wie in „Des is brudal“ auf seinem zweiten Album im Stile einer Wirtshausklage die ungerechte Vermögensverteilung im Turbokapitalismus anprangert. Mal ganz leise, wenn er – wie im Song „Wasn los“ – mit zugewandter Zärtlichkeit von der Rolle älterer Menschen in unserer Gesellschaft, der Pflege, dem Verlust, der Liebe und all dem dazwischen singt.
Was all diesen Mayerschen Geschichten gemein ist, ist die Erzählperspektive. Es ist die Perspektive eines ewigen Underdogs. Eines Abgehängten, der auch dann seinen verlorenen Posten nicht vollends zu verlassen vermag, wenn er zur großen Geste ansetzt. Ein hoffnungsloser Fantast, der sich in seinem Wahn wie Falco fühlt, aber schließlich ja doch „nur“ klingt wie Helmut Kohl.
Mit „Peng Peng“, dem Song, dem diese Zeile entstammt, liefert Gringo Mayer im Februar 2026 seiner pfälzischen Herkunft genau die tragisch-größenwahnsinnige Hymne, die sie verdient. Ein Song, der loslegt wie die Feuerwehr, die ihre Sirenen nur kurz ausschaltet, damit auch ja alle in diesen lodernden Hit einstimmen können. Sprachspielerisch in gewohnt lakonischem Gringo-Mayer-Stil, setzt sich hier ab der ersten Zeile ein Haken fest, den man nicht so schnell wieder loswird. Die Rhythmusgruppe trägt das charmante Heimatbekenntnis so groß auf, dass der Song schon jetzt wie ein Klassiker wirkt und der fast eigenhändig die Mayersche Gefolgschaft in bis dato ungeahnte Höhen schießen ließ.
Dass es Mayer nicht um folkloristisch verklärte Anbetung von Leberknödel und Co geht, sollte keiner Erklärung bedürfen. Auf „Simma widda gut“ tropft das Chaos und der Wahnsinn hartnäckiger denn je durch die immer größer werdenden Risse einer sich allzu gerne stabil gebenden bürgerlichen Fassade. In seiner Single „Klapprad“ lässt er diese kurzerhand ganz einstürzen – während federleichte NDW-Synthesizer zum Tanz aufspielen: „Samt Drohnen und Raketen flog der Putz von der Tapete. Mir war sofort klar, wohin, ich fahr mim Klapprad ins ZI.“ Klapprad? ZI? Bitte was?
Mitten in Mannheim steht das ZI – das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit. Früher mal ein Ort, der symbolisch für das stand, was die „vernünftige“ Gesellschaft unbedingt bändigen und einsperren musste: den Wahnsinn. Doch was, wenn die gesamte Ordnung bröckelt? Was, wenn Drohnen und Raketen zur neuen Normalität werden? Einfach weitermachen? Ist nicht gerade DAS verrückt!? Für Gringo gibt es nur eine angemessene Antwort: Er steigt auf sein Klapprad, das Anti-Gefährt schlechthin, dreht wortwörtlich „komplett am Rad“ und fährt mit Pauken und Trompeten ins Herz des Wahnsinns.
Dass diese Pauken und Trompeten – gemeinsam mit ihren Kollegen aus der Rhythmusgruppe – wuchtiger, einnehmender und zugleich hingebungsvoller den je klingen, hat das Album gleich mehreren Personen zu verdanken. Zum einen Gringos treuen musikalischen Weggefährten der Kegelband und seinem langjährigen Produktionspartner Mathias Greule. Dass „Simma widda gut?“ noch breiter, vielseitiger und mutiger klingt als seine Vorgänger, hat zum anderen jedoch niemand Geringeres als die Produzentenikone O.L.A.F. Opal zu verantworten:
„Nach drei Alben, bei denen wir im Grunde alles allein gemacht haben, war es an der Zeit, einen neuen Weg auszuprobieren. Ob es die Beatsteaks, International Music oder Tristan Brusch sind – wir sind große Fans von vielen der Bands, mit denen Olaf in den letzten Jahren zusammengearbeitet hat. Und da dachten wir, wir fragen ihn einfach geradeheraus, ob er sich vorstellen könnte, die nächste Platte mit uns aufzunehmen. Er hat direkt geantwortet, wir haben uns getroffen und ab da war eigentlich klar, dass das super funktionieren würde“, sagt Gringo.
Fotocredit: Lars Becker
Apropos neue Wege. Auf Gringos viertem Album findet sich das erste Cover seiner künstlerischen Vita. Dass es sich dabei ausgerechnet um einen Tocotronic-Klassiker handelt, erscheint nur auf den ersten Blick überraschend. Denn auf den zweiten Blick, oder besser: ab den ersten Hörsekunden von „Es is egal, aber“, wenn das brachiale Drumfill auf knatternde E-Gitarren-Powerchords trifft, könnte man meinen, die ursprüngliche Ballade der Hamburger Band wurde von einem pfälzischen Querulanten ersonnen. Ebenjenem, der nun großspurig seine Unantastbarkeit behauptet, nur um im selben Zug seine tiefgreifenden, hausgemachten Zweifel preiszugeben.
Auf Gringos viertem Album werden Messer gezückt und Rippen gebrochen („Kavalier“), es wird mit der musikalischen Wucht eines trotzigen Kindes, das seinen Käse nicht essen will, unerschütterlicher Optimismus verströmt („Irgendwie“), es müssen herbe 0:8-Niederlagen gegen Dannstadt auf dem Ascheplatz verdaut werden („Loss dich net“) und es werden kleinlaut Versöhnungsbrezeln an der Aral-Tankstelle gekauft („Simma widda gut?“). Doch wenn der Staub sich gelegt hat, wenn all das einmal gesagt und getan wurde, dann gilt es sich in die Augen zu sehen, sich einander zuzuwenden und für das Gegenüber das Beste zu wollen. Oder, um es mit den ab jetzt universal gültigen Worten Gringo Mayers zu sagen: „Es soll Pommes fer dich regne.“
Gringo Mayer kündigt sein viertes Studioalbum „Simma widda gut?“ für den 02. Oktober 2026 an.
Gringo Mayer Live:
24.07.26 – Noisehausen Festival Schrobenhausen
25.07.26 – Herzogenriedpark (Solo)
26.07.26 – Nauwieser Fest Saarbrücken
01.08.26 – Sound of the Forest Beerfelden
02.08.26 – Schlabberflicker Festival Pirmasens
08.08.26 – Böblinger Songtage
15.08.26 – Einfach Kultur Festival Oldenburg
05.09.26 – Allgäus Finest Wangen im Allgäu
17.12.26 – BASF Feierabendhaus Ludwigshafen
Simma widda gut? Tour 2027
10.02.27 – Köln – Luxor
11.02.27 – Osnabrück – Kleine Freiheit
12.02.27 – Hamburg – Molotow
13.02.27 – Berlin – Lido
17.02.27 – Frankfurt – Zoom
18.02.27 – Heidelberg – Karlstorbahnhof
20.02.27 – Karlsruhe – Tollhaus
24.02.27 – München – Ampere
25.02.27 – Stuttgart – Club Cann
26.02.27 – Kaiserslautern – Kammgarn
13.03.27 – Mannheim – Alte Feuerwache
17.12.27 – Jahresabschlusskonzert in der Eberthalle in Ludwigshafen
Jack White zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den prägenden Figuren des modernen Rock. Bekannt wurde der Gitarrist und Sänger als Frontmann der White Stripes, bevor er mit Projekten wie The Raconteurs, The Dead Weather und einer erfolgreichen Solokarriere seinen Ruf als einer der kreativsten Musiker seiner Generation festigte. Sein Markenzeichen sind raue Gitarrenriffs, Blues-Einflüsse, experimentelle Ideen und eine kompromisslose Leidenschaft für analoge Aufnahmetechnik.
Mit seinem siebten Album „Frozen Charlotte“ beweist er einmal mehr, dass kompromissloser Rock auch im Jahr 2026 nichts von seiner Faszination verloren hat. Es sind 13 brandneue Titeln, die sich durch ein unverwechselbares Gefühl und einen einzigartigen Klang auszeichnen. So entstand ein intensiver Rock-’n’-Roll-Kraftakt mit stets präsenten Blues-Einflüssen, der an die gleiche raue, ungeschliffene und rasante Energie anknüpft wie Whites hochgelobtes sechstes Studioalbum „No Name“ aus dem Jahr 2024.
Fotocredit: David James Swanson
Schon die ersten Minuten machen deutlich, wohin die Reise geht: verzerrte Gitarren, ein druckvoller Bandsound und Whites markante Stimme stehen im Mittelpunkt. Die Songs wirken oft, als seien sie direkt aus einer Livesession entstanden. Alles klingt rau, spontan und voller Energie. Gerade diese Unmittelbarkeit macht den Reiz des Albums aus. Statt Perfektion dominiert das kontrollierte Chaos.
Musikalisch verbindet White Garage Rock, Blues und Hard Rock zu einem Sound, der unverkennbar ist. Songs wie „G.O.D. and the Broken Ribs“, „Derecho Demonico“ und „Dollar Bill“ zeigen sein unverwechselbares Gitarrenspiel und den Hang zu ungewöhnlichen Texten. Inhaltlich bleibt er seiner Vorliebe für symbolische und teilweise rätselhafte Texte treu. Religiöse Bilder, düstere Geschichten und gesellschaftliche Beobachtungen ziehen sich durch das komplette Album.
So entsteht ein Sound, der eigenständig wirkt aber immer wieder auch an die White Stripes erinnert – wenn man Meg White auch einmal mehr schmerzlich vermisst.
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Das neue Livealbum der Cranberries ist eine bisher unveröffentlichte Aufnahme kurz vor ihrem weltweiten Durchbruch!
„Nach unserer Rückkehr aus den USA im Astoria aufzutreten, war ein echtes Highlight. Wir hatten schon ein paar Jahre zuvor angefangen, in kleinen Clubs in London zu spielen, daher fühlte es sich für uns wie ein riesiges Konzert an, als Headliner ins Astoria zurückzukehren. So viele bekannte Gesichter zu sehen, die die Band über die Jahre hinweg unterstützt hatten, machte den Abend zu etwas ganz Besonderem. Es war eine aufregende Zeit für die Band.“ – Noel Hogan, Gitarrist von The Cranberries
Der magische Moment zwischen dem vielgefeierten Debütalbum „Everybody Else Is Doing It, So Why Can’t We?“ (1993) von The Cranberries und ihrem kommerziellen Durchbruch mit „No Need To Argue“ (1994) war eine entscheidende Zeit für die zukünftigen Weltstars. Beflügelt von der Begeisterung für ihr erstes Album, das die Charts anführte und die Riesenerfolge „Linger“ und „Dreams“ hervorbrachte, spielte die junge irische Band vor einem kleinen, aber begeisterten Publikum im legendären Londoner Astoria II. Eine lange verschollene Aufnahme dieses Auftritts wurde kürzlich wiederentdeckt und wird am 4. September 2026 unter dem Titel „Live At The London Astoria II, 1994“ über Island/UMe veröffentlicht. Sie wird in verschiedenen Formaten erhältlich sein, darunter als 2LP-Limited-Edition auf „Molten Lava“-Vinyl, als Standard-Vinyl in Schwarz, als CD sowie digital.
„Es war ein unglaubliches Gefühl, im Astoria zu spielen“, erinnert sich Schlagzeuger Fergal Lawler. „Wir waren gerade aus den USA zurückgekehrt und hatten uns über Weihnachten eine kleine Auszeit gegönnt. Das war unser erstes Konzert in London nach unserem großen Erfolg in Amerika. Wir haben uns riesig gefreut, einige unserer treuesten Fans ganz vorne vor der Bühne zu sehen – ich glaube, wir waren stolz darauf, dass sich all unsere harte Arbeit endlich ausgezahlt hatte.“
Frisch von einer Stadiontournee in den USA zur Unterstützung ihres Debütalbums kehrten The Cranberries für dieses besondere und intime Konzert zu einem kleineren Rahmen zurück. Mit sechs Songs, die schließlich auf ihrem zweiten Album „No Need To Argue“ landen sollten, bot „Live At The Astoria II, 1994“ den anwesenden Fans einen Einblick in bisher unveröffentlichte Musik, darunter eine einzigartige Darbietung von „Zombie“. Sieben Monate später wurde die Single veröffentlicht und erreichte weltweit Spitzenplätze in den Charts in Australien, Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland und Island sowie Platz 1 der Billboard Modern Rock-Charts in den USA. Mit derzeit über 1,8 Milliarden Aufrufen auf YouTube ist der Song bis heute einer der weltweit meistgestreamten Songs der 1990er Jahre.
„Live At The Astoria II, 1994“ umfasst 15 Live-Aufnahmen und enthält sieben Titel aus ihrem Debütalbum „Everybody Else Is Doing It, So Why Can’t We?“, darunter „Pretty“, „Linger“ und „Dreams“, sowie sechs Titel aus ihrem Nachfolgealbum „No Need To Argue“, darunter „Dreaming My Dream“, „Daffodil Lament“, „Empty“ und natürlich „Zombie“. Außerdem enthält es zwei Titel, die nicht auf einem Studioalbum erschienen sind – „Liar“, das ursprünglich auf dem „Empire Records“-Soundtrack (1995) veröffentlicht wurde, und „So Cold In Ireland“, eine B-Seite ihrer Single „Ode To My Family“.
„Live At The London Astoria II, 1994“ ist eine Momentaufnahme der Band, bevor sie zu einer der größten Bands Irlands wurde. Die Songs dokumentieren die frühe Begeisterung der Bandmitglieder, die kurz vor dem Durchbruch zu Superstars standen – und hält sie in dieser besonderen Live-Aufnahme fest.
Titelliste:
Pretty
Dreaming My Dreams
Linger
Ridiculous Thoughts
Daffodil Lament
How
Everything I Said
Not Sorry
Waltzing Back
Dreams
Zombie
Liar
So Cold in Ireland
Empty
Still Can’t…
Seit acht Jahren machen die Sängerin Tine von Bergen und der Pianist Till Moritz gemeinsam Musik mit ihrer Elektro-Indie-Pop-Band I WANT POETRY. Der Name, den sich das Duo gegeben hat, stammt als Zitat aus dem Roman „Schöne neue Welt“ von Aldous Huxley, in dem eine negative Utopie über 500 Jahre in der Zukunft beschrieben wird. Nun nimmt man sich fürs dritte Album „Future Selves“ ebenfalls der Zukunft an und stellt sich existentielle Fragen: Wer wollen wir sein? Wie möchten wir leben? Und wie soll unsere Zukunft aussehen?
Die Antworten sind verpackt in ein schimmerndes Kaleidoskop aus schwebenden Synthesizern, pulsierenden Beats und mitreißenden Hooks, mit dem die Formation von einer utopischen Welt von morgen erzählt. So entstehen tanzbare Geschichten über die Kraft der Manifestation, über Transformation und den Mut, das eigene Schicksal selbst zu gestalten.
Das Bandprojekt hat sich seit langem den Ruf als eine der spannendsten Formationen innerhalb der europäischen Indie-Pop-Szene erarbeitet. Der Weg des dritten Longplayers führt es gleichzeitig zu einer Form von Retro-Pop mit Disco-Klängen, liefert aber vor allem futuristische Klänge. Ich liebe die Bandbreite von Tines Stimme und ihren erzählenden Charakter. Umrahmt werden die Texte meist von einem mystischen Klangteppich aber auch, beispielsweise in „Apology“, von Pianoklängen.
In der Review zum ersten Album „Human Touch“ (HIER nachzulesen) habe ich noch das Fehlen von Farbklecksen innerhalb der homogenen Tracklist bedauert. Da haben I WANT POETRY jetzt deutlich nachgebessert und legen ein elektronisches Album vor, wie es vielseitiger kaum sein könnte. Verträumt und aufrüttelnd zugleich.
Berlin, 20.07.2026
Nachdem das ZDF ihren Auftritt zum Lied “Keine Angst” bei “Die Anstalt” kurzfristig untersagt hatte, holen Danger Dan und Igor Levit ihn morgen, Dienstag, den 21.07.2026, selbst nach und öffnen ihn für alle: Unter dem Titel “DIE KEINE ANGSTALT” zelebrieren die beiden Musiker die Kunstfreiheit und laden zu einer musikalischen und politischen Ersatzveranstaltung ins Columbiatheater Berlin, die per Livestream von überall verfolgt werden kann.
Einlass ist um 20:00 Uhr, Beginn um 21:00 Uhr. Tickets für die Veranstaltung gibt es ab heute, 16:00 Uhr, exklusiv über den Danger Dan Shop (dangerdan.shop). Der Gewinn geht an die Opferperspektive, die zentrale Anlaufstelle in Brandenburg für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.
Für alle, die nicht aus Berlin kommen oder die möglicherweise keine Tickets mehr ergattern konnten, haben Danger Dan und Igor Levit vorgesorgt: “DIE KEINE ANGSTALT” wird ab 21 Uhr live auf den YouTube-Kanälen von Danger Dan und Igor Levit übertragen. Auch wenn das ZDF den Auftritt von “Keine Angst” verhindert hat, wird er nun einem breiten Publikum zugänglich gemacht.