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Urheber/Fotograf: dtv Verlagsgesellschaft

Colleen Hoover "Verity"

VERITY – die Buchvorlage zum Film mit Dakota Johnson und Anne Hathaway

Colleen Hoover ist eine US-amerikanische Schriftstellerin, die vor allem mit Liebesromanen, emotionalen Beziehungsdramen und psychologischen Spannungsromanen bekannt geworden ist. Sie gehört zu den international erfolgreichsten Autorinnen der vergangenen Jahre. Besonders beliebt ist sie bei einem jüngeren Publikum, nicht zuletzt durch die große Reichweite von Buchempfehlungen auf TikTok, besser bekannt als „BookTok“.

Der Originalroman „Verity“ erschien am 7. Dezember 2018 auf Englisch. Die US-Ausgabe wurde von der Autorin zunächst im Selbstverlag veröffentlicht. Die deutsche Übersetzung von Katarina Ganslandt erschien 2020 bei dtv. Pünktlich zum Kinostart gibt es jetzt eine Neuauflage.

Zum Inhalt: Die Jungautorin Lowen Ashleigh soll die gefeierten Psychothriller von Bestsellerautorin Verity Crawford zu Ende schreiben. Diese ist seit einem Autounfall, der unmittelbar auf den gewaltsamen Tod ihrer beiden Töchter folgte, geistig beeinträchtigt und nicht mehr ansprechbar. Lowen akzeptiert das Angebot – vor allem, weil sie sich zu Veritys Ehemann Jeremy hingezogen fühlt – und entdeckt während ihrer Recherchen im Haus der Crawfords Schreckliches.

Als Leser war ich direkt mitten in der intensiven Geschichte drin, die mit einer Zufallsbegegnung von Lowen mit Veritys Ehemann Jeremy beginnt. Da ihr selbst das Wasser grade bis zum Hals steht, lässt sie sich auf das Abenteuer ein, im Haus der Crawfords zu leben und die Unterlagen der nicht ansprechbaren Verity zu sichten.

Alles ist sehr atmosphärisch und spielt sich auf zwei Ebenen ab, da Lowen eine autobiografische Erzählung der Autorin findet, die dunkle Geheimnisse offenbart und Einblick in verstörende Geschehnisse gibt. Dabei entsteht ein starkes Verwirrspiel, das mit überraschenden Wendungen aufwartet. Gleichzeitig entwickelt Lowen Gefühle für Jeremy. Damit wird die Situation zusätzlich kompliziert: Sie ist nicht länger nur eine Beobachterin, sondern hat selbst etwas zu verlieren.

Die Stärke der Geschichte besteht übrigens darin, dass wir uns als Leser oder Zuschauer selbst dabei ertappen, wie wir aufgrund einzelner Hinweise ein Urteil fällen und anschließend feststellen müssen, dass wir uns möglicherweise haben manipulieren lassen. Daher spielt es eigentlich keine Rolle, ob man den Film oder das Buch zuerst konsumiert. Beides hat seinen Reiz! Man sollte sich aber nicht davon irritieren lassen, dass der Film einige (mit Hoover abgestimmte) Handlungselemente ändert, um fürs Kino dramaturgisch gefälliger zu sein.

Es war meine erste Lektüre eines Romans von Colleen Hoover, aber ich werde sie definitiv weiter im Auge behalten!

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