Der musikalische Mikrokosmos in Hamburg – Reeperbahn Festival 2026
Wer beim Reeperbahn Festival nur an Musik denkt, hat eigentlich schon verloren. Natürlich geht es um Bands, Künstler*innen, Konzerte und neue Songs. Aber mindestens genauso sehr geht es um Hamburg, den Kiez, volle Straßen, kleine Clubs, lange Tage und Nächte sowie die ewige Frage: Wo gehe ich als Nächstes hin? Denn es gibt unendlich viele Möglichkeiten und unterschiedliche Strategien. Man lässt sich einfach treiben, man sucht sich spannende Acts aus der sehr langen Liste in der App, man schaut, welche Location grad in unmittelbarer Nähe ist, oder man stolpert einfach in die Richtung, aus der wohlige Töne erklingen.
Auch 2026 wurde die Reeperbahn wieder zum musikalischen Wimmelbild. Während an einer Ecke gerade jemand vor einem überschaubaren Publikum seinen ersten großen Schritt machte, wartete zwei Straßen weiter vielleicht schon der nächste Geheimtipp. Genau dieses Gefühl macht das Reeperbahn Festival so spannend – und manchmal auch ein bisschen anstrengend. Die Mission war klar: sich treiben lassen, zuhören, überraschen lassen und möglichst viele neue Lieblingssongs mit nach Hause nehmen. Und es gab an vier Tagen viel zu entdecken!

Mittwoch, 16. September 2026
Nach der (wen wundert’s?) recht chaotischen Bahnfahrt vom Südwesten in den Norden kam ich doch pünktlich am Hotel an, konnte einchecken und mich schnell ins Gewühl stürzen. Am Spielbudenplatz hatte gerade Josy ihren Set begonnen. Man kennt sie noch von „The Voice Kids“, damals im Verbund mit ihrer Schwester Mimi. Als Solokünstlerin ist sie sichtlich erwachsen geworden und brachte eine Mischung aus verträumtem Pop und R&B mit starker stimmlicher Energie mit.

Am N-Joy Reeperbus war eine alte Bekannte zu finden: Antje Schomaker hatte sich für einige Jahre aus dem Showgeschäft zurückgezogen, doch nun will sie mit neuem Album wieder durchstarten und lieferte einige neue Songs und persönliche Geschichten. Zum einen über „The love of my life“, ihren Freund, der sie von Berlin zurück nach Hamburg gebracht hat. Hauptthema war aber auch der Komplex sexualisierter Gewalt, der sich in den neuen Songs widerspiegelte und zu einem eindringlichen Appell führte, nicht jedem „Buddy“ zu vertrauen und ihm nicht alles zu verzeihen.

Haller, bürgerlich Martin Ody, hatte es sich auf der Acoustics Bühne im Festival Village gemütlich gemacht. „Halt dein Maul“ hieß der Signature Song, mit dem er das Publikum schnell mitnahm. Kanzler Merz und vor allem die AfD bekamen ihr Fett weg und es tat gut, einen kompletten Platz „AfD – halt dein Maul“ rufen zu hören. Ebenso therapeutisch wie dieses Gemeinschaftsgefühl waren andere Themen wie der Alkoholismus in der eigenen Familie, den Haller ungeschönt besang, und seine Aussagen zur Schönheit in jedem Körper.

Und dann wurde es plötzlich ziemlich laut. Mit den MoreCore Music Awards zog am Mittwochabend eine gehörige Portion Rock, Metalcore und Alternative Music ins Uebel & Gefährlich ein. Für mich war das eine willkommene Abwechslung zum ansonsten so bunten musikalischen Reigen des Reeperbahn Festivals. Statt sich einfach nur zur nächsten Bühne treiben zu lassen, gab es diesmal eine richtige Show – mit Auszeichnungen, Live-Performances und einer Menge Energie. Besonders schön: Hier standen nicht nur die ganz großen Namen im Mittelpunkt, sondern auch Künstler und Bands, bei denen man durchaus das Gefühl bekam, gerade ein Stück Zukunft der Szene mitzuerleben.

Überhaupt war es ungewöhnlich, so starke Metalacts beim RBF zu haben. Die Veranstaltung war bewusst eher als Liveshow denn als klassische Gala angelegt. Und schon der Start mit Avralize aus Rottweil (BaWü) lieferte eine irre Performance, bei der das Publikum mitging. Spätestens als Nothing Bute Thieves für einen Akustik-Set die Bühne betraten, war jedenfalls klar, dass dieser Abend alles andere als ein gewöhnlicher Festivaltermin werden würde. Die MoreCore Music Awards waren für mich ein ziemlich lauter, aber ausgesprochen unterhaltsamer Kontrapunkt zum restlichen Festivalgeschehen.
Und schließlich die Brasilianerin Karen Dió, ehemals Mitglied von Violet Soda. Sie wirbelte von Beginn an über die Bühne und war in ihrer Energie nicht zu stoppen. In der Folge gab es respektable Circle Pits in dem Club im Bunker, um ihre kompromisslose Riot-Grrrl-Power zu würdigen. Während Nothing But Thieves ihrer Rolle als Act der Zukunft für die großen Stadien Europas absolut gerecht wurden, war Karen für mich die größte Überraschung des ersten Festivaltags. Einem Festival wie Rock am Ring würde diese Female Power auch einmal gut tun.

Donnerstag, 17. September 2026
Der Donnerstag startete wieder am Spielbudenplatz, diesmal mit Singer-Songwriterin Kylie Spence. Ihre smarte Stimme mit sanfter Melancholie kann man sich auch auf einem Wohnzimmerkonzert vorstellen, doch sie bestand absolut auf der großen Bühne – auch wenn der Platz am frühen Nachmittag noch sehr leer wirkte.
Anders dann vorm N-Joy Reeperbus, denn Zsá Zsá hatte sich eine große Fanbase mitgebracht, ist sie doch nicht nur als Schauspielerin (Trude bei den „Wilden Hühnern“) sondern auch durch ihre TikTok-Videos bekannt. Ihren musikalischen Stil nennt sie selbst Hyperrap, welcher wie eine Mischung aus Ski Aggu und Ikkimel klingt. Im sexy Outfit und zu elektronischen Klängen performte sie Songs wie „Kissenschlacht“ und „Süß & gefährlich“, wobei die Textstärke im Publikum durchaus beeindruckend war.

Da ich ohnehin grad in der Nähe war, führte mich mein Weg dann zum Club UWE, der ins „Canada House“ umgewandelt worden war. Will heißen: Acts aus Kanada gaben sich hier beim Showcase die Klinke in die Hand und ich hörte mir Kelly McMichael an. Die Singer-Songwriterin stammt aus Ontario und vermittelte eine Soundsignatur zwischen Country und Vintage-Pop mit Anleihen an die 70er Jahre.
Die Musikwelt hat sich verändert – spätestens seit Corona – und so spielen Podcasts eine immer stärkere Rolle in der Rezeption. Das spiegelt sich natürlich auch beim RBF wieder und es gab einige Live-Podcast-Shows im Festivalgeschehen. Das Imperial-Theater, in dem sonst Krimis aufgeführt werden, beherbergte unter anderem „Zwischen zwei und vier“, das Newsletterformat von Melanie Gollin und Rosalie Ernst. Die beiden Gastgeberinnen taten live genau das, was sie im Podcast auch tun: den Scheinwerfer auf das richten, was in der Musikindustrie so schief läuft. Es gab also nette Quiz-Formate wie „Erkenne das Original“ und „Echt oder KI?“, ein musikalisches Kazoo-Experiment aber auch harte und nachdenkliche Fakten zum Rückgang in der Kulturförderung. Die beiden sehen sich als Aktivistinnen und legten überzeugend dar, wie die Kürzungen durch Wolfram Weimar der Wirtschaft letztendlich schaden. Insgesamt war ihre Show ein sehr kurzweiliges Vergnügen.

Auf der fritz-kola-Bühne im Village hatte sich Liska stimmgewaltig mit ihren sonoren Vocals bemerkbar gemacht. „Ich sammle Farben für den Winter“, erklärte sie ihre Mission in Anleihen an das Kinderbuch „Frederick“. Und so darf man ihre Musik auch verstehen. Es sind Songs von Verlusten und Scheitern, beispielsweise in „Hungerspiele“, wo es um ihre Essstörung geht, doch sie beinhalten immer den optimistischen Blick der inneren Stärkung: per aspera ad astra.
Der Platz auf dem Festival Village füllte sich immer mehr, denn es sollte Großes passieren: Jan Delay hatte ein Gratiskonzert angekündigt. Und man muss wissen: Zu diesem Bereich haben auch alle Menschen ohne Festivalbändchen Zugang. Kein Wunder, dass die Fläche schnell gefüllt war und irgendwann der Zugang gesperrt werden musste. Dabei war der Hintergrund für den Auftritt zugleich ernst und absolut positiv besetzt:
Eine ziemlich ungewöhnliche Bühne wartete nämlich auf dem Heiligengeistfeld. YUNOMI sah zunächst einmal aus wie ein bunt bemalter Container – war aber deutlich mehr als das. Hinter dem Kunstwerk steckt ein mobiles Wasseraufbereitungsprojekt, das nach dem Festival nach Kibera in Nairobi gebracht werden soll. Dort kann die Anlage täglich bis zu 50.000 Liter sauberes Trinkwasser liefern. Bevor es allerdings auf die Reise nach Afrika geht, wurde der Container beim Reeperbahn Festival zum Treffpunkt für Musik, Kunst und Begegnung. Shingai Shoniwa von den Noisettes sorgte zunächst für die musikalische Einstimmung, anschließend übernahmen Jan Delay und seine Delaydies.

Jan kramte tief in der Reggae-Ära, ließ alte Songs zum 25jährigen Jubiläum wieder aufleben und zeigte zwischendurch, dass er auch als Rapper immer noch verdammt viel Druck entwickeln kann. Das Ganze hatte weniger den Charakter eines gewöhnlichen Festivalauftritts als einer großen Party mitten auf dem Heiligengeistfeld. Und dann ganz zum Schluss nach 45minütiger Sause der Höhepunkt „Oh Johnny“. Jan schnappte sich den Deko-Schal einer Mitsängerin und das große Wedeln begann, bei dem alle mitmachen mussten. Ein ziemlich durchgeknallter, aber verdammt unterhaltsamer Festivalmoment. Ein kostenloses Konzert mitten im ganzen Trubel, dazu eine ziemlich ungewöhnliche Bühne und vor allem eine Idee, die über den Moment hinausreicht – genau solche Geschichten machen das Reeperbahn Festival dann doch immer wieder besonders.
Der Abend hatte aber erst angefangen. Im KNUST hatte Luiza die Bühne erobert, Tochter eines französischen Jazz-Bassisten und einer brasilianischen Tänzerin. Diese Einflüsse beeinflussen sicht- und hörbar die Musik der frankophonen Künstlerin, die selbst an der Flöte brillierte und Songs performte, die meist schnell und tanzbar waren. Dazu hatten sich auch stilvolle Chansons ins Set geschmuggelt.
Zum Schluss eilte ich zum Club Angie’s in Schmidts Tivoli. Grund war eine Fahrstuhlbekanntschaft im Hotel, als ich mit einer kompletten Bandbesetzung nach unten fuhr. „Gehst du zum Festival? Wir spielen gleich da.“ Es waren Softpower aus Köln, ein quirliges Quartett, das mit entspannten Funk-Vibes überzeugte. Es gab gut gelaunten Indierock mit melodischen Gitarren. Ein Song wie „Zwiebelkeller“ wurde mehrstimmig unter Einbeziehung des Publikums angestimmt. Und um den Wiedererkennungswert zu steigern, gab es mit mit „Believe“ ein formidables Cher-Cover.
Freitag, 18. September 2026
Beim Rausgehen aus der Haltestation der U3 hatte sich ein Straßenkünstler den Platz vor dem Festival Village ausgesucht, um neue Songs auszuprobieren. Es war der Hamburger Michèl von Wussow, den ich schon vor Jahren im Vorprogramm von Silbermond gesehen hatte. Allein mit Gitarre gab er Songs vom dritten Album zu Gehör, das in Kürze erscheinen soll. Es ging um Liebe und Utopien von einer besseren Welt. Sehr intensiv mit einer Attitüde, die das immer größer werdende Zufallspublikum mitnahm und bei der Stange hielt.
In der Prinzenbar hinterm DOCKS hatte sich die Luxemburger Kulturszene mit einem Showcase eingefunden. Da ich fast täglich in dieses kleine Land zur Arbeit fahre, musste ich mich natürlich voller Verbundenheit dort einfinden. Die Kulturszene im Ländle ist enorm und ich bin immer wieder überrascht, was es dort alles zu entdecken gibt. Zum Beispiel Ninon. Die junge Sängerin lieferte Dreampop in einem modernen, transformativen Sound. Voller Sinnlichkeit versank sie in ihren Liedern und war in ihrem Auftreten einfach wundervoll. Eine Performance voller Verletzlichkeit, die mich so schnell nicht los ließ.
Es gab sogar einen Empfang mit „Bouneschlupp & Mettwurst“, dem Luxemburger Traditionsgericht. Besser konnte die Reise in den Südwesten nicht sein. Und dann First Mote, eine Band aus Gitarre bzw. Mandoline und Schlagzeug, die instrumental und experimentell erklangen. Es war eine Mischung aus vertrackten Stücken zwischen Postrock und Folk. Das Ergebnis klang so ungewöhnlich wie der Versuch, diese Musik zu beschreiben. Grandios auf jeden Fall, wie diese beiden Acts die Vielfalt der Musik beschrieben.
Hand of Juno aus Italien hatten inzwischen die Spielbude XL Bühne gekapert und nach Ninon gab es hier die zweite Überraschung des Nachmittags. Goth Metal aus Venedig mit clearem Gesang und deftigen Growls der überwältigenden Frontfrau Melissa Bruschi. Was diese Performerin hier zu bieten hatte, war einfach krass. Man muss sich wohl daran gewöhnen, dass der Metal jetzt auch das RBF erobert und so schnell nicht wieder verschwinden wird. Auch die übrigen Bandmitglieder machten eine gute Figur und das Album „Psychotic Banana“ sollte man sich zu Gehör führen. Live jedenfalls war es eine Wucht.
Nach längerer Verschnaufpause gab es im Imperial mit Dermot Henry den absoluten Kontrast. Der junge Brite hat eine verdammt hohe Stimmlage, die er immer wieder ausspielte. Der Wuschelkopf performte authentische Folk-Perlen mit bittersüßen Texten. Dabei erzählte er vom Wunsch, berühmt zu werden, anstatt daheim im Zimmer zu sitzen und zu zocken („Ich rede nicht von mir. Ich rede von einem Freund.“).
Und grandios, als letztes Highlight des Tages, Fat Dog im DOCKS. Die Schlange zog sich bis zum Operettenhaus – und das will schon was heißen. Bei der Londoner Band um Sänger Joe Love trifft Post-Punk auf elektronische Rave-Elemente, Techno, Punk und eine gehörige Portion Wahnsinn. Der Sänger bewegte sich wie ein Derwisch über die Bühne und suchte permanent den Kontakt zum Publikum, das sich in einen tanzenden Moshpit verwandelte. Das Ergebnis war ein ziemlich wilder Ritt zwischen Dancefloor, Pogo und kontrolliertem Chaos. Fat Dog machen keine Musik zum gemütlichen Zuhören – sie ziehen ihr Publikum hinein. Und genau deshalb funktioniert das Ganze live so verdammt gut. Nach ein paar Minuten stand man nicht mehr einfach vor der Bühne, sondern war irgendwie Teil dieses völlig durchgeknallten Energiebündels geworden. Saxofon, Violine und Tribals taten neben der üblichen Bandbesetzung alles dazu, um den Sound ganz besonders zu machen. Für solche Musiker wurde Livemusik erfunden!
Samstag, 19. September 2026
Der letzte Festivaltag war diesmal der Elbphilharmonie gewidmet, und ich ließ es nach dem tagelangen Stage-Hopping etwas langsamer angehen. Zwischen all den kleinen Clubs, Kneipen und improvisierten Festival-Locations wirkt der Große Saal der Elphi zunächst fast wie eine andere Welt. Umso spannender war es, hier das Moses Yoofee Trio zu erleben, eine instrumentale Band, die 2024 den Deutschen Jazzpreis gewonnen hat.

Was Moses Yoofee am Keyboard, Roman Klobe am Bass und Noah Fürbringer am Schlagzeug zu Gehör brachten, hatte mit gediegenem Jazzabend allerdings herzlich wenig zu tun. Die drei spielen einen modernen, ungemein druckvollen Mix aus Jazz, Fusion, elektronischen Sounds und ein wenig Acid Jazz, lassen ihren Instrumenten aber gleichzeitig jede Menge Freiraum. Mal wirkte das Ganze beinahe filigran, dann wieder trieb Fürbringer seine Drums mit einer Präzision nach vorne, die ordentlich Energie entwickelte. Ein Konzert, das wunderbar zeigte, wie vielseitig das Reeperbahn Festival ist: Plötzlich sitzt man in einem der besten Konzertsäle der Welt und hört Musik, die sich genauso wenig an Grenzen hält wie dieses Festival.

Als um 22.45 Uhr Anna von Hausswolff die Bühne der Elbphilharmonie betrat, wurde es dunkel, intensiv und beinahe unwirklich. Die Schwedin hat diese ganz eigene Fähigkeit, Musik gleichzeitig gewaltig und zerbrechlich wirken zu lassen. Ihre Stimme schwebte durch den riesigen Saal, mal entrückt und fast sakral, dann wieder kraftvoll und unmittelbar. Dazu eine eigentümliche Mischung aus Neoklassik, Avantgarde, Rock und elektronischen Klangflächen. Der Gitarrist spielte sein Instrument bisweilen mit dem Streichbogen und es kam immer wieder zu progressiven instrumentalen Eskapaden. Es war definitiv kein Konzert, bei dem man nebenbei noch schnell seine Nachrichten checkt. Ich saß da und ließ mich in ihre Musik hinein ziehen, die eher einen Sog entwickelte als einfach nur Songs aneinanderzureihen.

Anna saß häufig an der Orgel und damit mit dem Rücken zum Publikum, doch im Rund der Elphi war das natürlich kein Problem. Sie performte barfuß und war nicht nur als Sängerin bzw. Instrumentalistin, sondern auch in schauspielerischem Ausdruckstanz unterwegs. Die Vocals beherrschten jederzeit den Saal, gingen dabei aber oft in lautmalerische Schreie über. Es war unglaublich, was man hier in knapp 90 Minuten an musikalischer Kraft erleben durfte.

Das war der perfekte Abschluss für ein mal wieder wunderbar vielfältiges Festival. Ich will allerdings nicht verhehlen, dass ich zwischen den beiden Elphi-Acts noch im KNUST vorbei schaute, um zum zweiten Mal Antje Schomaker – diesmal mit einem 45minütigen Set in akustischer Bandbesetzung – zu sehen. Es machte einfach Spaß, die Indiepop-Künstlerin wieder in ihrem Element zu sehen, mit alten und neuen Songs. Schön, dass sie ihre kleine Sinnkrise überwunden hat und wieder an den Start geht. Auch dafür ist das Reeperbahn Festival die perfekte Ausgangsbasis!

Kann man ein umfassendes Fazit ziehen? Es gab laut Festivalangaben insgesamt 540 Konzerte von 425 Acts. Der geringe Prozentsatz, den ich gesehen habe, umfasste 27 komplette Shows plus etliches Reinschnuppern und Weiterziehen. Folgende Highlights konnte ich dabei – rein subjektiv – ausmachen:
- Antje Schomaker
- Nothing But Thieves
- Karen Dió
- Jan Delay
- Luiza
- Ninon
- Hand of Juno
- Fat Dog
- Anna von Hausswolff
Bleibt die Vorfreude auf 2027. Das Datum steht fest: 15. bis 18. September – und der „Early Bird“ VVK ist eröffnet!





