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Madeline Juno 02.03.2026 Garage / Saarbrücken

Madeline Juno und Alycia Marie in der Garage Saarbrücken, 2.3.2026 – Fotos

Am 2. März 2026 gab Madeline Juno das vorletzte Konzert ihrer „Anomalie Pt. 1“ Tour in der Garage Saarbrücken. Danach ist erst einmal Babypause angeht, denn man konnte schon ansatzweise sehen, dass Maddie schwanger ist. Sie erklärte zur Konzerthalbzeit auch selbst, dass eigentlich jetzt ein Umkleiden vorgesehen wäre, auf das sie dann aber aus eben diesem Grund verzichtete. „Es geht einfach nicht.“

Seit sich die Offenburgerin entschieden hat, von der englischen zur deutschen Sprache zu wechseln, gehört sie zu meinen absoluten Favoritinnen in der poetischen Popmusik. Das war im Jahr 2017 mit dem Longplayer „DNA“ und inzwischen ist ihr fünftes Album mit deutschen Lyrics erschienen. Die Sängerin hat schon in jungen Jahren einen erstaunlichen Werdegang durchgemacht. Sie wuchs in einer Musikerfamilie auf, der Vater ist Schlagzeuger, die Mutter Pianistin. Früh begann sie, ihre eigenen Songs zu schreiben, und stellte mit 14 Jahren die ersten Werke online.

Das neue Album handelt von Mut, Selbstvertrauen und dem Wunsch, sich nicht von äußeren Meinungen beeinflussen zu lassen. Maddie beschreibt „Anomalie“ als eine Abweichung von der Norm, ein Ausdruck ihrer Bereitschaft, Grenzen zu überschreiten und sich selbst neu zu entdecken. Sie vereint klugen Pop, innovative Sounds und eine offene, ehrliche Haltung. Es ist eine Einladung, über das Leben nachzudenken, aber auch zum Tanzen und Feiern, wie man in der Garage unschwer miterleben konnte.

Maddie startete ihr Konzert mit einer gesprochenen Meditation. Ein cooler, atmosphärischer Beginn, wonach sie den ersten Song „Medicre“ vom Mischpult aus zelebrierte. Dann ging es zur großen Band auf die Bühne und ihr Set konnte mit einer bunten Mischung aus allen Alben starten. Zwei Stunden lang ging es durch Klassiker wie „Obsolet“, „Gib doch nach“, „Grund genug“ und „Error“. Als Surprise Songs gab es das wundervolle „Nur kurz glücklich“ und „Vermisse gar nichts“.

Natürlich wurde auch „Anomalie Pt. 1“ ausführlich zelebriert – mit dem Hinweis, dass der zweite Teil des Doppelalbums in wenigen Monaten erscheinen wird. Erste neue Songs wurden dann im Verlauf des Sets gespielt.

Madeline verpackt ihre Gedanken in intelligente Popsongs, wundervoll und filigran arrangiert. Etwas Urban Pop, aber immer mit eindringlichen Vocals im Vordergrund. Sie lebt stets im Wechselbad der Gefühle, was sich in der Vielfalt ihrer Musik niederschlägt, und ist damit vielleicht die wichtigste weibliche Stimme der aktuellen deutschsprachigen Popmusik.

(Alle Fotos: Atelier3Bären)

Als Support war die junge Künstlerin Alycia Marie am Start. Sie hat kürzlich ihre EP „Karma“ veröffentlicht und interpretierte in 30 Minuten Schowlänge Stücke wie „Family Tree“ und „Moth To The Flame“, das sie gemeinsam mit Madeline Juno geschrieben hat. Begleitet von Keyboard und Schlagzeug sang Alycia in englischer Sprach, thematisierte die schwierige Beziehung zu ihrem Vater. Sehr intensiv ging es in „Breath Underwater“ um psychische Probleme. Ein neuer Stern am Pophimmel, von dem man sicher noch viel hören wird.

(Alle Fotos: Atelier3Bären)

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