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Urheber/Fotograf: Nettwerk

James Vincent McMorrow "Wide open, horses"

Unsere Wertung: 7 von 9 Punkten.

Das Glück der Erde

Der irische Folkpop-Musiker James Vincent McMorrow begann zunächst als Schlagzeuger in einer Heavy-Metal-Band. Das mag ein Grund dafür sein, dass er sich schwerlich auf eine Musikrichtung festlegen lässt. Singer/Songwriter, ja, aber da schleichen sich immer wieder experimentelle Sounds und Effekte in seine Musik, was auch dem aktuellen Album „Wide open, horses“ sehr gut tut. Dabei besticht der Sänger durch zeitweise sehr hoch angelegte Vocals, die manchmal weinerlich klingen und die Melancholie des Albums begründen.

„Wide open, horses“ ist ein ehrliches Abbild von allem, was McMorrow bis zu diesem Punkt gebracht hat. Das Album steht für eine Wiedererlangung seiner Erzählung, einer befreienden Selbstakzeptanz und dem Wiederaufbau seines Selbstbewusstseins und seiner Verbindung zur Musik.

Er selbst sagt über das Album: „Für mich geht es in dem Album darum, Erleichterung vom Kreislauf des Lebensdrucks zu finden. Ich glaube nicht, dass die Theorie ‚Modernität gleich besser‘ heutzutage viel Substanz hat. Je mehr Technologie wir hinzufügen, desto unglücklicher scheinen alle zu sein. Ich möchte nicht rückwärts gehen, aber ich habe ein Gefühl der Nostalgie und des Glücks im Album gespürt. Es wäre großspurig von mir zu glauben, dass ich einem durch Worte und Texte eine tiefgründige Erleichterung bieten könnte, aber vielleicht kann ich es… Die Aufgabe besteht darin, ein Album zu machen, das ich liebe und hoffentlich eine Pause bietet. Vielleicht können wir alle zu einem Leben zurückkehren, in dem wir nicht so besessen davon sind, aus allem unbedingt eine Bedeutung zu ziehen.“

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So gibt es vor allem akustische Songs mit Folk- und Countryeinschlag, Steal Guitar und viel Rhythmus. Das leise „Never Gone“ als Opener wird beispielsweise von der epischen Hymne „Look up!!“ abgelöst. Bei den meisten Tracks lässt sich McMorrow viel Zeit für den Songaufbau und 5minüter sind keine Seltenheit. So kommt das Album auch ohne Mühe zu einer fast einstündigen Länge.

Der Titelsong ist ein wehmütiges Kleinod mit chorischen Passagen. Da liegt James‘ große Stärke, so viel Emotion in einen Song zu legen und den Hörer konsequent mitzunehmen. So auch bei „Give Up“, das mit Kinderstimmen beginnt und den plärrenden Rhythmus elegant zu einem tanzbaren Track fortführt. „Things We Tell Ourselves“ hat zum elektronischen Beat auch Violinen- und Pianoklänge zu bieten. So entsteht ein lässiger Song über innere Monologe und Selbstvertrauen.

Insgesamt ist das Album mehr im Folk verwurzelt, als die Vorgänger. Gut so, denn hier liegt McMorrows größte Stärke!

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