Sarah Lesch gehört zu den profiliertesten Stimmen der neuen deutschsprachigen Liedermacherszene. Seit über zehn Jahren steht sie für handgemachte Musik, präzise Sprache und eine künstlerische Haltung, die sich konsequent zwischen persönlicher Nähe und gesellschaftlicher Verantwortung bewegt. Ihre Songs verbinden poetische Intimität mit politischer Klarheit – ohne Parolen, aber mit spürbarer Wirkung.
Mit erfolgreichen Album-Veröffentlichungen, Millionen Streams, ausgedehnten Tourneen und Auftritten auf renommierten Festivals hat sich die Künstlerin aus Altenburg, die vor wenigen Tagen ihren 40. Geburtstag feierte, weit über die klassische Liedermacherszene hinaus etabliert. In den sozialen Medien und auf den Streaming-Diensten folgen ihr viele zehntausende Fans.
In der Stummschen Reithalle Neunkirchen startete sie ihre aktuelle Tour „Poesie & Widerstand“. Das neue Album gleichen Namens, das am 17.4. erscheinen wird, bewegt sich zwischen Intimität und gesellschaftlicher Gegenwart, zwischen Waldrand und Weltgeschehen. Sarah schreibt aus einer Haltung heraus, die Widerstand in unseren krisenhaften Zeiten nicht als Aufruf zum Grabenkampf versteht, sondern als unbedingte Pflicht, gerade jetzt in der Liebe zu bleiben. Es sind Songs über die Kraft, die entsteht, wenn Menschen sich nicht voneinander trennen lassen. Unaufgeregte Klarheit statt Zynismus. Ein leises, aber beharrliches Leuchten im Dunkeln.
So war auch der Abend in Neunkirchen, bei dem sie ihre ganze Vielfalt zeigte. Klare politische Aussagen, aber auch immer der Wunsch, menschlich zu bleiben und in Romantik sowie Poesie zu schwelgen. So las Sarah einige ihrer Songtexte wie altertümliche Gedichte vor und erntete dafür viel Applaus. Getrübt wurde der Abend nur von einem penetrant nervigen Typen, der sich schon nach knapp 15 Minuten Konzertlänge beschwerte, dass die Bar während des Gigs geschlossen sei. Er habe Durst. Sarahs Bitte, sich bis zur Pause zu gedulden, fruchtete nicht – so musste ein „Rauswerfer“ tätig werden.
Zum Glück ließ Sarah sich nur kurz aus der Ruhe bringen und lieferte eine bezaubernde Performance mit ihren beiden instrumentalen Begleitern. Wer sich Sorgen um den Bestand der deutschen Liedermacherszene macht – jetzt wo Wader, Wecker & Mey nur noch selten in Erscheinung treten – sollte ein Konzert von Sarah Lesch besuchen. Sie ist einfach fantastisch!
(Alle Fotos: Atelier3Bären)






























































































