RAGE, Beyond The Black und DORO beim Burg Open Air Illingen – 16.8.2025
„Afterlifelines“ heißt das aktuelle Album der Powermetal-Band RAGE aus Herne. Hier findet ihr die Fotogalerie zum Konzert in Illingen beim BURG OPEN AIR.
„Afterlifelines“ heißt das aktuelle Album der Powermetal-Band RAGE aus Herne. Hier findet ihr die Fotogalerie zum Konzert in Illingen beim BURG OPEN AIR.
Von 1991 bis 1994 war Andy Brings Gitarrist der deutschen Thrash-Metaller Sodom. Später wurde er Frontmann der Band Double Crush Syndrome. Der Film „Full Circle – Last Exit Rock’n’Roll“, der seit langem das Herzblutprojekt des Musikers ist, berichtet in Form einer Musikdokumentation vom Leben und der musikalischen Laufbahn des umtriebigen Künstlers aus Mülheim. Das geschieht vor allem anhand von Konzertmitschnitten und Interviewauszügen. Dabei kommen auch Weggefährten wie Doro Pesch, Skid Row und Liz Baffoe zu Wort. Der Film wurde anhand einer Crowdfunding-Kampagne finanziert und veröffentlicht. Die Weltpremiere fand im September 2018 in Essen statt und wurde von den Fans umjubelt.
Die BluRay enthält den 88minütigen Film und eine 50minütige Featurette von der Weltpremiere. In 70 Minuten „Making-Of“ wird die Entstehung beleuchtet und es gibt einige „Behind The Scenes“ Fotos. Für Fans authentischer Rockmusik ist dieser Film ein Genuss. Er beschönigt nichts und befriedigt gewiss keine Selbstverherrlichung des Künstlers. Stattdessen legt er schonungslos die Freuden und Leiden eines hervorragendes Künstlers dar, der es nie in die ganz hohen Sphären der Rockmusik geschafft hat und sich im Herauswurf bei Sodom auch um seine Karriere betrogen sah. Wie man seinen Traum trotzdem lebt, zeigt dieser Film.
Seht hier unsere Doro Fotos aus der Stadthalle Saarburg, 11.12.2015
Doro Pesch gehört ganz sicher zu den erfolgreichsten Frauen im Hard- und Heavy-Metier. Und das nicht nur in Deutschland sondern weltweit. Seit über 30 Jahren legt sie in steter Regelmäßigkeit solide Hardrockalben hin, die ihrer nach wie vor großen Fangemeinde zu gefallen wissen. Keine andere Sängerin hat im traditionellen Rock-Metal-Bereich so prägnante Spuren hinterlassen wie die zierliche, inzwischen 51jährige Düsseldorferin.
Doro war als Sängerin in den 80er Jahren von Beginn an eine Ausnahmeerscheinung und sollte als Frontfrau der Band Warlock schnell für Furore sorgen. Leider dauerte die Metal-Herrlichkeit mit gigantischen Songs wie „All We Are“ und „Für immer“ nur vier Alben lang und endete 1988 mit der Auflösung der Band und einem Rechtsstreit um die Verwendung des Bandnamens. Doro zog nach New York und startete ihre Solokarriere unter anderem mit der Hilfe von Gene Simmons, was ihr große Vorschusslorbeeren einbrachte. Ein beispielloser kreativer Output sowie konstantes und umfangreiches Solo-Touren seit inzwischen mehr als einem Vierteljahrhundert haben die Ausnahmestellung der deutschen Metal Queen noch unterstrichen.
In Saarburg fanden sich einige Hundert treue Fans ein. Mit Doro-Shirts und dem formelhaften Fanschwur „Für immer“. Die Zuschauer sind mit Doro gealtert, doch das tat der metallisch-guten Stimmung keinen Abbruch. Als sie während der Umbaupause einmal kurz durch den Vorgang an der Bühnenseite lugte, ging ein Jubelgeschrei durch den ganzen Saal.
Bevor die Metalqueen am Start war, mussten allerdings noch die Jungs von Archer für ca. 40 Minuten ran. Das Trio aus Santa Cruz lieferte soliden Hardrock, sehr rifflastig und mit sichtbarem Spaß am Musizieren. Das Publikum nahm die unbekannten Songs dankbar an und verkürzte sich die Wartezeit auf Doro mit Headbanger-Übungen.
Dann betrat endlich Doro für gut zwei Stunden die Bühne der Saarburger Stadthalle. Was für ein Wirbelwind! Ständig in Bewegung, mit Dauerkontakt zum Publikum, Handschläge in Richtung der Fans aus der ersten Reihe, wehenden Haaren und einer göttlichen Stimme. Doro hatte viel Freude an ihrer Performance und ignorierte die Lücken im Zuschauerraum professionell. So hatte halt jeder mehr Platz zur ausgiebigen Bewegung.
Die Setlist enthielt natürlich die Klassiker „Für immer“ und „All We Are“. Dazu ein wahres Sammelsurium an Warlock-Songs. Als sei die Zeit in den 80ern stehen geblieben. Klar ist es traurig, dass Doro immer noch über ihre ehemalige Band definiert wird, aber es passt nun mal zu ihr, ihrer Stimme und dem nostalgischen Gemüt der Zuschauer.
Die Songs aus dem Solo-Schaffen der Düsseldorferin wurden ebenfalls wohlwollend aufgenommen. Also alles gut. Ein Song wie „Herzblut“ ist ein hymnischer Song, der an die Tradition von „Für immer“ anknüpft. Und die inoffizielle Wacken-Hymne „We Are The Metalheads“ (im Original von Skyline) kam kurz vorm Zugabenblock sehr gut an.
Doro hat es immer noch drauf und ist im deutschsprachigen Raum ohne ernsthafte Konkurrenz. In Saarburg überzeugte sie die anwesenden Metalheads und wurde ordentlich abgefeiert. 51 Jahre alt? Stimmlich klingt sie wie eine Mittzwanzigerin, die ein paar Kippen zu viel geraucht hat. Die teils recht junge Band im Hintergrund gibt ihr genügend Drive. Das kann noch lange so weiter gehen.