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Alphaville: Das zweite und dritte Album wurden neu aufgelegt

Alphaville  •  Afternoons in Utopia
Veröffentlichungsdatum: 07.05.2021
Unsere Bewertung: 8 von 9 Punkten

Den Erfolg des Debütalbums “Forever Young” konnten Alphaville nie mehr toppen. Das muss man leider rückblickend sagen. Der Titelsong und “Big In Japan” waren Ausnahme-Songs und stehen stellvertretend für den deutschen Pop der 80er Jahre. Aber auch die Nachfolger waren musikalische Highlights und fingen den Synthie-Sound dieser Zeit sehr gut ein.

Marian Gold, Bernhard Lloyd und Frank Mertens gründeten die Band 1983 in Münster und trafen von Anfang an den Zeitgeist. Nach dem gewaltigen internationalen Erfolg ihres Debütalbums schrieb das deutsche Trio mit der Veröffentlichung ihres zweiten Studioalbums “Afternoons In Utopia” ein weiteres Erfolgskapitel in ihrer Karriere. Das Album erreichte immerhin in fünf europäischen Ländern die Top 20 und enthielt Singles wie “Dance With Me”, “Universal Daddy” und “Jerusalem”. „Afternoons ist ein zeitloser Ort, den wir erfanden, um weiter spielen zu können, nun, da wir ewig leben würden. Spielen als Künstler, als Spinner und als Kinder. Ich geh’ heute noch oft da hin“, so Marian Gold im Februar 2021.

1989 folgte das dritte Album “The Breathtaking Blue”, das neue musikalische Elemente und ein musikalisches Konzept aufbot, das Produktionsteam um Elektro-Pionier Klaus Schulze erweiterte und aufkommende Technologien nutzte (u.a. mit einer der weltweiten ersten CD-Graphic-Veröffentlichungen). Neben den erstklassig produzierten Songs wie der Single “Romeos” enthielt das Album den bildgewaltigen und innovativen Film “Songlines”, für den neun Regisseure Kurzfilme drehten – inspiriert von je einem Song des Albums. Der Kurzfilm für den Song “Middle of the Riddle” sollte ein Jahr später unter dem Titel “Balance” einen Oscar in der Kategorie “Best Animated Short Film” gewinnen.

Die Neuauflagen sind hervorragend gestaltet. “Afternoons In Utopia” enthält neben dem Originalalbum eine Bonus-CD mit diversen Remixen. “Dance With Me” erinnert an die grandiose Zeit episch langer Maxiversionen und findet sich dann als Kontrast nochmal in einer Live-unplugged-Version aus 1999. Das Booklet enthält die Texte und ist mit historischen Promofotos versehen.

Noch schöner ist “The Breathtaking Blue”. Zum einen, weil das Albumcover einfach stimmiger rüberkommt, zum anderen aber, weil neben der Remix-CD auch noch eine DVD mit den “Songlines”-Kurzfilmen vorliegt. Beide Alben sind ein aufregender Trip zum Sound und der Optik der 80er Jahre.

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