Der irische Singer/Songwriter Mick Flannery wuchs außerhalb von Blarney im County Cork auf. Als Musiker zählt er zu den angesehensten zeitgenössischen Folk- und Americana-Künstlern Irlands. Seine Musik verbindet Folk, Blues, Rock und Singer-Songwriter-Elemente mit einer markanten, rauen Stimme und erzählerischen Texten. Damit tritt er in die großen Fußstapfen von Rory Gallagher, der ebenfalls aus dieser Region stammt.
Seit dem Debüt „Evening Train“ begeistert Mick mit seinen oft nachdenklichen, persönlichen Geschichten. Mit „The House Must Win“ knüpft er an diese Stärken an und präsentiert ein Album, das zugleich introspektiv und atmosphärisch wirkt. Die Songs sind geprägt von reduzierten Arrangements, die seiner markanten Stimme und den fein ausgearbeiteten Texten viel Raum geben. Statt auf große Effekte setzt Flannery auf Ehrlichkeit und subtile musikalische Nuancen.
Das Album enthält Neuinterpretationen von Songs aus „Evening Train“ von 2005 – ergänzt durch zehn neue Lieder und orchestrale Arrangements, die die gesamte Handlung seiner Bühnenproduktion gleichen Namens umfassen. Diese feierte in den vergangenen fünf Wochen ihre Weltpremiere in Irland und begeisterte im Rahmen einer ausverkauften Musical-Tournee.
Mick hat viele der ursprünglichen Songs neu arrangiert, teilweise umgeschrieben und in einen neuen dramaturgischen Zusammenhang gestellt. Hinzu kommen zehn neue Stücke, die die Handlung erweitern und vertiefen.
Eine ganze Reihe von Gastkünstlern unterstützt Flannery auf dem Album bei zahlreichen Duetten und Ensemble-Stücken. Zu ihnen zählen die Grammy-Preisträgerin Anaïs Mitchell, der Songwriter Jeffrey Martin aus Portland, die mehrfach für den Juno Award nominierte Kanadierin Jenn Grant, die für den Mercury Music Prize nominierte Lisa Hannigan sowie die für den Choice Music Prize nominierte Susan O’Neill.
Ebenfalls mit dabei sind die Folk-Sängerin Marybeth O’Mahony aus West Cork, Flannerys langjährige musikalische Weggefährtin Yvonne Daly, die Belfaster Künstlerin und „The House Must Win“-Darstellerin Tabitha Smyth – und nicht zuletzt Flannerys Brüder Brian, David und Eamonn, die auf diesem Album ihr Debüt als Musiker geben.
Thematisch beschäftigt sich das Album (wie das Stück) mit Verlust, Beziehungen, Hoffnung und der Suche nach Orientierung. Die Texte wirken authentisch und laden dazu ein, sich intensiv mit den Geschichten und Gefühlen auseinanderzusetzen. Es ist ein ungewöhnlicher Weg eines Folkmusikers, sein Konzeptalbum als Musical zu inszenieren. Hier kann man jedenfalls sagen: ein großer Gewinn!














