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Urheber/Fotograf: Heyne Verlag

Andreas Brandhorst "Eternia"

Packender Auftakt zu einer groß angelegten Zukunftssaga

Andreas Brandhorst ist einer der wichtigsten deutschsprachigen Science-Fiction Autoren. In den letzten 50 Jahren hat er nicht nur zahlreiche Einzelwerke und Roman-Reihen veröffentlicht, sondern sich auch als Übersetzer einen Namen gemacht. Vor kurzem hat er angekündigt, aus gesundheitlichen Gründen bald mit dem Schreiben aufzuhören. Einige Bücher sind aber noch in Arbeit, unter anderem die Eternia-Trilogie, deren erster Band aktuell erschienen ist.

In einer fernen Zukunft hat sich die Menschheit über die ganze Galaxis ausgebreitet, während die Erde längst durch einen Meteoriteneinschlag unbewohnbar geworden ist. Vom Regierungzentrum Proxima aus leitet die unsterbliche Souveränin Amaya Mo bereits seit fast 7000 Jahren die Geschicke der ewigen Republik Eternia, unterstützt von 99 besonders langlebigen Bewahrern. Da entdeckt der junge Prognostiker Marek Zimber in der Topographie der Zukunft eine Unregelmäßigkeit, die das Bestehen der Republik langfristig bedrohen könnte: Auf dem von feindseligen Arachniden besiedelten Planeten Arkturion entwickelt das Mädchen Sinja, einzige Überlebende eines Raumschiffabsturzes, durch den Kontakt mit einem uralten Artefakt besondere Kräfte. Sie befriedet die Bewohner Arkturions und ist bald als Heilerin über den Planeten hinaus bekannt. Amaya Mo sendet den Bewahrer Baltasar nach Arkturion, um Sinjas Kräfte zu erforschen und sie notfalls zu beseitigen. Doch auch Marek beschränkt sich nicht mehr nur auf das Beobachten von möglichen Entwicklungen, sondern versucht die Zukunft in seinem Sinne zu beeinflussen…

Das Setting von Eternia hat mich von Anfang an fasziniert, und ich bin jetzt schon äußerst gespannt, wie es mit der ewigen Republik im nächsten Band der Trilogie weitergeht. Mit den drei Hauptpersonen Sinja, Amaya Mo und Marek hat Andreas Brandhorst faszinierende unterschiedliche Charaktere aufgebaut, und er ermöglicht mit den verschiedenen Handlungssträngen vielfältige Blickwinkel auf ein mögliche zukünftige Gesellschaft. Dabei ergeben sich Fragen und Herausforderungen, die uns teilweise heute schon beschäftigen und auf die es wohl nie eine ultimativ richtige Antwort geben wird.

Um sich in der komplexen Welt von Eternia zurechtzufinden, hilft übrigens ein Blick in den ausführlichen Anhang. Dieser enthält nicht nur ein Personenverzeichnis und ein Glossar zu wichtigen Begriffen, sondern auch eine historische Übersicht der Ereignisse von 2039 unserer heutigen Zeitrechnung bis zum Beginn des Romanes im Jahre 6963 der neuen Zeitrechnung. Hier zeigt sich einmal mehr, wie ernst Andreas Brandhorst den Begriff Science Fiction nimmt und wie viel Liebe zum Detail in seinen Romanen steckt.

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