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Urheber/Fotograf: Clouds Hill

Aktuelles zu: Annie Taylor

Annie Taylor mit neuer Single und Video

Nach „Lucidity“ und „The Ocean“ veröffentlichten Annie Taylor im April ihre letze Vorab-Single des neuen Albums „Out Of Scale“, welches am 22. Mai via Clouds Hill erscheint.

„Something Ain’t Right“ setzt bei einem Gefühl an, das sich nicht einfach abschütteln lässt. Zwischen Jetlag, flüchtigen Begegnungen und unausgesprochenen Erwartungen gerät etwas aus dem Gleichgewicht. Der Song drängt nach vorn und lässt Zweifel und Überforderung stehen, statt sie aufzulösen. Zwischen dem Wunsch nach Rückzug und dem Anspruch, weiterzumachen, entsteht eine Spannung, die bestehen bleibt. Ein Song über das Eingeständnis von Schwäche, ohne darin stehen zu bleiben.

Passend zur neuen Single und dem dazugehörigen Album kündigt die Band außerdem eine umfangreiche Tour an:
22.05.26 – CH – Zürich, Plaza
24.05.26 – DE – Mainz, Open Ohr
28.05.26 – CH – Luzern, Schüür
29.05.26 – CH – Solothurn, Kofmehl
30.05.26 – CH – Martigny, Sunset Bar
18.06.26 – CH – Bern, Rössli
11.07.26 – DE – Hamm, Open Air Hamm
08.08.26 – DE – Kröning, Labertal Festival
27.08.26 – DE – Dortmund, Subrosa
28.08.26 – DE – Hamburg, Molotow
29.08.26 – DE – Lehrte, Zytanien Festival
01.09.26 – DE – Dresden, Ostpol
02.09.26 – DE – München, Milla
03.09.26 – AT – Graz, Music House
04.09.26 – AT – Wien, Kramladen
08.09.26 – DE – Köln, Bumann & Sohn
11.09.26 – DE – Berlin, Cassiopeia
12.09.26 – DE – Marburg, KFZ
13.09.26 – BE – Antwerpen, Djingel Djangel

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Das dritte Album der Züricher Band, die schon in den USA auf dem SXSW und bei der Radiostation KEXP spielte, handelt von intensiven Gefühlen und chaotischen Beziehungen. «Out of Scale» erinnert an Courtney Barnett und Wet Leg. Die Songs auf dem Album berühren, weil sie sehr roh und intim sind. Weil sie auch schwierigen Zeiten den Platz einräumen, den sie verdienen. Und weil sie Neuanfänge zulassen.

Die Songs mussten einfach raus. Zwischen der US-Tour der Indie-Rockband und Konzerten in Europa nahmen Annie Taylor ihr drittes Album auf. Es heißt «Out of Scale» und ist geprägt von intensiven Gefühlen, chaotischen Beziehungen und großen Träumen.

Mal leidet Sängerin Gini Jungi, ist verletzt und kämpft, mal schwebt ihre Stimme sehnsüchtig über den Gitarrenläufen von Tobias Arn. Und wenn der Bass von Michael Mutter und das Schlagzeug von Daniel Bachmann einsetzen, ist klar, dass jeder dieser neuen Songs das Publikum zum Tanzen bringen kann.

Für ihre Live-Shows ist die Band bekannt, die sich in einer Bar in den Schweizer Bergen nach dem Snowboarden kennenlernte und bereits auf dem SXSW, bei der ikonischen Radiostation KEXP in Seattle, auf dem Levitation Festival in Austin, dem Great Escape und dem Reeperbahn Festival spielte.

Auf «Out of Scale» haben Annie Taylor ihren Sound nochmals weiterentwickelt. Das erste Album «Sweet Mortality» machte die Band scheinbar aus dem Nichts international bekannt. Das zweite, «Inner Smile», nahmen sie in England auf; es war rauer, ehrlicher. Und jetzt haben sie ihren Stil nochmals geschärft. Jeder Song klingt anders und muss doch zwangsläufig auf den nächsten folgen. Auf verzerrte Gitarre und selbstermächtigenden Wut-Grunge folgt repetitive Psychedelia – und dann ein nachdenklicher Song, ruhig schon fast: irgendwo zwischen Courtney Barnett und Wet Leg.

Fotocredit: Danny Kötter

Ein großer Teil der neuen Musik ist im Sommer entstanden, als Zürich fast leer war, weil alle in die Ferien verreisten. Sängerin Gini Jungi erinnert sich an den Geschmack von Sonnencréme und Salz auf ihrer Haut. An Sommerkleider. Und an unendlich viel Zeit zum Nachdenken. Manchmal fühlte sich das gut an, dann, wenn sich eine Nacht ohne Plan entwickelte, im Limbo, und sie trotzdem eine krasse Klarheit spürte. Manchmal saß sie aber auch auf ihrem Teppich in der Wohnung, fühlte sich allein, spielte Gitarre, spürte Verlust, aber auch Dankbarkeit.

Auf Festivals, auf langen Busfahrten und bei späten Shows war sich die Bandmitglieder sehr nahe. Fast nahtlos konnten sie sich so in die Texte von Sängerin Gini Jungi einfühlen und diese gemeinsam vertonen.

Viele Lieder auf «Out of Scale» handeln von Freundschaften und Liebesbeziehungen. Sich sicher fühlen, euphorisch sein, weil eine Person einem die Schönheit der Welt zeigt. Erinnerungen an eine Zeit, in der alles gut war. Dann kommen die Zweifel. Etwas stimmt nicht mehr. «I am not your answer». Ich bin nicht deine Antwort. «And I am not your cure». Und ich bin nicht deine Heilung.

Songs wie «The Ocean» oder «Something ain’t right» finden Melodien für diese Stimmung, diesem Mix aus Verlangen, Sehnsucht und Trost. Mal ist Gini Jungis Stimme im Hintergrund und reduziert, dann, plötzlich, bricht der Nebel auf, und sie ist ganz nah.

Mit der Veröffentlichung des neuen Albums wechselt die Band zum Label Clouds Hill. Neu wird auch Bassist Josip Tijan Annie Taylor verstärken und frischen Schwung reinbringen. Das visuelle Konzept haben Kevin Högger, Studio Végété und Quentin Lacombe gestaltet. Der Mix aus zeitgenössischem Grafikdesign, experimenteller Kunst und Popästhetik spiegelt die Reibung und die Offenheit wider, die das Album auszeichnet.

Sein Ding machen, auch wenn es vielleicht nicht der direkte Weg ist, «Out of Scale», außerhalb der konformen Maßstäbe eben – das ist die Botschaft, die das Album trägt und die schon im Bandnamen steckt. Annie Edson Taylor war eine Lehrerin aus den USA, die ein unruhiges Leben führte und aneckte. 1901 stürzte sie sich als erster Mensch in einem Fass die Niagarafälle hinunter. Verletzt war sie nur am Hinterkopf.

Die neuen Songs von Annie Taylor berühren, weil sie sehr roh und intim sind. Weil sie auch schwierigen Zeiten den Platz einräumen, den sie verdienen. Und weil sie Neuanfänge zulassen. Schon der Opener «Alligator» macht sofort wach, klingt, als ginge es im Bandraum um alles und zeigt, dass nach dem Hadern oft die Erkenntnis kommt: Ich muss mich nicht klein machen, mich auflösen, mich bücken. Ich kann selbst etwas an der Situation ändern.

«Out of Scale» motiviert dazu, nie mit dem Träumen aufzuhören. Sich immer wieder neu zu erfinden. Und dem Stillstand entgegenzuhalten.

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