Der irische Autor Steve Cavanagh ist vor allem für seine temporeichen Thriller bekannt ist, in denen Justiz, Moral und überraschende Wendungen im Mittelpunkt stehen. Bevor er sich ganz dem Schreiben widmete, arbeitete er als Anwalt in Strafrecht und Zivilrecht. Als Schriftsteller wurde er durch seine Krimireihe über den Anwalt Eddie Flynn bekannt, die inzwischen neun Bände umfasst.
„Kill for me“ ist ein eigenständiger Roman, der ganz bewusst die Story von Hitchcocks Film noir „Der Fremde im Zug“ weiterspinnt. Der Untertitel sagt das schon deutlich: Sie tötet deinen schlimmsten Feind, wenn du ihren tötest… Das ist das Grundsetting der von Beginn an spannenden Geschichte, die ohne viel Blabla in die Handlung einsteigt.
Zur Story: An einem kalten New Yorker Abend lernen sich zwei Frauen in einer Selbsthilfegruppe für Trauernde kennen: Amanda und Wendy können nicht mit der Vergangenheit abschließen, nachdem sie ihre Liebsten durch brutale Verbrechen verloren haben. Beide warten vergeblich darauf, dass der Täter zur Rechenschaft gezogen wird. So schließen sie einen Pakt: Amanda wird den Mann töten, der Wendys Tochter vergewaltigt und ermordet hat. Und Wendy wird Wallace Crone umbringen, den Mörder von Amandas kleiner Jess. Doch der Plan geht schrecklich schief. Denn eine der beiden spielt ein falsches Spiel …
Damit ist schon einiges verraten, doch es geht um sehr viel mehr. Da ist die Handlungsebene um zwei Polizisten, die ein Fall nicht mehr loslässt. Es gibt verschiedene Verbrechen und Morde, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Wenn Cavanagh dann die Fäden zusammenführt, fällt es mir als Leser wie Schuppen von den Augen.
Der Roman ist spannend bis zur letzten Seite und man kann einige Überraschungen erleben. Der Autor bleibt sich treu und baut viele Wendungen ein, die man kaum erwartet hätte. Dabei macht er sich einen Spaß daraus. die Leserschaft mit kleinen Bemerkungen und Szenen in die Irre zu führen. Alles ist sehr klug und logisch konstruiert – und es besteht immer eine emotionale Nähe zu den Hauptfiguren. Auch ohne Eddie Flynn sehr lesenswert!












