Unter dem Namen UNIVERSUM25 hat sich vor sieben Jahren mit Mitgliedern von In Extremo, Eisbrecher, Fiddler’s Green, Dritte Wahl und Slime eine ganz neue Formation zusammengefunden, um die apathische Menschheit mit ihrem kompromisslosen Hybridmix aus Electro-Metal und Punkrock aus dem Dämmerschlaf zu reißen. Michael Robert Rhein, Rupert Keplinger, Pat Prziwara, Gunnar Schroeder und Alex Schwers haben diese neue Supergroup gegründet und 2023 ein beachtliches, selbst betiteltes Debüt hingelegt, das Synthrock, Metal und Punk vereinte.
Jetzt erscheint der Nachfolger mit dem Titel „Die Maschinen wollen leben“. Thematisch geht es wieder postapokalyptisch und dystopisch zur Sache, wobei der Fokus diesmal auf dem angespannten Verhältnis zwischen Menschen und Maschinen sowie der wachsenden Macht Künstlicher Intelligenz liegt. Als Ergänzung dazu deckt die Band mit sozialkritischen Momentaufnahmen und pointierten Texten auf, welche Missstände und Auswüchse der Gegenwart den Grundstein für das zu erwartende Hightech-Armageddon bilden.
Die Einflüsse der beteiligten Musiker sind unverkennbar – und das zeugt von Qualität, denn ob Mittelalterrock oder Punk: Die richtige Einstellung wird zur Lebensphilosopie. Dystopisch erklingen „Wenn Roboter träumen“ und „Die Maschinen wollen leben“. Harte Rhythmen beherrschen das Geschehen, doch es kann auch mal nachdenklich werden („Ich denke, also bin ich“). Und bei der verzweifelten Ballade „Einsamkeit“ bleibt kein Auge trocken. „Zu deiner eigenen Sicherheit“ ist ein Feature mit den Punk-Legenden Slime und eine sarkastische Abrechnung mit staatlicher Überwachung und Bevormundung.
UNIVERSUM25 legen hier ein zweites Album vor, das deutlich hörbar Einflüsse von allen Bands der beteiligten Musiker enthält, aber diese zu ihrem eigenständigen Soundgewand verbindet. Gegnüber den Debüt haben die Fünf nochmal kräftig zugelegt und zeigen ein zunehmendes Auftreten als echte Band, ohne ihre Ursprünge zu vergessen.
















