Deichbrand 2017 – Die Fotos vom Festival
Hier findet ihr unsere Fotos vom Deichbrand Festival vom 20. – 23. Juli 2017 bei Cuxhaven.
Hier findet ihr unsere Fotos vom Deichbrand Festival vom 20. – 23. Juli 2017 bei Cuxhaven.
Hier findet ihr unsere Fotos vom zweiten Tag von Rock am Ring am 03. Juni 2017 am Nürburgring.
Es ist ein besonderes Jahr für das Vainstream Festival, denn dieses Jahr feiert es sein zehnjähriges Jubiläum. „10 Years Of Punk, Metal and Hardcore“: Und der Wettergott meint es verdammt gut mit den rund 10.000 Besuchern im Herzen von Münster. Bereits um zehn Uhr morgens, als Vitja das Festival gebührend eröffnen, sind es bereits um die 30 Grad, was sich im Laufe des Tages noch auf 39 Grad steigern wird. Und somit zum heißesten Tag des Jahres avanciert. Der Himmel strahlend blau, die Zuschauer schwitzend. Viel verändert hat sich nicht im Vergleich zu den letzten Jahren. Die Falafisten (mit dem wohl besten Falafel weit und breit), Impericons Merchandisezelt, Amnesty International sowie die Hardcore Help Foundation und PETA haben mal wieder ihre Zelte aufgeschlagen und beglücken Matrosen, Hawai-Hemden-Träger und Propeller-Mützen-Fans.
Auf Vitja folgen Upon A Burning Body, deren Name bei diesen Temperaturen wirklich Programm ist. Die ersten Hitzeschläge verteilen nun Chelsea Grin. Die bis zum Meeresboden tief gestimmten Instrumente ballern ordentliche Basswände in Richtung Moshpit, welche jedoch gleich von Breakdown Of Sanity noch um einiges übertroffen werden sollten.
Die Schweizer betreten zur gnadenlosen Mittagshitze um Punkt 12 Uhr die Bühne und liefern Bassdrops, bei denen einem schon ruhig mal die sonst so standhaften Beine versagen dürfen. Leider ist der Sound, wie schon eine Woche zuvor beim Mair 1 Festival, nicht das Gelbe vom Ei. Nur Bass, kaum Gitarre. Schade, denn Songs wie „Crumble“ oder „The Gift“ können sich so nicht voll entfalten. Zumindest der obligatorische Massenshout zu „Infest“ ist gesichert: „Yes We Can“ hallt es aus der Menge. Breakdown Of Sainty sind jetzt schon eine der Gewinner des Vainstreams, nachdem sie 2014 leider krankheitsbedingt absagen mussten.
Es folgen Auftritte der Lokalveteranen von Neara, die mal wieder zeigen, dass auch Städte wie Münster absolut salonfähigen Metalcore ans Tageslicht bringen können, sowie der amerikanischen Zerstörerschiffe von Suicide Silence. Heute merkt man ihnen leider an, wie sehr ihnen Mitch Lucker fehlt. Eddie hat schon wesentlich solidere Shows gezeigt und wird den Fußstapfen von Vorgänger Mitch heute keinen Meter gerecht. Schade.
Man gönnt sich nun erst man eine kleine Auszeit, bewegt sich am schönen, prall gefüllten Münsteraner Kanal entlang und schmeißt den Grill an, um endlich mal ein wenig Wärme abzubekommen. Nach kurzer Stärkung, und einem leckeren Turmbräu bei einer Runde Fifa, wirft man sich nun wieder in die Hitzeschlacht vom Hawerkamp.
Begrüßt wird man durch die Hardcore-Urgesteine von Terror, die mit „Overcome“ und „Keepers Of The Faith“ wie immer punkten können. Allerdings ist es vor der Bühne nicht wirklich voll, da sich eine große Menge Menschen nebenan bei der Parkway Drive Signing Session befindet, sowie viele vor dem Auftritt der Architects nochmal Schatten aufsuchen.
Besagte Architekten geben sich auch gleich nach den Kassieren, die mit „Am schlimmsten ist, wenn das Bier alle ist“ für einen der lustigsten Momente des Festivals sorgen. Generell sind Die Kassierer immer eine gute Sache. Kommen wir nun also zu den Architects, die wie gewohnt eine dermaßen mit Energie geladene Show abliefern, dass man sich fragt ob die Jungs jemals älter werden. Nach wie vor sitzt alles bei den Engländern: Timing, Arrangements, Spielfreude: Die Architects haben nichts, aber auch gar nichts, verlernt.
Nahtlos weiter geht es nun mit den deutschen Metalhelden von Callejon, die erstmal eine Menge Masken vom Albumcover „Wir sind Angst“ verteilen. Mit „Wir sind Angst“ wird das Konzert auch begonnen, und die Zuschauer sind sofort mit dabei. Basti und sein Gefolge zeigen mit Songs wie „Dunkelherz“, Ich lehne leidenschaftlich ab“ und dem Mädchenliebling „Kind im Nebel“, warum sie seit Jahren auf jedem Festival spielen und ständig Massen zum ausrasten bringen. Den Abschluss dieser gelungenen Minuten bildet die Ärzte-Anti-Nazi-Hymne „Schrei nach Liebe“, welches alle, aber auch wirklich alle nochmal animiert alles zu geben. Gesagt getan. Es folgen die Donots und die nach Madball und Terror dritten Hardcore-Urgesteine des Tages: Sick Of It All geben alles, und das Publikum, welches sich vom Alter her der Band auf der Bühne doch sehr anpasst, ist sichtlich begeistert. NYHC at it’s best. Mittlerweile ist es sogar wieder erträglich warm geworden: Mit einer schönen Briese, 30 Grad Celsius und circa 8000 stinkenden Menschen vor der EMP-Stage erwartet man nun voller Vorfreude die Band, die solche Temperaturen aus dem schönen Byron Bay wohl gewohnt ist.
Parkway Drive entern die Bühne und nehmen den Hawerkamp mit dem Opener „Wild Eyes“ direkt komplett auseinander. Es folgen Klassiker wie „Boneyards“, „Dead Mans Chest“ und „Idols and Anchors“. Diese kommen ebenso gut an, wie das bislang Fanlager spaltende „Vice Grip“. Der Song kommt live aber sehr gut an und zeigt, dass man Parkway Drive Songs manchmal einfach ein wenig Zeit geben muss. Auch bei der Bühnenshow hat sich bei den fünf Australiern einiges getan. Standen hier 2013 noch zwei Hüpfburgähnliche Gebilde, zieren heute ein halber Schrottplatz und Feuer die Bühne. Ein wenig Geböller hier, ein paar Feuerfontänen da: Das ganze vor einem Banner, welches eine große Stadt zeigt. Fertig ist die Illusion von der mobilen, untergehenden Welt. Den Abschluss dieses perfekten Auftrittes bildet „Home Is For The Heartless“, bei welchem Crowdsurfer wie bei Ford am Fließband zur Bühne befördert werden.
Mal wieder zeigt das Vainstream, wie man Festivals vernünftig, strukturiert und reibungslos organisiert. Auch die kurzfristig errichteten Trinkwasserstellen und Schattenplätze zeugen von einem hohen Maß an Verantwortungsbewusstsein. Das zehnjährige Jubiläum ist perfekt gelaufen. Gerne auf 10, 20, 30 weitere Jahre voll mit Punk, Metal und Hardcore.
Hier findet ihr unsere Fotos vom Vainstream Festival am 04. Juni 2015 in Münster.
Hier findet ihr unsere Fotos vom ersten Tag Rock am Ring am 05. Juni 2015 auf dem Flugplatz in Mendig
Rock´n´Heim Festival 2014 Fotos
Das Wetter hätte nicht besser sein können für dieses Open Air Konzert. Gemütlich sammelten sich die Besucher im Hof des ExHauses in Trier und genossen mit kühlem Bier die angenehme Abendsonne. Für einen Moment meinte man, der Aberglaube an Freitag den 13. könnte sich behaupten, als plötzlich noch vor Beginn des Konzerts einige Äste ohne große Vorwarnung mitten auf sitzend wartende Besucher herabstürzten. Nach einer Schrecksekunde, in der auch sofort die Security herbeieilte, wurde aber festgestellt, dass Gott sei Dank niemand verletzt wurde. Und kurz darauf ging es auch schon los.
Den Anfang machten Meg’n’Jez mit ihrem akustischen Punkrock. Das Duo besteht aus Meg, deren wunderschöne Stimme von Jez‘ Gitarre untermalt wird. Die beiden gaben sowohl gecoverte als auch eigene Songs zum Besten und unterstützen die Sommer-Chill-Atmosphäre die zu Beginn noch ganz klar in der Luft lag.
Danach verabschiedeten sie sich dankend, aber statt der erwarteten Umbaupause ging es Schlag auf Schlag weiter mit Scheiße Minelli. Der gespielte Hardcore Punk beendete die aufgekommene Biergartenstimmung und langsam aber sicher fing das Publikum an sich zu bewegen. Obwohl die Zuschauer anfangs nicht so recht wussten, was sie von den verrückten, hauptsächlich englisch sprechenden und laut musizierenden Männern halten sollten, konnten sie dann schnell überzeugt werden. Frontmann Sam blieb stets humorvoll und die Band mit einem der witzigsten Namen schaffte es auf jeden Fall dem Publikum etwas einzuheizen.
Die darauffolgende Terrorgruppe lehnte sich sehr an das Motto des Abends an und bezeichnete sich selbst als Zombiepriester und die Zuschauer als Zombies. Einerseits wurde das Motto auf witzige Art und Weise übermittelt während andererseits auch ganz klar auf die 10 jährige Auftrittspause der Berliner angespielt wurde, die erst vor knapp 3 Wochen endete. Archie und Johnny waren sympathisch wie eh und je und spielten Hits aus ihrer gesamten mittlerweile schon 20 jährigen Bandgeschichte. Zu jedem Lied wurde mit gegrölt und gefeiert was das Zeug hielt und jeder hatte Spaß. Archies Versuch sich eine Arschrakete zu zünden konnte leider nicht in die Tat umgesetzt werden, trug aber trotzdem reichlich zur allgemeinen Belustigung bei. Die erneute Zündung wurde auch immer wieder bis zum Ende der Show der DONOTS durch „Archie!“ Rufe gefordert, fand leider aber nicht statt.
Während danach die DONOTS die Bühne regierten, herrschte im Publikum ausgelassene Pogo Stimmung. Es war unmöglich ruhig stehen zu bleiben; man tanzte im Takt der Musik für sich oder mit anderen Konzertbesuchern im Moshpit. Die Band gab alles und war sichtlich begeistert von ihrem Publikum.
Als Special Guest durfte man sich über Vom Ritchie, den Schlagzeuger der Toten Hosen, freuen. Dieser nahm auch für einen Song den Platz von Eike hinter den Drums ein. Damit nicht genug – die DONOTS spielten einen Hit nach dem anderen und es wurde zu keiner Sekunde langweilig. Hier und da surften einige Zuschauer auf der Crowd, aber nichts übertraf Frontmann Ingo, der sich wortwörtlich von seinen Fans auf Händen tragen ließ. Fast ganz aufrecht stehend performte er auf dem Publikum.
Gegen 23:00 Uhr neigte sich das Konzert dann zum Ende, doch den Konzertbesuchern schien das weniger zu gefallen. Es wurde laut weiter gejubelt und weitere Songs gefordert. Den Wunsch konnten die DONOTS uns dann nicht abschlagen und gaben ohne Ermüdung Zugaben. Als Grande Finale bat Ingo die Fans einen Kreis zu bilden, in den er sich mit Alex stellte und inmitten des Publikums (nachdem Ingo das Saarland noch fleißig für den Einsatz lobte) einen allerletzten Song spielte. Geiles Konzert, geile Stimmung, keine Spur von Unglück an diesem Freitagabend!