Adam Angst bei ROCK AM RING 2025, Fotogalerie vom 6. Juni 2025
Adam Angst waren am 6.6.2025 bei ROCK AM RING, Orbit Stage. Hier unsere Fotogalerie, Credit: Julia Nemesheimer
Adam Angst waren am 6.6.2025 bei ROCK AM RING, Orbit Stage. Hier unsere Fotogalerie, Credit: Julia Nemesheimer
Der Auftakt mit Electric Callboy war genial – Roy Bianco als zweiter Special Guest aber sehr umstritten. Selten hat man eine solche Völkerwanderung unter den Fans schon am frühen Nachmittag erlebt (HIER unser Bericht). Doch es gab noch einige Highlights zu sehen, die ich euch nicht vorenthalten will.

Nachmittags spielte die wundervolle Christin Nichols auf der Orbit Stage – leider aufgrund der großen zeitgleichen Konkurrenz vor einer verschwindend kleinen Zuschauermenge. Dennoch: Sie legte eine starke Performance hin. Die Berlinerin ist nicht nur Musikerin, sondern auch Schauspielerin und hauptberufliches „badass girl“, das dem blöden System nur zu gern mit Killerlächeln den Mittelfinger zeigt. Das Wundervollste an ihr ist allerdings, dass sie noch nicht mal so tut, als ob dabei immer alles perfekt laufe. Ihre Musik atmet den Geist von Punk und New Wave. Es gibt den typischen Sound der 80er Jahre, aber auch eine gehörige Portion Melancholie.
Danach war Zeit für eine kleine Pause, um für Biffy Clyro wieder an der Hauptbühne zu sein. Die Schotten werden Jahr für Jahr größer und haben sicher bald das Zeug zum Headliner. Was man von ihnen bekommen kann? Eine perfekte Mischung aus Krach und Melodie. Hymnische Songs nehmen das Publikum gefangen, doch dann wird wieder rockig abgefeiert. Das unveröffentlichte „A Little Love“ zu Beginn, Highlights wie „Wolves of Winter“ und „Different People“ im Mittelteil, der Abschluss mit „Many of Horror“. Simon Neil war in grandioser Form und seine orchestrale Begleitung sorgte für Herzmomente.

Auf der gegenüber liegenden Mandora Stage hatte inzwischen Monchi von Feine Sahne Fischfilet das Heft in die Hand genommen. Deren neues Album „Wir kommen in Frieden“ ist gerade eine Woche alt und man konnte in Feierlaune die erste Nummer 1 in Deutschland vermelden. Die Welt fährt Achterbahn, und die fünf Musiker aus Mecklenburg-Vorpommern wollten bewusst die oft jahrelangen Produktionsphasen klassischer Rockformationen hinter sich lassen, um mit ihren Songs direkter und schneller aktuelle Geschehnisse reflektieren zu können. So sind die zwölf neuen Lieder sowohl Rundum- als auch Befreiungsschlag: kraftvoll, wortmächtig und überraschend nah am Puls der Zeit.

Monchi kam einfach nicht umhin, von der Situation in seiner Heimat zu erzählen. 54 % AFD-Wähler. Da passt doch ein Titel wie „Grüße ins Neandertal“. Der Albumtitel ist ganz sicher kein Friedensangebot in Richtung von Nazis und Faschisten, sondern eine deutliche Kampfansage, die Monchi formulierte. Seit fast 20 Jahren sind FSF nun aktiv – im nächsten Jahr will man Jubiläum feiern. Doch 2025 geht es erst einmal um den Ring und den Chart-Spitzenplatz. Es gab Pyrotechnik aus den LCD-Würfeln, die auch hier für ein visuelles Erlebnis bis weit nach hinten sorgten, und der Frontmann versuchte sich im Crowdsurfen. Songs wie „Wenn’s morgen vorbei ist“ und „Komplett im Arsch“ sorgten für das nötige Gemeinschaftsgefühl, um diesen Gig zum kollektiven Erlebnis zu machen.

In der Umbaupause wurden übrigens sensationell LINKIN PARK als Headliner für 2026 angekündigt. Dazu gab es ein großes Feuerwerk, das auch als Pyro aus den LCD-Würfeln schoss. Ein grandioses Setting und eine gelungene Überraschung!

An selbigem Ort ging es weiter mit The Prodigy, die mit „Vodoo People“ düster und laut loslegten. Keith Palmer alias Maxim zeigte sich als charismatischer Frontmann mit fantastischer Bühnenpräsenz. Immer in Bewegung und absolut stark an den Vocals. Die Mischung aus Alternative, Hardcore, Jungle und Big Beat funktioniert seit Jahrzehnten und ist immer noch Alleinstellungsmerkmal der Band. Die Bühne wurde in ein Gewitter aus bunten Klängen und markerschütternden Klängen getaucht – dazu Tracks wie „Firestarter“, „No Good“ und „Smack My Bitch Up“. Das reichte für eine mentale Reise in die 90er Jahre, die viele Fans sichtbar genossen.

Dann aber schnell zur Utopia Stage, wo Bring Me The Horizon zur ersten Headliner-Show bei ROCK AM RING einluden. Eine große Ehre, dass sie diesen Slot bekamen, aber auch absolut verdient. Die Band aus Sheffield gehört schon längst zur Speerspitze des Metal und spielt gern mit computergenerierten Mitteln, die sie gekonnt in ihre Bühnenshow einarbeiteten. Das Album „Post Human: Nex Gen“ folgt einem dystopischen Konzept. Im Bühnenbild gab es zunächst einen sakralen Aufbau, doch die SF-Momente nahmen im Verlauf des Konzerts immer mehr Raum ein.

Zum einen wurde mit gigantischen Moshpits eine famose Metalmesse gefeiert, daneben gab es aber auch die virtuelle Videoshow auf den riesigen LCD-Flächen. Man war in ständiger Interaktion mit dem Publikum und den virtuellen Animationen. Dadurch entstanden manchmal seltsame Pausen im Ablauf des Sets, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Die Performance war im Gesamten absolut großartig. Ein textsicheres Publikum wurde durch Stücke wie „Teardrops“ und „Shadow Moses“ geführt, es gab das schon bekannte Cover von „Wonderwall“ (OASIS) mit viel Wumms und Fan Kristina durfte die Band bei „Antivist“ stimmlich (und sehr gekonnt) unterstützen.
Zur Ballade „Follow Me“ fing die Kamera magische Momente von jungen Damen ein, die von ihren Freunden auf den Schultern getragen wurde. Danach gab es einen Tanz im Konfettiregen und die Show endete mit einer Zugabe aus „Doomed“, „Drown“ und „Throne“. Der Set hatte zwar nicht die versprochenen zwei Stunden Länge, aber er wurde zum intensiven Erlebnis und zum gelungenen Abschluss des ersten Festivaltags.
Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys waren zum ersten Mal bei ROCK AM RING – und dann gleich als (durchaus umstrittener) „Secret Act“ zum 40jährigen Jubiläum. Hier unsere Fotogalerie der Italo-Pop-Heroen, Credit: Julia Nemesheimer
So war der Freitag bei ROCK AM RING 2025. Hier findet ihr unsere Fotogalerie mit Roy Bianco, Knocked Loose, Frank Turner, Mia Morgan, Weezer und House of Protection – Credit: Rainer Keuenhof
40 Jahre ROCK AM RING. Die große Sause ist gestartet! Pünktlich um 12 Uhr war Einlass zum Infield und die Fans konnten zunächst einmal einige Neuerungen bestaunen, bevor es zum ersten „Secret Guest“ an die Utopia Stage ging. Was direkt auffiel: Die Mandora Stage hat inzwischen dieselben Dimensionen wie die Utopia Stage und wird damit klar zur zweiten Hauptbühne – fast ohne Nebencharakter. Neu sind auch die großen LCD-Würfel, die dafür sorgen, dass man weiter entfernt von der Bühne trotzdem relativ detailliert mitbekommt, was da vor sich geht. Neben der dritten Bühne (Orbit Stage) gibt es nun erstmals eine vierte Location (Atmos Stage) im Eingangsbereich. Man hat also noch häufiger die Qual der Wahl und findet hier einige Indie-Acts, die durchaus begeistern können.

Jetzt aber zu den Gästen, die bis zum Schluss geheimgehalten wurden: Überaus pünktlich um 13.30 Uhr ging es los mit Electric Callboy. Die lieferten im letzten Jahr schon einen grandiosen Gig und sind für dieses Jahr „nur“ mit einem nächtlichen DJ-Set angekündigt. Bevor es in die Vollen ging, lief auf der Leinwand eine Art Countdown mit Bildern aus 40 Jahre Rock am Ring. Dann ein großer Pyro-Knall mit Feuerwerk und Ingo Donot erschien als Moderator auf der Bühne, um ohne viel Geschwafel Electric Callboy anzusagen.

Deren einstündiger Gig bot alles, was man von der Metalcore-Band aus Castrop-Rauxel erwarten durfte. Unaufhaltsam hat man sich seit Gründung 2010 an die Spitze der Szene hochgearbeitet. Neuerdings ist mit dem Amerikaner Frank Zummo der Schlagzeuger von Sum 41 mit an Bord, was für noch mehr Drive im Bandgeschehen sorgt. Die Sause startete mit „Pump It Up“ und dann ging es über „Spaceman“ hin zum Hit „Everytime We Touch“, den man der schottischen Songwriterin Maggie Reilly und dem Dance-Project Cascada verdankt. Mit Elektronik und Growls wurde der Song aus dem Jahr 1992 zur Mitsing-Hymne und zeigte beeindruckend, wie man Metal und Dancefloor zusammenbringen kann.

Electric Callboy zogen alle Register, mischten Metal mit Disco und fuhren unterschiedlichste Arten von Konfetti auf. Das Zuschauerfeld war bis ganz nach hinten eng gefüllt und es wurde gefeiert, was das Zeug hielt. Die Idee, mit den Secret Acts bereits um halb zwei nachmittags für entsprechend Stimmung zu sorgen, ist definitiv aufgegangen. Die Fans machte alles mit, von der Ballade über den heute Nacht erst gezeugten Kevin Jerome bis hin zu „Hurricane“ in Schlagerbeat und mit Discofox. Wem das alles zu seicht war, der durfte sich am Sum 41 Cover „Still Waiting“ erfreuen. Ergebnis: Circle Pits durch alle Reihen.

Um 15 Uhr waren dann Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys am Start. Mal was ganz anderes! Was Guildo Horn und Dieter Thomas Kuhn für den Schlager, das sind Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys für den Italo-Pop. Die sechsköpfige Band – beheimatet in Augsburg und München – greift jedes Klischee einer schmalzigen italienischen Kitsch-Combo auf. Das bringt zugleich Sehnsucht nach dem Süden, gute Laune und Klamauk mit sich, vor allem aber viel Ironie und Popkritik.

Die Bühnendeko wies schon in der Pause darauf hin, dass es nicht etwa die Toten Hosen, die Broilers oder Kraftklub werden sollten, die alle heiß im Rennen waren. Aber ein Aufbau aus italienischen Torbögen mit einem azurro-blauen Himmel im Hintergrund wies deutlich auf Italien hin. Die Rockfans waren gespalten: viele flüchteten zur Mandora Stage, andere feierten um so heftiger. Titel wie „Bella Napoli“ luden zur großen Polonaise ein. Im Publikum setzten sich viele zum „Rudern“ hin oder man bildete einen riesigen Kreis um ein romantisch tanzendes Paar.

Nach einer musikalischen Hommage an Sophia Loren gab es von Seiten des Sängers Roy philosophische Überlegungen zur Liebe: Was kostet die Liebe? Vor allem Mut! Das Publikum, das bis zum Schluss durchgehalten hatte, feierte die Band ausgiebig. Ja, auch Italo-Pop und südländische Schlager können am Ring funktionieren, wenn sie entsprechend präsentiert werden.

Der dritte Überraschungsgast war ja schon seit einigen Tagen bekannt: Knocked Loose kommen aus Kentucky, machen Hardcore-Punk und haben kürzlich einen Grammy für die „Best Metal Performance“ gewonnen. Hatte man nicht unbedingt auf dem Schirm, aber waren absolut passend. Endlich die wirklich harten Klänge, die Fans von Rock am Ring erwarten.

Die energiegeladene Liveshow bot ein leidenschaftliches, aggressives Konzert. Die Stimme von Fronter Bryan Garris ist einfach unverwechselbar. Pause zum Durchatmen blieb kaum, denn der Shouter schrie, sprang und peitschte das Publikum durchgehend an. Dabei ging es Schlag auf Schlag ohne viel Gelaber. Die intensive Stimmung brachte das Infield auch am frühen Nachmittag nachhaltig zum Beben. So bleibt abschließend zu sagen: Vielseitigkeit und Diversität waren Trumpf bei den Auftakt-Shows. Ein gelungener Start ins Festivalwochenende!

Vorverkaufsrekord zum Jubiläum: Das wichtigste deutsche Festival freut sich auf 90.000 Fans!
Vom 6. bis 8. Juni 2025 feiert Rock am Ring 40-jähriges Bestehen mit 100 Acts und der größten Produktion der Ring-Geschichte!
Berlin, 06.03.2025
Die Strahlkraft von Rock am Ring als Nukleus der deutschen Festivalkultur bleibt ungebrochen: Pünktlich zum vierzigsten Jubiläum meldet das legendäre deutsche Festival ausverkauft. Noch nie zuvor waren so früh 90.000 Tickets für das Mega-Event am Nürburgring vergriffen.
Seit Monaten war Rock am Ring auf Rekordkurs, nun ist das wichtigste deutsche Festival ausverkauft. In einer hochdynamischen europäischen Festivallandschaft behauptet sich der Branchenprimus mit der Konzentration auf ein exklusives Programm und auf die Festival-Experience der Fans – die klassischen Rock am Ring-Werte.
„Im Mittelpunkt aller Planung stehen bei uns Fans und Musik“, sagt Matt Schwarz, Veranstalter von Rock am Ring/Rock im Park sowie CEO bei PRK DreamHaus und eventimpresents. So spielen 2025 Bring Me The Horizon, Slipknot und KoRn als Headliner bei Rock am Ring und Rock im Park, außerdem stehen unter anderem The Prodigy, K.I.Z, Kontra K, Rise Against, Sleep Token, Spiritbox, Beatsteaks und Idles für die enorme stilistische Breite der nunmehr ausverkauften Jubiläums-Edition.
Die Erfolgsmeldung kommt pünktlich zum vierzigsten Jubiläum des ikonischen Festivals. Am Pfingstwochenende 1985 sind zum ersten Mal Zehntausende Musikfans an den Nürburgring gepilgert, in einem anderen Jahrhundert, einer gänzlich anderen Festivallandschaft.
Seitdem hat Rock am Ring Musikgeschichte geschrieben: Beyoncé war 2010 mit Jay-Z am Ring und tanzte zu den Hives, U2 feierten 1985 ihren endgültigen Deutschland-Durchbruch, Guns N‘ Roses gaben ebenso unvergessliche Konzerte wie David Bowie, Metallica, Red Hot Chili Peppers, Alanis Morissette und unzählige andere. Stets war das Festival ein Spiegel des jeweils geltenden Pop-Zeitgeists. Bei Rock am Ring wurden Entwicklungen antizipiert, große und kleine Karrieren angestoßen, längst gleicht ein Auftritt am Ring für die Artists einem Ritterschlag.
Nicht zuletzt sind es die vielen zwischenmenschlichen Geschichten, die die Faszination von Rock am Ring als Leuchtturm der europäischen Festival-Kultur ausmachen. Bei Rock am Ring begegnen sich alte und neue Freunde, verbringen Familien und Freundeskreise unbeschwerte Wochenenden. So gibt es in vierzig Jahren Rock am Ring eine Konstante: Die Fans am Ring genießen in unvergleichbarer Weise die Kraft der Gemeinschaft, die euphorisierende Magie der Musik, das unersetzliche Gefühl mit Zehntausenden Menschen eins zu werden. „Geburtstag feiert man am besten mit seiner Familie“, sagt Matt Schwarz.
Die Jubiläums-Edition steht nun gleichermaßen für die Historie von Rock am Ring wie für einen Aufbruch in die Zukunft. In Zeiten permanenten Wandels bleibt das genuine Festivalversprechen einer temporären Utopie am Ring bestehen und schafft jedes Jahr aufs Neue den Rahmen für ein geordnetes Chaos.
Symbolisch für diesen kontrollierten Eskapismus steht das neu designte Rock am Ring-Gelände mit seinen neuen futuristischen Elementen, den erhabenen LED-Säulen und den größten Bühnen der Ring-Geschichte. „Wir bauen ein kleines Paralleluniversum mit zahlreichen liebevollen Details, in das die Fans beherzt eintauchen können“, so Jana Posth, Festival Director Rock am Ring.
Die beste Festival-Experience für die Fans zu gewährleisten, bedeutet bei Rock am Ring immer noch zuerst: Das denkbar beste Programm zu präsentieren. Rock am Ring bleibt im Jubiläumsjahr ein Multigenre-Festival mit Schwerpunkt Gitarre und ist dabei 2025 so vielseitig wie nie: Geheimtipps, Publikumslieblinge und Major-Acts geben sich die Klinke in die Hand, das Programm spiegelt die ganze Vielfalt der aktuellen Musikszene.
Nicht nur deshalb empfiehlt es sich, in diesem Jahr möglichst früh auf das Festival-Gelände zu kommen: „Wir arbeiten aktuell noch an einigen Überraschungen“, sagt Matt Schwarz. „Könnte durchaus sein, dass wir Acts in einem Rahmen erleben, in dem man sie nie wieder erleben wird.“
Das ist die Magie von Rock am Ring: Alles, wofür Festivalkultur steht, wird am Nürburgring 2025 aufs Neue mit Leben erfüllt, mit Konzerten bis tief in die Nacht, einem klaren Fokus auf Musik-Leidenschaft und Gemeinschaft.
Auch das Schwesterfestival Rock im Park in Nürnberg steuert zum 30-jährigen Jubiläum mit großen Schritten ein diesjähriges „Sold Out“ an. Fans, die das Musik-Spektakel in Nürnberg in diesem Jahr miterleben wollen, sollten sich beeilen. 70.000 Tickets sind bereits vergriffen.
Termine:
Rock am Ring: 6.–8. Juni 2025, Nürburgring, Eifel
Rock im Park: 6.–8. Juni 2025, Zeppelinfeld, Nürnberg
Eine vollständige Liste der Bestätigungen in alphabetischer Reihenfolge gibt es hier:
A Day To Remember
Adam Angst
Airbourne
Amira Elfeky
AViVA
Beatsteaks
Biffy Clyro
Boston Manor
Bring Me The Horizon
Brutalismus 3000
Bullet for my Valentine
Christin Nichols
Creeper
Dead Poet Society
Deafheaven
Defects
Deine Cousine
Destroy Boys
Die Nerven
Drangsal
Drug Church
Electric Callboy DJ Set
Evil Jared & Krogi
Falling in Reverse
Feine Sahne Fischfilet
Fit For An Autopsy
FJØRT
Fleshwater
Frank Turner & The Sleeping Souls
Frog Leap
Future Palace
Grade 2
Heaven Shall Burn
Holy Wars
House Of Protection
I See Stars
Idles
Imminence
In Flames
Jerry Cantrell
Jinjer
K.I.Z
Kasalla (nur Ring)
Kittie
Kontra K
Korn
Kris Barras Band
Leftovers
LØLØ
Lorna Shore
Massendefekt
Me First and the Gimme Gimmes
Mia Morgan
Millencolin
Myles Kennedy
Nasty
Northlane
Nothing More
Olli Schulz & Band
Pain of Truth
Polaris
Poppy
Powerwolf
Rise Against
SDP
Seven Hours After Violet
SiM
Skillet
Sleep Token
Slipknot
Smash Into Pieces
Soft Play
Spiritbox
Spiritual Cramp
Static Dress
Still Talk
Stray From the Path
Superheaven
Survive Said the Prophet
Teen Mortgage
Terror
The Ghost Inside
The Prodigy
The Red Flags
The Warning
thrown
Tocotronic
Touché Amoré
Trophy Eyes
Tulpe
Turbostaat
unpeople
VOWWS
Weezer
Whitechapel
Zebrahead
Zetra
ZSK
Berlin, 23.10.2024
Der Countdown läuft! Nur noch 226 Tage bis Rock am Ring und Rock im Park vom 6. bis 8. Juni 2025 am Nürburgring und Zeppelinfeld die Tore öffnen und ihre großen Jubiläen feiern – 40 Jahre Rock am Ring, 30 Jahre Rock im Park. 1985 gegründet, gehört Rock am Ring heute mit dem Schwesterfestival Rock im Park zu den bedeutendsten Musikfestivals Europas und setzt immer wieder neue Maßstäbe – ganz besonders mit seiner Jubiläumsausgabe im kommenden Jahr. Dass sich die Fans auf eine echte Special Edition beider Festivals freuen dürfen, zeigen einmal mehr die Namen der zweiten Bandwelle.
Kein Wunder, dass auch der Vorverkauf für Rock am Ring und Rock im Park so erfolgreich verläuft wie nie zuvor: über 70.000 Weekend-Tickets wurden bereits für Rock am Ring verkauft, mehr als 50.000 Tickets sind schon bei Rock im Park vergriffen. Für einige Campingkategorien werden die Tickets knapp oder sind bereits ausverkauft.
Neben den bereits angekündigten 14 Acts, darunter Bring Me the Horizon, die EU-exklusiv bei Rock am Ring und Rock im Park zu sehen sein werden, und Slipknot stehen jetzt rund 70 von 100 Acts fest.
Ganz vorne mit dabei: The Prodigy – die britischen Ikonen und Vorreiter des Big Beat und Electro-Rocks, bekannt für ihre intensiven, kraftgeladenen Performances und düster pulsierenden Beats, werden eine einmalige Show abliefern. Die amerikanischen Punk-Rock-Helden und Vorreiter des politischen Punk Rise Against begeistern die Fans am Nürburgring und auf dem Zeppelinfeld mit ihrer gewohnt leidenschaftlichen Live-Performance. Auch Falling In Reverse, einer der spannendsten Rock-Acts der Gegenwart, sind bestätigt. Ihr moderner Post-Hardcore-Sound immer wieder kreativ, ihre Show garantiert polarisierend. Mit epischen Metal-Sounds heizen Spiritbox, In Flames und Heaven Shall Burn dem Publikum ordentlich ein. Zudem sorgen SDP, bekannt für ihren genreübergreifenden Mix aus Pop, Rap und Rock, mit mitreißenden Hymnen für ausgelassene Partystimmung.
Darüber hinaus dürfen sich die Fans auf Skillet, Frank Turner & The Sleeping Souls, Poppy, Airbourne, Electric Callboy DJ Set, Brutalismus 3000, Tocotronic, Millencolin, Stray From The Path, Olli Schulz & Band, Drangsal, Die Nerven und viele mehr freuen.
Passend zu den großen Jubiläen dürfen sich die Fans bei beiden Festivals auf großartige Special Guests freuen. Das Grand Opening am Festivalfreitag auf der Utopia Stage wird bei Rock am Ring von zwei viel gefragten Top Acts bestritten, die die Bühnen der größten Festivals dominieren. Bei Rock im Park eröffnen am Festivalsonntag zwei absolute Publikumslieblinge, die von der Musikszene gefeiert und von ihren Fans verehrt werden, die Utopia Stage. Wer es ist, wird nicht verraten, bis die Shows beginnen.
Weitere Bands und Highlights werden in den kommenden Monaten verkündet. Insgesamt erwarten die Fans rund 100 hochkarätige Acts und vier Bühnen bei Rock am Ring und Rock im Park.
Für den 1. November 2024 ist der nächste Preisstufenwechsel geplant. Bis dahin haben Fans Zeit, sich ihre Weekend-Tickets zum aktuellen Preis von 219 Euro Rock am Ring und 278 Euro Rock im Park zu kaufen.
Termine:
Rock am Ring: 6.–8. Juni 2025, Nürburgring, Eifel
Rock im Park: 6.–8. Juni 2025, Zeppelinfeld, Nürnberg
Eine vollständige Liste der Bestätigungen in alphabetischer Reihenfolge gibt es hier:
A Day to Remember
Adam Angst
Airbourne
Amira Elfeky
Beatsteaks
Biffy Clyro
Boston Manor
Bring Me the Horizon
Brutalismus 3000
Christin Nichols
Creeper
Dead Poet Society
Deafheaven
Defects
Deine Cousine
Die Nerven
Drangsal
Electric Callboy DJ Set
Falling In Reverse
Feine Sahne Fischfilet
Fit For An Autopsy
Frank Turner & The Sleeping Souls
Future Palace
Grade 2
Heaven Shall Burn
Holy Wars
House Of Protection
Idles
Imminence
In Flames
Jinjer
K.I.Z
Kittie
Kris Barras Band
LØLØ
Lorna Shore
Massendefekt
Mia Morgan
Millencolin
Nothing More
Olli Schulz & Band
Polaris
Poppy
Powerwolf
Rise Against
SDP
Seven Hours After Violet
Skillet
Sleep Token
Slipknot
Smash Into Pieces
Soft Play
Spiritbox
Spiritual Cramp
Static Dress
Still Talk
Stray From The Path
Teen Mortgage
Terror
The Ghost Inside
The Prodigy
The Warning
thrown
Tocotronic
Trophy Eyes
Turbostaat
VOWWS
Whitechapel
Zebrahead
ZSK
Es geht zum Endspurt. Auch der dritte Tag bei ROCK AM RING 2024 war wettermäßig ein Traum. Tagsüber nur Sonnenschein, bei klarem Himmel in der Nacht allerdings recht kühle Temperaturen. Glück für alle, die an eine dickere Jacke gedacht haben. Die Sause zum Finale startete dann mit den unverwüstlichen H-Blockx.
Die Band um Henning Wehland ist in den letzten Jahren ziemlich von der Bildfläche verschwunden. Doch am Ring feierte man mit dem ersten Slot am Nachmittag Wiederauferstehung. Das letzte Album ist 17 Jahre alt. Als Opener gab es dessen Titelsong „Countdown to Insanity“. Dabei war der 52jährige Henning topfit und zeigte sich viel agiler als bei den Söhnen Mannheims oder seinen Solokonzerten. Zwölf Jahre war der letzte Auftritt bei Rock am Ring her – 1995 gab es den ersten Gig der deutschen Crossover Pioniere, doch deren damaliger Hit „Risin‘ High“ ist bis heute im Ohr. Daneben ertöntem in dem kurzweiligen Set auch Cover wie „The Power“ und ganz zum Schluss „Ring of Fire“, womit die Band klarstellte, was ihnen der Ring bedeutet. Jetzt soll es schnell wieder auf Tour gehen, denn das Debüt mit dem kultigen Haifisch-Cover feiert 30. Geburtstag. Die ersten Konzerte sind schon ausverkauft.
Im Anschluss hatten die Leoniden zunächst Mühe, die gute Stimmung vor der Utopia Stage zu halten. Die Indierocker aus Kiel, die sich nach dem herbstlichen Sternschnuppenschwarm benannt haben, sind schon seit 2005 aktiv und werden demnächst ihr viertes Album „Sophisticated Sad Songs“ veröffentlichen. Das Publikum war am dritten Tag sehr müde und es war heiß. Dennoch legten die Leoniden einen mitreißenden Auftritt hin, der als Weckruf auch das Cover „Teenage Dirtbag“ bereithielt.
Eine coole Aktion war es, mitten in der Menge ein Klavier aufzubauen, an dem sich Sänger Jakob Amr niederließ. Es gab unter anderem „Take On Me“, stimmgewaltig von den Ringrockern mitgesungen. Als Vorgeschmack auf das neue Album brachten die Leoniden ihre brandaktuelle Single „Balance Of Love“ mit Ohrwurm-Hook und schönem Klanggerüst.
Apropos schön: Weniger gediegen ging es bei Hanabie zur Sache, einer Metalcore Band aus Japan. Wer jetzt wieder eine liebliche Tanz-Choreo wie bei Babymetal erwartet hatte, wurde eines Besseren belehrt. Die Sängerinnen Yukina und Matsuri lieferten vor allem hohen Gesang und verstörende Screams. Das war dann doch zuviel des Guten, also zurück zur Hauptbühne.
Auf der Utopia Stage waren jetzt mehrere Stunden Deutschrock angesagt. Das hatte man in letzter Zeit selten am Ring, zumindest in dieser Konzentration. Den Anfang machten MADSEN, seit 13 Jahren endlich mal wieder vor Ort. Die Brüder aus dem Wendland waren sichtlich hungrig, den Fans ihre nach wie vor vorhandene Energie zu zeigen. Und sie haben’s noch drauf!
Der Set startete passend mit „Ein bisschen Lärm“ und „Mein Herz bleibt hier“. Der Schlagzeuger sang crowdsurfend aus der Menge. „Macht euch laut“ hieß die Devise, bevor nach „Nachtbaden“ das Robbie-Cover „Angels“ alle zum Mitsingen brachte. Pünktlich zur Europawahl gab es den neuen Song „Faust hoch gegen Faschismus“, der den Nerv der Menge traf. Und eine ganz wichtige Botschaft zum Schluss: „Lass die Musik an“, eine Hymne mit magischer Wirkung, bei der auch schon mal Polonäse getanzt wurde. Dieser Gig hat einen Riesenspaß gemacht und MADSEN haben hoffentlich viele Freunde (zurück)gewonnen.
Wanda aus Österreich überzeugten mit energischem Gitarrenrock und Hits wie „Jurrassic Park“, „Ich will Schnaps“ und „Columbo“. Das neue Album „Ende nie“ ist erst am Freitag erschienen. Die noch ganz frischen Songs drücken das Lebensgefühl einer Generation aus. Auch am Ring hatte man sich jetzt auf den deutschsprachigen Block eingestimmt und feierte kräftig mit.
So war es äußerst passend, dass die Donots nach ihrem furiosen Auftritt am Samstag noch eine Überraschung für Sonntag in petto hatten. „Wir haben vergessen, die Zugabe zu spielen“, hieß es von Ingo und Guido Knollmann. Man hatte sich auf einer Hebebühne auf der rechten Seite der Stage platziert, wo der Aufbau für Kraftklub in vollem Gange war. Unter Riesenjubel wurde die Hydraulik nach oben gefahren und sichtbar für alle gab es einen Set mit tanzbaren Rockern wie „Fight For Your Right“ und „We’re Not Gonna Take It“. Die Party wurde nur von den aktuellen Wahlergebnissen für die AfD getrübt: „Ein Tag, an dem ich kotzen könnte“, vermeldete Ingo.
Kraftklub hatten sich traditionell in Schwarz-weiß gekleidet und starteten mit „Unsere Fans“. Es gab einen eleganten roten Vorhang, der immer wieder geöffnet und geschlossen wurde. Gleich zum Start wurde eine Riesenladung Konfettibänder in die Luft geschossen. Dann ging es weiter mit Songs wie „Wittenberg ist nicht Paris“, „Chemie Chemie Ya“ und „Wie ich“. Zwei Zuschauerinnen namens Emma und Greta durften sich auf der Bühne einfinden und am Glücksrad drehen. Gewonnen hatte der Titel „Am Ende“.
Als Revanche gingen Kraftklub ins Publikum für ein Bad in der Menge und ein Akustikset. „Kein Liebeslied“ war der Beweis dafür, dass neben aller Härte auch emotionale Töne möglich sind. „Angst“ schlug ebenfalls in diese Kerbe – und war zudem passend, als es wieder eine Anspielung auf das Wahlergebnis gab. „Nazis raus“ aus der Kehle von fast 90.000 Menschen brachte die Band zu einem Statement gegen Rassismus, Faschismus und Homophobie. Gegen die verkackte AfD helfe wohl nur noch die Antifa, hieß es. Vor der Zugabe dann der Song „Randale“ und der Aufruf, alles in die Luft zu schmeißen, was man bei sich trägt.
Der Auftritt von Måneskin war weniger spektakulär als erwartet, aber man brauchte auch nicht viel Brimborium, um die Masse zu begeistern. Was hat diese Band für eine Karriere hingelegt? 2016 waren sie noch Schulband – und dann der Sieg 2021 beim „Eurovision Song Contest“. Für die meisten ist die Teilnahme an dieser Veranstaltung der Todesstoß, doch für Måneskin ging es erst richtig los. Eine Welttournee mit ausverkauften Konzerten war das Ergebnis. Am Ring sorgten sie vor zwei Jahren am frühen Abend für Furore – jetzt waren sie Headliner.
Das Konzert hatte einen beeindruckend geilen Sound, egal ob es Stimme, Gitarren oder Schlagzeug betraf. „Don’t Wanna Sleep“ war die Devise, dann gab es „Gossip“ und schon früh den ESC-Song „Zitti E Buoni“. Das Cover von „Beggin'“ war ein erstes Highlight, wobei Sänger Damiano David diesem Hit ganz neuen Glanz verlieh. Bassistin Victoria De Angelis ließ sich von den Zuschauer*innen auf Händen tragen. Bei „I Wanna Be Your Slave“ tobte das komplette Infield. Ein grandioser Gig in kalter Nacht.
Parkway Drive sorgten auf der Mandora Stage für hitzige Stimmung, um die geringen Temperaturen auszugleichen. Die Band aus Australien setzte auf Pyros und Growls – ein düsterer Abschluss für RAR 24. Der Bühnenaufbau mit Podesten für Schlagzeug und Gitarren war sehr wirkungsvoll. Bei „Idols and Anchors“ fand sich Shouter Winston McCall inmitten der Crowd, für „Crushed“ gab es ein Violinen-Intro und nach dem letzten Song „Wild Eyes“ ein großes Feuerwerk.
ROCK AM RING 2024 ging so mit einem heftigen Knall zu Ende. Jetzt stehen die Zeichen bereit für das Jubiläum im nächsten Jahr. Was bleibt von der aktuellen Auflage? Es war insgesamt (hard)rockiger. Die Rufe der Fans sind also erhört worden. Back to the roots? Nicht wirklich. Im Jahr 1992 waren beispielsweise neben Pearl Jam auch Elton John, Bryan Adams und Marillion am Start. Heutzutage undenkbar.
Was mir jetzt im Ohr bleibt, ist der gelungene Start mit Querbeat. Karneval am Ring? Funktioniert. Dann waren die Ärzte nicht in Plauderlaune, was ihrem Auftritt hörbar gut tat. Donnerstags war ich von Against The Current überrascht. Electric Callboy haben definitiv den Vogel abgeschossen und die beste Performance des Festivals hingelegt. Das war einfach grandios – was für eine Liveband! Green Day haben aktuell mit zwei Jubiläumsalben eine hervorragende Setlist. Der Sonntag war solide, aber wirklich herausragend fand ich niemanden. Vielleicht MADSEN, die nachmittags richtig Schwung in die Bude brachten.
Ausblick 2025
Viel Zeit, sich auszuruhen, bleibt nicht: Das Jubiläumsjahr steht vor der Tür – und damit ein herausragendes Festivalwochenende, das in der langen Geschichte von Rock am Ring und Rock im Park einen Ehrenplatz einnehmen wird. Vom 6. bis 8. Juni 2025 feiert Rock am Ring vierzigstes und Rock im Park dreißigstes Jubiläum. Ein besonderer Anlass, zu dem die Veranstalter sich einiges haben einfallen lassen, so soll es 100 Acts und erstmals vier (!) Bühnen geben.
Das Beste: Der erste Headliner steht bereits fest. So lassen es sich die US-amerikanischen Metal-Helden von Slipknot nicht nehmen, persönlich zu gratulieren – sie sind als einer der Headliner bei Rock am Ring und Rock im Park 2025 bestätigt und feiern gleichzeitig ihr eigenes großes Jubiläum. Vor 25 Jahren veröffentlichten die maskierten Ikonen ihr legendäres Debütalbum „Slipknot“. Ein Grund mehr zum Feiern. Der Vorverkauf startet sofort.
Alle Fotos auf dieser Seite von Rainer Keuenhof.
Die Fotogalerie vom Finale am Sonntag bei ROCK AM RING 2024 mit Biohazard, Hatebreed, H-BlockX, Madsen, Parkway Drive, Donots, Fear Factory, Machine Head, Of Mice And Men, While She Sleeps, Polyphia, The Art Is Murder – Fotos: Rainer Keuenhof
Die Fotogalerie von Tag 2 (Samstag) bei ROCK AM RING 2024 mit Against The Current, Dogstar, Royal Republic, Electric Callboy – Fotos: Rainer Keuenhof
Den furiosen Start machte die rockige Brasspop- und Karnevalsband Querbeat (HIER unsre Eindrücke) – und danach ging es dann endlich in die Vollen mit den alten Haudegen Guano Apes aus Göttingen, die sich 2006 mal aufgelöst hatten, seit 2009 aber wieder kräftig in der Szene mitmischen. Wäre auch schade um die Stimmgewalt von Sandra Nasić, die am Ring ordentlich mit „You Can’t Stop Me“ loslegte und spätestens mit ihrem Überhit „Open Your Eyes“ das komplette feiernde Volk auf ihrer Seite hatte.

Das Bühnenbild erinnerte passend an „Planet der Affen“ und Sandra erschien im pinken Umhang. Neben den eigenen Songs gab es ein grandioses Eminem-Cover („Lose Yourself“), bei dem das komplette Infield bis zurück zum Riesenrad mitfeierte. Inzwischen war der Laden bis in die letzten Ecken gefüllt. Für den Slot zwischen 15 und 16 Uhr ganz ordentlich.

Danach ging es zu Wargasm auf die Orbit Stage. Hier mit Milkie Way ebenfalls wieder eine Frau auf der Bühne und am thrashigen Gesang. Man will sich diesmal nicht vorwerfen lassen, dass die Bühnen fest in Männerhand sind. „Angry songs for sad people“ hieß die Devise, der man vor allem musikalisch gerecht wurde. Milkie mit weißen Haaren und knappem Bikini legte eine recht anzügliche Performance vor, wenn sie vor ihrem Bandpartner Sam Matlock auf die Knie ging und dessen Gitarre in Form eines Blowjobs anbetete. So haben sich die Feminist*innen einen stärkeren Anteil an Frontfrauen vermutlich nicht vorgestellt, aber es war nicht alles sexuell untermalt – die Band bestach durch eine laute und heftige Performance mit gutem Sound und Growls bei Songtiteln wie „Fukstar“, „D.R.I.L.D.O.“ oder „Bang Ya Head“.
Und direkt im Anschluss nochmal weibliche Vocals auf der Orbit Stage. Hannah Collins von Scene Queen aus Ohio war eine Offenbarung in Pink. „Barbie goes Metal“, so muss man wohl sagen. Die Songtitel waren so aussagekräftig wie Hannahs Outfit: „Pink Panther“, „Pink Push-up Bra“, „Pink G-String“, „Pink Paper“, „Pink Whitney“, „Pink Rover“ – man konnte der grellen Farbe nicht entgehen. Aber es wäre nicht fair, die Band auf diese Spielereien zu reduzieren. Es gab harte Gitarren und ein mit viel Sarkasmus zelebriertes Männer-Bashing. Collins ließ da auch kein gutes Haar an den männlichen Bandmitgliedern, die nach ihrer Pfeife tanzen mussten. Es wurde gar das mir bisher völlig unbekannte Genre „County Metal“ mit pinkem Cowboyhut geboten. Starke Performance.
Hier die ultimative Fotogalerie von Tag 1 (Freitag) bei ROCK AM RING 2024 mit AsInHell, Crosses, Guano Apes, Kerry King, Queens of the Stone Age, Querbeat – Fotos: Rainer Keuenhof
Seht hier unsere Fotogalerie von QUEENS OF THE STONE AGE am 7.6.2024 bei ROCK AM RING, Fotos: Julia Nemesheimer
Seht hier unsere Fotogalerie von den DROPKICK MURPHYS am 7.6.2024 bei ROCK AM RING, Fotos: Julia Nemesheimer
Seht hier unsere Fotogalerie von ROYAL BLOOD am 7.6.2024 bei ROCK AM RING, Fotos: Julia Nemesheimer
Seht hier unsere Fotogalerie von ENTER SHIKARI am 7.6.2024 bei ROCK AM RING, Fotos: Julia Nemesheimer
Seht hier unsere Fotogalerie von QUERBEAT am 7.6.2024 bei ROCK AM RING, Fotos: Julia Nemesheimer
Pünktlich um 13.45 Uhr ging es los und das Team von ROCK AM RING hatte mal wieder ein absolut glückliches Händchen für den Opener. Querbeat aus Bonn bzw. Köln hatten ja quasi ein Heimspiel in der Eifel und brachten eine ordentliche Portion Karneval mit.
Wer feiern wollte, hatte natürlich schon zwei Tage lang Gelegenheit dazu, denn sowohl am „Rocksquare“ direkt neben dem Haupteingang und in der „Eventarena“ beim offiziellen „Camping am Nürburgring“ gab es schon Mittwoch und Donnerstag ordentlich Beschallung. Kochkraft durch KMA feierten gestern den totalen Abriss und stimmten das Publikum hervorragend auf das Festival ein. Ihre Songs sind laut und wie geschaffen fürs Feiern. Auch die politische Haltung, denn die AfD bekam unter dem Jubel des Publikums ordentlich ihr Fett weg.
Querbeat starteten heute vor einem schon sehr gut gefüllten Infield. Kein Wunder, bei diesem grandiosen Wetter. Blauer Himmel mit einigen Wolken, nicht zu heiß bei 17-18 Grad und kein Regen in Sicht. So soll es wohl bis Sonntag bleiben. Kaum zu glauben.
Querbeat legten mit viel Bläser-Power und dem Song „Ich schlaf nicht“ los. Gleich darauf gab es schon die Hymne „Nie mehr Fastelovend“ und die Menge war nicht mehr zu bremsen. So muss ein Festival starten. Es gab einige partytaugliche Cover und man schaffte es sogar, die Fans zum Massentanz „Freestyle“ zu bewegen. Doch insgesamt blieb es rockig und eine Flamingo-Tour übers Publikum wurde von „Fight for your right (to party)“ begleitet.
Weiter ging es unter großem Jubel mit „Kein Kölsch für Nazis“ und natürlich durfte der Song für Renate „Du und Deine Disco“ nicht fehlen, bevor es mit „Eisbär“ und „Randale & Hurra“ in den Endspurt ging. Der Auftakt ist geglückt – und weiter geht’s mit Guano Apes, Kerry King, Kreator, den Ärzten und Avenged Sevenfold. Wir werden berichten.
Alle Fotos auf dieser Seite von Rainer Keuenhof.
Berlin, 17.05.2024
Wenn vom 7. bis zum 9. Juni 2024 mit ROCK AM RING und ROCK IM PARK der europäische Festivalsommer eingeläutet wird, steht eine Sache fest: Nur in einem demokratischen Europa der offenen Grenzen kann ein unbeschwertes Festivalwochenende voller Highlights aus Rock, Metal, Hip-Hop, Pop und Indie überhaupt gelingen, wie es das größte deutsche Doppelfestival darstellt.
Am 9. Juni ist in Deutschland Wahl zum Europäischen Parlament, gleichzeitig der letzte Festivaltag bei ROCK AM RING und ROCK IM PARK, mit Highlights wie Måneskin, Kraftklub oder Body Count feat. Ice-T (RaR). Das Wahlrecht ist eine der tragenden Säulen der Demokratie und womöglich war noch nie eine Europawahl so wichtig wie diese. Deshalb unterstützen ROCK AM RING und ROCK IM PARK in diesem Jahr die „Use Your Vote!“ -Kampagne des Europäischen Parlaments und rufen die Musikfans zur Briefwahl auf.
So selbstverständlich wie Isomatte, Schlafsack und Regenjacke ins Festivalgepäck gehören, sollte vor der Abfahrt zum legendären Zwillingsfestival das rechtzeitige Versenden der ausgefüllten Briefwahlunterlagen sein. Denn mit der Demokratie ist es ja ein bisschen so wie mit ROCK AM RING und ROCK IM PARK: Sie ist nicht selbstverständlich und lebt von Teilhabe. Nur wenn alle mitmachen, kann etwas wirklich Großes entstehen. Es ist ein Privileg, die Wahl zu haben.
Getreu dem „Use Your Vote!“-Motto – „Nutze deine Stimme, sonst entscheiden andere für dich!“ – wird die Briefwahl-Kampagne deshalb nicht zuletzt von Künstler:innen wie den Guano Apes unterstützt.
Sind die Briewahlunterlagen einmal verschickt, steht einem unvergesslichen Festivalerlebnis nichts mehr entgegen. Über hunderttausend Fans werden traditionell am ersten Juniwochenende ein unbeschwertes Festivalwochenende feiern, bei dem neben mehreren Neuerungen die Musik der internationalen Top-Acts im Zentrum steht.
Im Herbst 2023 wurde erstmals in der Geschichte von ROCK AM RING und ROCK IM PARK das komplette Line-Up der beiden Großfestivals auf einen Schlag bekanntgegeben, und das hat es in sich: Mit Green Day, Die Ärzte, Queens of The Stone Age, Måneskin, Kraftklub, Broilers, Babymetal u.v.a. geben sich die wichtigsten Top-Stars und Newcomer der Gegenwart die Klinke in die Hand.
Berlin, 27.03.2024
Die beiden Festivals Rock am Ring und Rock im Park gehen in die nächste Phase und starten am Donnerstag, 28. März um 12:00 Uhr, den Vorverkauf ihrer Tagestickets in der ersten Preisstufe für 109 Euro. In knapp 3 Monaten läuten sie den Festivalsommer 2024 ein und begrüßen ihre Fans vom 07. bis 09. Juni in der Eifel und in Nürnberg mit einem Mega-Line-Up.
Bereits ein Jahr vor den großen 2025er Jubiläumseditionen, 40 Jahre Rock am Ring und 30 Jahre Rock im Park, feiert Deutschlands größtes Zwillingsfestival 2024 mit einem spektakulären Line-Up, das in ganz besonderem Maße auf eine Exklusivität setzt.
Måneskin, Kraftklub, Billy Talent und Babymetal spielen ihre einzigen beiden Deutschlandshows 2024 am Ring und im Park. Für Avenged Sevenfold, Queens Of The Stone Age, Electric Callboy, Bad Omens und Beartooth werden Rock am Ring und Rock im Park die einzigen Festivalauftritte 2024 in Deutschland sein.
Green Day zelebrieren 30 Jahre Dookie und 20 Jahre American Idiot. Die Ärzte geben ihre einzigen Shows neben den beiden Open Airs in Berlin und die Broilers feiern ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum.
Festival- als auch Campingtickets erfreuen sich einer hohen Nachfrage. Eine Vielzahl der Premium-Campingkategorien ist bereits auf beiden Festivals ausverkauft. Nun freue man sich auch den Tagesgästen das Festivalerlebnis anbieten zu können, heißt es von Seiten der beiden Veranstaltenden eventimpresents, DreamHaus und ARGO Konzerte.
Ab Donnerstag, 28.03., 12:00 Uhr, haben Fans die Möglichkeit, Tagestickets für die beiden Festivals Rock am Ring und Rock im Park zu erwerben.
Tickets und alle weiteren Infos unter rock-am-ring.com und rock-im-park.com.
Eine vollständige Liste der Bestätigungen in alphabetischer Reihenfolge gibt es hier:
††† (Crosses)
311
Against The Current
Antilopen Gang
Asinhell
Atreyu
Avenged Sevenfold
Babymetal
Bad Omens
Beartooth
Betontod
Billy Talent
Biohazard
Blackout Problems
Body Count Ft. Ice-T
Broilers
Cemetery Sun
Corey Taylor
Counterparts
Descendents
Die Ärzte
Dogstar
Donots
Dropkick Murphys
Electric Callboy
Enter Shikari
Fear Factory
Fit For A King
Green Day
Guano Apes
Hanabie
Hatebreed
H-Blockx
Heriot
James And The Cold Gun
Jazmin Bean
Kerry King
Kraftklub
Kreator
Kvelertak
Landmvrks
Leoniden
L.S. Dunes
Machine Head
Madsen
Malevolence
Måneskin
Neck Deep
Of Mice & Men
Parkway Drive
Pendulum
Pennywise
Pinkshift
Polyphia
Queens Of The Stone Age
Querbeat (nur bei Rock am Ring)
Royal Blood
Royal Republic
Scene Queen
Schimmerling
Skindred
Sondaschule
Team Scheisse
The Interrupters
The Last Internationale
The Scratch
Thy Art Is Murder
Trettmann
Underoath
Wanda
Wargasm
While She Sleeps