Eine emotionale Klangreise mit LAZULI in Neunkirchen
Die französische Artrock-Band LAZULI durfte ich in den vergangenen Jahren schon häufig erleben, meist beim Event „Night of the Prog“, das bis vor kurzem jährlich auf dem Loreleyfelsen stattfand. Und jedes Mal war es ein ganz besonderes Konzert. So war ich auch in der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen ganz gespannt, wie die Band dort ankommt – und sie hatte ihr Publikum vom ersten bis zum letzten Ton des 130minütigen Gigs fest im Griff.
Schon beim Betreten der Halle lag eine besondere Atmosphäre in der Luft: erwartungsvoll, fast andächtig, als wüsste das Publikum, dass es mehr als nur Musik hören würde. Als die Band schließlich die Bühne betrat, begann eine klangliche Reise, die sich nur schwer in ein Genre pressen lässt. LAZULI verbinden Progressive Rock mit Chanson-Elementen, Weltmusik und elektronischen Einflüssen – und erschaffen damit einen Sound, der gleichzeitig komplex und zugänglich ist.
Im Zentrum des Geschehens stand Claude Leonetti, dessen einzigartiges Instrument, die selbst entwickelte Léode, sofort alle Aufmerksamkeit auf sich zog. Mit ihr erzeugte er schwebende, fast sphärische Klänge, die sich mühelos über die rhythmische Basis der Band legten. Ruhige, fast zerbrechliche Passagen wechselten sich mit kraftvollen, rhythmisch dichten Momenten ab. Romain Thorel am French Horn und Vincent Barnavol an Percussion & Marimba sorgten für melodische Abwechslung, während Dominique Leonetti den Gesang beisteuerte und Geschichten zu den Songs erzählte.
Die Stücke bauten sich langsam auf, entfalteten sich und mündeten in emotionale Höhepunkte, die das Publikum spürbar mitrissen. Dazu gab es eine abgestimmte Show aus Licht und Videoeinspielern, die die Songs visualisierten. Zum Abschluss fanden sich „Neuf Mains autour d’un Marimba“ – ein virtuoser Abschluss für ein fantastisches Konzert!
(Credit für alle Fotos auf dieser Seite: Atelier3Bären)







































































