Viva Voce: Ein Stück des Weges – das Kirchenprogramm

DATUM» 28.01.2017
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Viva Voce ist eine der erfolgreichsten A-cappella-Gruppen Deutschlands, die sich in ihrer fast  20jährigen Geschichte konsequent weiterentwickelt hat und immer wieder auch ungewöhnliche neue Wege geht. Etwas ganz besonderes ist nun auch ihr aktuelles Programm „Ein Stück des Weges“, mit dem sie derzeit ausschließlich in Kirchen auftreten.

An diesem Abend sind die fünf Sänger in der Versöhnungskirche in Völklingen zu Gast, die sich mit ihren halbrund angeordneten Sitzbänken und angenehmer Akustik besonders für ein Konzert anbietet. Erstmals bei einem Viva-Voce-Konzert gibt es ein ausführliches Programmheft, mit dem sich die Zuhörer über die Bandmitglieder, die Entstehung von „Ein Stück des Weges“ und die einzelnen Lieder informieren können. Man glaubt nach der Lektüre ganz gut zu wissen, was einen erwartet – und dennoch hält das Konzert selbst noch einige Überraschungen bereit.

Die Kirche wird dunkel und im Rücken des Publikums erklingen die ersten Töne von Bruckners „Os justi“. Mit Kerzen in den Händen ziehen die Sänger nach vorne in den Altarraum, wo  sie zu ihren Mikrofonen greifen und die geistliche Motette in eine beeindruckende A-Cappella-Version des U2-Hits „I still haven´t found what I´m looking for“ überleiten. Damit schlagen sie schon die erste Brücke von ihren Wurzeln im Windsbacher Knabenchor hin zur modernen Popmusik – und solche Brückenschläge und fließende Übergänge wird es noch viele geben an diesem Abend.

Deutschsprachige Eigenkompositionen wie „Was geworden wäre“ oder „Stein des Anstoßes“ wechseln sich ab mit Swing- und Soul-Klassikern, zwischendurch erklingen der amerikanische Gospel „Gentle Shepherd“ oder der klassische Psalm „Die Pfade des Herrn“. Der Weg, auf den Viva Voce ihr Publikum in diesem Konzert mitnehmen, ist äußerst abwechslungsreich, schafft andächtige Stille und Gänsehautmomente, aber ebenso ausgelassene Stimmung. Denn natürlich treten die fünf Jungs auch in Beziehung zu den Zuhörern, lassen sie gleich zu Anfang des Konzerts den Kirchenraum mit einem stimmgewaltigen Dreiklang füllen und motivieren zum mitklatschen und mitsingen. Und ja, auch das passt zu einem Kirchenkonzert!

Zu den eindrücklichsten Momenten des Abends zählen auf jeden Fall die ersten Stücke nach der Pause, wenn die Sänger mit einer beeindruckenden Version von „Nothing else matters“ wieder in den dunklen Altarraum einziehen und danach zu ihrem persönlichen Glaubensbekenntnis „Du bist da“ übergehen. „Der Zimmerer“ strapaziert dagegen mal die Lachmuskeln des Publikums. Den Abschluss des offiziellen Programms macht der Klassiker „You raise me up“, der in diesem Rahmen tatsächlich eine sehr spirituelle Dimension offenbart.

Aber natürlich lässt das Publikum Viva Voce nicht ohne Zugaben gehen. Nach einem kurzen Disput über den besten Song der Beatles präsentieren sie kurzerhand ein Beatles-Medley, an dessen Schluss bei „All you need is love“ nochmal alle kräftig mitsingen dürfen. Und es gibt sogar noch einen eigens getexteten Lobgesang auf Völklingen, bevor leider das Licht in der Kirche wieder angeht und ein einzigartiges Konzerterlebnis beendet ist.

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Letzte Aktualisierung am 22.08.2017 um 23:01 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API