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Urheber/Fotograf: Universal Music

Rainbirds "Call Me Easy Say I'm Strong Love Me My Way It Ain't Wrong"

Unsere Wertung: 8 von 9 Punkten.

ReRelease und Live-Comeback der RAINBIRDS

Das zweite Album der Rainbirds trug den sperrigen und zugleich kultigen Titel „Call Me Easy Say I’m Strong Love Me My Way It Ain’t Wrong“. Die Band war 1986 in West-Berlin entstanden und wurde von der Sängerin, Gitarristin und Songwriterin Katharina Franck ins Leben gerufen, die von Beginn an das kreative Zentrum der Band bildete. Zusammen mit dem Bassisten Michael Beckmann und dem Schlagzeuger Wolfgang Glum entwickelte sie einen melodischen, zugleich introspektiven Pop-Rock-Sound, der Einflüsse aus New Wave und Art Pop aufgriff.

Schon kurz nach ihrer Gründung gewannen die Rainbirds den Deutschen Pop-Rock-Preis, was ihnen zu einem Plattenvertrag verhalf und den Weg für ihr Debütalbum ebnete. Dieses erschien 1987 unter dem Titel „Rainbirds“ und enthielt den Song „Blueprint“, der zu einem internationalen Hit wurde und bis heute als ihr bekanntestes Stück gilt. Es war aber das ganze Album mit seinen poetischen Lyrics und der filigranen Musik, das die Popwelt jener Tage betörte und verzückte. Zugleich bestand aber von Beginn an die Gefahr, dass ein Hit wie „Blueprint“ zum One-Hit-Wonder verkommen könnte. 

Das zweite Album belehrte Zweifler eines besseren – auch wenn ich ehrlich gestehen muss, dass ich 1989 als damals großer Fan der Band die Tiefe des neuen Werk noch nicht verstanden habe. Erst über die nächsten Jahrzehnte hat es sich zu einem meiner Lieblingsalben der 80er Jahre entwickelt – und ist es bis heute.

Wie groß die Rainbirds wirklich waren und was für ein Potential in dieser deutschen Erfolgsband steckte, hört man in der Live-Vorab-Single „Sea Of Time“ – für den Re-Release des Albums. Eine Band, die fantastisch tight performt und eine Frontfrau, die es versteht, lyrische und persönliche Tiefe mit einer großartigen Performerinnen Qualität zu begleiten – das Publikum liegt ihr zu Füßen. Und das bei einem Song, der sich mit Erwartungen an einen Menschen beschäftigt, der seinen eigenen Weg gehen will.

Katharina Franck gibt auf ihrer Webseite Hinweise zum Hintergrund: ein Wiegenlied, die Zeichnungen von Escher und „Alice hinter den Spiegeln“ standen Pate, um die Bilder in ihrem Kopf aufschreiben zu können. Der Song ist die zentrale Nummer des zweiten Rainbirds Albums und gibt ihm den Titel. Die jetzt veröffentlichte Liveversion ist 1989 in der Biskuithalle in Bonn mitgeschnitten und remixed von Hans-Martin Buff, der einen Grammy für seine Zusammenarbeit mit Peter Gabriel bekommen hat.

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„Call Me Easy, Say I’m Strong, Love Me My Way, It Ain’t Wrong“ zeigte die Originalbesetzung von Katharina Franck (Gesang/ Gitarre), Beckmann (Bass) und Wolfgang Glum (Drums) verstärkt durch den damals noch unbekannten Rodrigo Gonzaléz an der Gitarre, den man heute als Bassisten der Ärzte kennt. Produziert wurde es gleich von drei Top Producern: Gareth Jones, Reinhold Heil und dem Chefproducer Udo Arndt.

Das Album vereint die Popsensibilität des Erstlings mit einer untrüglich lyrischen und musikalischen Tiefe. Die Songs sind miteinander verwoben und neben “Sea Of Time“ ist das magische „Not Exactly“ der Hit, der hätte sein sollen, aber den Durchbruch nicht schaffte.

Thematisch vereint das Album weibliche Selbstermächtigung („Responsible“), Kindheits- und Jugenderinnerungen an Lissabon („Love is a better word“) und die Ausbeutung von emotional abhängigen Menschen („Moon“ – über die Andy Warhol Muse Edie Sedgwick). In „Jesus First“ beschreibt Katharina Franck verspielt den Sex zweier Frauen, für den die eine sich Absolution vom LoveGod Jesus holen muss.

Nach vielen internen Wirrungen ist jetzt die Zeit gekommen, dieses Album und damit auch eine der international erfolgreichsten deutschen Bands gebührend zu feiern – mit einem Re-Release des Original Albums und einem einmaligen Event – das Album wird am 15.12.2025 in Düsseldorf mit allen Beteiligten in seiner Gänze aufgeführt.

Gemeinsam machen sie es jetzt möglich, die Klasse der Band wieder zu spüren und das zu feiern, was wirklich ist: Eine der erfolgreichsten Deutschen Bands geht 2026 endlich wieder auf Tour und knüpft da an, wo 1989 sich das Potential entladen wollte. Und wir können uns alle darauf freuen!

Tourdaten 2026

  • 12.05.2026 – Leipzig, Haus Auensee

  • 13.05.2026 – Berlin, Admiralspalast

  • 15.05.2026 – München, Schauspielhaus

  • 16.05.2026 – Ulm, ROXY Kulturhaus

  • 21.05.2026 – Bremen, Metropol Theater

  • 22.05.2026 – Bochum, Christuskirche

  • 23.05.2026 – Mainz, Kurfürstliches Schloss

  • 29.05.2026 – Frankfurt (Oder), Messehalle

Credit: Vertigo Berlin

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