Am 28. Juni 2025 fand in Birkenfeld zum siebten Mal die „Nacht der Chöre“ statt. Eine Veranstaltung in beiden Kirchen und auf dem Kirchplatz. Viele Ensembles und Chöre aus der Region Birkenfeld fanden sich ein, darunter auch der Chorschatten aus Reinsfeld, der sich selbst als „Sonne am A-cappella-Himmel“ bezeichnet. Seht hier unsere Galerie von beiden Auftritten des Ensembles.
Am 28. Juni 2025 fand in Birkenfeld zum siebten Mal die „Nacht der Chöre“ statt. Eine Veranstaltung in beiden Kirchen und auf dem Kirchplatz. Viele Ensembles und Chöre aus der Region Birkenfeld fanden sich ein, um das Publikum zu erfreuen. Hier unsere Fotogalerie.
Ein Gemeinschaftsprojekt aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland, das über 25 Jahre hält – das gibt es nicht oft. Manche Politiker könnten sich ein Beispiel daran nehmen und die Fusion endlich vollziehen. Die Band PASCOW – benannt nach einer Figur aus Stephen Kings „Friedhof der Kuscheltiere“ – wurde 1998 von Sänger Alex und Schlagzeuger Ollo in der Nähe von Birkenfeld gegründet. Die beiden Brüder sind bis heute die feste Konstante der Band und dieser Tage erschien Album Nummer Sieben, das auch ebenso heißt.
Fotocredit: Simon Engelbert
PASCOW beschreiben den Entstehungsprozess und die Motivation für diesen wie auch frühere Longplayer folgendermaßen: „Uns ist es bei jeder Produktion wichtig, dass wir uns nicht zu stark auf die vorherigen Platten im Sinne einer Wiederholung beziehen. Klar, wir haben unseren Stil und erfinden das PASCOW Rad nicht jedes Mal neu, versuchen aber dennoch, uns bei der Arbeit an neuen Stücken jeweils von den früheren Alben zu lösen.“
Das Ergebnis ist eine starke Mischung geradliniger Tracks. Punkrock mit Metalriffs, ganz ohne Experimente. Es geht von Anfang an in die Gerade und man muss an keiner Stelle abbremsen. 12 Songs, ein Instrumental und ein Rausschmeißer in 36 Minuten. Es wird nicht lange gefackelt. Alex haut seine Vocals mit viel Energie und bisweilen hysterischen Aussetzern raus. Unterstützt wird die Band von drei weiblichen Gästen: Apokalypse Vega von Acht Eimer Hühnerherzen, Nadine Nevermore von NTÄ und der Trierer Sängerin Hanna Landwehr. Die Punkrock-Wurzeln beherrschen das komplette Album. Und auch textlich geht es deutlich zur Sache.
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Der Opener „Himmelhunde“ spricht von Aufbruch und Widerstand. Die expliziten Texte wirken von Anfang an: „Ich werd mit dem gehen, den ich liebe. Leckt mich am Arsch mit all dem anderen Mist.“ Zwei Außenseiter spielen in „Königreiche im Winter“ die tragende Rolle. „Mond“ wettert gegen die Gleichmacherei und das grandiose „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ klagt die Rattenfängermenschen von der AFD an, was in breiter Gesellschaftskritik gipfelt. „Die Unsichtbaren“ zeichnet ein apokalyptisches Bild von Kriegsherren und Flüchtlingen, während die darauffolgende Hymne „Mailand“ die Utopie einer Welt ohne Grenzen und ohne Politiker beschreibt.
Auch „Daniel & Hermes“, „Tom Blankenship“ sowie „Von unten nichts Neues“ widmen sich den Außenseitern und zeichnen pessimistische Bilder, bevor „Vierzehn Colakracher“ nochmal energisch alle Wut rausbrüllt, wobei auch Growls zum Tragen kommen. Ich bin überzeugt davon, dass alle Songs des neuen Albums ein Livepublikum zum Eskalieren bringen werden – und man kann sich getrost auf die anstehende Tour freuen.
PASCOW werden von Album zu Album besser – und „Sieben“ toppt für mich sogar das ebenfalls schon großartige „Jade“ – vielleicht gerade deshalb, weil man auf Ausgeglichenheit pfeift und keine Atempause anhand ruhiger Songs ermöglicht. „Sieben“ soll aggressiv klingen und tut das durch und durch.
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Das Vinyl kommt in nur einer schwarzen Version und wird exklusiv als Indiepool-Release vertrieben. Dafür kommt diese eine Version in einer besonders hochwertigen Aufmachung:
mit Klappcover aus schwerem Karton (350 g/qm)
in Inside Out Optik
plus 16-seitigem Booklet in LP-Größe aus schwerem Offsetpapier und Downloadcode
nur in der Erstauflage mit einem zusätzlichen Schuber
Die CD erscheint als sechsseitiges Digipack mit einem plastikfreien Tray aus Korn, das somit komplett recycelbar ist. Sie ist in Gänze plastikfrei und auch sie hat ein 16-seitiges Booklet. Die Erstauflage kommt ebenfalls exklusiv mit einem zusätzlichen Schuber.
Sieben – Tour 2023
01.02.23 Marburg, KFZ – The Bloodstrings
02.02.23 Jena, Kassablanca – The Bloodstrings
03.02.23 Erlangen, E-Werk – The Bloodstrings
04.02.23 Saarbrücken, Garage – N.T.Ä. & Überraschungsgäste *
15.02.23 Reutlingen, Franz K – Wonk Unit *
16.02.23 Leipzig, Conne Island – Wonk Unit *
17.02.23 Hannover, Faust – Wonk Unit *
18.02.23 Hamburg, Markthalle – Wonk Unit *
19.02.23 Hamburg, Markthalle – duesenjaeger selber +
25.02.23 Saarbrücken, Garage – Bubonix +
30.03.23 Bremen, Schlachthof – Mobina Galore
31.03.23 Düsseldorf, Zakk – Mobina Galore *
01.04.23 München, Technikum – Mobina Galore
02.04.23 CH-Zürich, Dynamo – Mobina Galore
04.04.23 Karlsruhe, Substage – Mobina Galore
05.04.23 Köln, Gloria – Mobina Galore *
06.04.23 Dresden, Tante Ju – Maffai *
08.04.23 Berlin, SO 36 – Maffai +
09.04.23 Berlin, SO 36 – WAUMIAU *
* = ausverkauft
+ = Zusatztermin
Tickets bekommt ihr bei Tante Guerilla.
Bereits zu fünfzehnten Mal veranstaltete die Agentur Anderswelt ein Event mit dem Sänger und Songwriter Ray Wilson. Ein kleines Jubiläum, das es in der Stadthalle Birkenfeld zu feiern galt, wo Ray schon zum dritten Mal zu Gast war. Er selbst hat die Halle – wie er sagt – in guter Erinnerung, da er im Jahr 2007 an seinem Geburtstag (8. September) hier auftrat und sich gut an die legendäre Aftershow-Party erinnert.
Die Halle war dann auch mit Sitzplätzen bis in die letzte Reihe gefüllt. Ray hat sich seine Fanbase hier erarbeitet und die Konzerte sind sehr verschieden, je nachdem ob er mit der Band Stiltskin, mit seinem Genesis-Projekt oder einer Kombination aus beidem unterwegs ist. Letzten Freitag in Birkenfeld war es die „Genesis light“ Version mit zwei Violinistinnen. Alicia und Barbara – beide so präsent und ausdrucksstark, dass sie locker ein kleines Streichensemble ersetzen können.
Der Abend startete mit „That’s All“ von Genesis und „Another Day In Paradise“. Ray spielt nämlich nicht nur seine eigenen Stücke und die Genesis-Hits, sondern bietet zugleich einen Querschnitt durch das Solo-Schaffen der Bandmitglieder. Damit war er Genesis schon immer einen Schritt voraus, die erst kürzlich das Best-of-Werk „R-Kive“ veröffentlichten und damit erstmals eine Zusammenstellung mit Solo-Songs heraus brachten.
Später durften sich die Zuschauer dann auch noch auf „Another Cup Of Coffee“ von Mike & The Mechanics sowie auf Peter Gabriels „Solsbury Hill“ freuen. Zunächst aber ging es mit einem Song weiter, den Ray in seinem Gastspiel als Sänger von Genesis Ende der 90er Jahre eingesungen hat: „Shipwrecked“. Was für eine Perle aus dem Genesis-Schaffen, die der Öffentlichkeit kaum bekannt ist. Ein Jammer, dass Genesis damals die Zusammenarbeit so schnell beendeten. Die Version mit Alicia an der Geige zeigte eindrucksvoll die Stärke dieser Ballade.
Endlich folgten mit „Goodbuy Baby Blue“ und „Wait For Better Days“ auch eigene Stücke. Ray ist ein ausgezeichneter Songwriter und jedes Soloalbum für sich ein Genuss. Vor der Pause gab es noch einige Highlights. Ich nenne mal nur die geniale Version von „Carpet Crawlers“, bei der Ray in den Höhen glänzte und manche Münder vor Staunen weit offen standen. Was für ein fantastischer, emotionsgeladener Sänger. Ebenso stark war „No Son Of Mine“ in perfekter Hit-Manier. Wer Ray noch nie live erlebt hatte, konnte sich hier von seinen Qualitäten überzeugen! Für alle Spaßvögel gab es noch den beschwingten „Airport Song“ – dann war erst einmal Erholungspause.
Der Start des zweiten Teils war gigantisch: Das Schlagzeug bildete ein mitreißendes Grundgerüst und dann konnte das mit rhythmischen Finessen gespickte „Congo“ beginnen. Alicia und Barbara hatten immer wieder Raum für instrumentale Passagen, so gab es ein regelrechtes Klassik-Intro zum Stiltskin-Hit „Inside“, der sicher bei einigen Anwesenden für ein Aha-Erlebnis sorgte. Es weiß nicht jeder, dass Ray mal einen Nummer-1-Hit mit einem Jeans-Werbesong hatte.
„Take It Slow“, „Alone“ und „American Beauty“ sind bewegende Solotitel von Ray. Damit konnte er glänzen und die Zuschauer immer kurz aus den Genesis-Sphären zurück holen. Dann aber gab es eine wundervolle Streicher-Version von „Jesus He Knows Me“ und (was Die-hard-Fans Ray hoch anrechnen) ganz ungewöhnliche Stücke aus dem Genesis-Repertoire, nämlich das instrumentale „Entangled“ aus den 70ern in einer von Barbara hinreißend interpretierten Version und den selten gehörten Song „Ripples“.
In den Zugaben zeigte Ray mit dem diabolischen „Mama“, dass er noch dreckiger lachen kann als Phil Collins. Dieser Song wird zum Highlight jedes Konzerts. Zum Abkühlen gab es dann „Not About Us“ (ebenfalls aus der Genesis-Ray-Ära) und „More Than Just A Memory“. Ein perfekter Konzertabend endete mit Standing Ovations für Ray – mal wieder. Der Mann lässt nicht nach, er wird immer besser! Man kann nur hoffen, das seine Soloalben endlich mal für ein breiteres Publikum einschlagen.
Es ist Anderswelt hoch anzurechnen, dass sie Ray immer wieder in die Region holen. Am 9. Oktober 2015 ist es erneut soweit. Aber auch die anderen Konzerte des kleinen Eventbüros sind nicht zu verachten. Ich denke da nur an FISH, der am 3. Dezember ins Haus des Bürgers Ramstein kommt. Hier eine Zusammenstellung der nächsten Events:
08.11.2014 Black Night (Tribute to Deep Purple) – Saalong, 66901 Schönenberg-Kübelberg
03.12.2014 Fish – Haus des Bürgers, 66877 Ramstein-Miesenbach
20.03.2015 Aynsley Lister & Band – Saalong, 66901 Schönenberg-Kübelberg
25.04.2015 Cologne Blues Club – Saalong, 66901 Schönenberg-Kübelberg
16.05.2015 Sledgehammer (Tribute to Peter Gabriel) – Saalong, 66901 Schönenberg-Kübelberg
09.10.2015 Ray Wilson (Genesis vs. Stiltskin) – Stadthalle, 66849 Landstuhl
Tracklist Ray Wilson – Genesis Klassik – am 24.10.2014 in Birkenfeld
That’s All
Another Day In Paradise
Shipwrecked
Goodbuy Baby Blue
Wait For Better Days
Another Cup Of Coffee
Carpet Crawlers
First Day Of Change
No Son Of Mine
Sara
Follow You Follow Me
Airport Song
—
Congo
Inside
Take It Slow
Alone
Jesus He Knows Me
American Beauty
Entangled
Ripples
Change
Solesbury Hill
—
Mama
Not About Us
More Than Just A Memory