Die russischstämmige und seit 1991 in den USA lebende Jazzpianistin und Komponistin Yelena Eckemoff hat bereits ein beeindruckende Sammlung von spannenden Konzeptalben veröffentlicht. Mit ihrem neuesten Album „Rosendals Garden“ ergänzt sie diese um eine musikalische Hommage an Schweden, inspiriert durch ihre eigene Reisen in das skandinavische Land.
Die 11 Kompositionen auf „Rosendals Garden“ fangen die Atmosphäre einiger der schönsten Orte Schwedens ein – angefangen vom „ABBA Museum“ über die beeindruckend „Öresund Bridge“ und den Stockholmer „Skansen Park“ bis zum berühmten „Gripsholm Castle“. Yelena hat für dieses Album mit zwei renommierten schwedischen Musikern zusammengearbeitet: Morgan Ågren an Schlagzeug und Percussion und Svante Henryson am Cello, Akustik- und E-Bass. Äußerst beeindruckend ist die Präzision im Zusammenspiel des Trios. Das virtuose, teilweise wie frei improvisiert wirkende Klavierspiel von Yelena, die wechselnde Rhythmen von Morgan und Svantes untermalender Bass sowie sein lyrisches Cello fügen sich nahtlos zu emotionalen musikalischen Bildern zusammen.
Diese erschließen sich übrigens noch besser durch Yelenas persönliche Anmerkungen im Booklet, ergänzt durch ihre eigenen Ölmalereien. Sie verbindet mit jedem Ort besondere Eindrücke und Emotionen, die natürlich in ihre Kompositionen mit eingeflossen sind. So verarbeitet sie etwa in „ABBA Museum“ auch ihre erste Begegnung mit der Musik der berühmten schwedischen Popgruppe, und diese hört man durchaus in dem sehr melodiösen Cello heraus!
Die besondere Atmosphäre der Stockholmer Altstadt „Gamla Stan“ hat Yelena nicht nur als Besucherin erlebt, sondern hat sogar einige Nächte in einem Appartment dort verbracht – und so spiegelt die Musik nicht nur das touristische Treiben, sondern auch die stille, geheimnisvolle Seite diese Stadtviertels. Der Zauber einer vergangenen Zeit findet sich auch im Freilichtmuseum des „Skansen Park“ und steht dort im Gegensatz zu dem lebhaften und rhythmischen Treiben im Vergnügungspark.
Yelena ließ sich aber nicht nur durch touristische Attraktionen inspirieren. Das malerische„Apple Orchard Cafe“ entdeckten sie und ihr Mann ganz zufällig in einem kleinen schwedischen Dorf und „Sunrise in Rimbo“ beschreibt die besondere Morgenstimmung im ländlichen Rimbo „Ruins of Älvsborg“ erforscht mit teils flirrenden, teils rhythmischen Klängen die Geschichte einer Stadt, in der auf und um die Ruinen der ehemaligen Festung eine Zuckerfabrik entstand.
Mit „Rosendals Garden“ lässt Yelena Eckemoff uns sowohl in die wunderbare Natur als auch in die Geschichte Schwedens eintauchen und teilt mit uns ihre Faszination für dieses Land. Wer Schweden selbst schon besucht hat, kann diese Faszination sicher nachvollziehen. Und alle andern inspiriert ja vielleicht dieses Album zu einer eigene Skandinavien-Reise!














