Deep Purple und Rival Sons – am 20.11. in der Arena Trier

Photo credit: Simon Engelbert
DATUM» 20.11.2015
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VENUE»

Die verstärkten Sicherheitskontrollen zum Einlass in die Arena Trier führten zu langen Warteschlangen. Doch was vor einer Woche noch großen Unmut unter den Konzertbesuchern verursacht hätte, stieß jetzt auf allgemeines Verständnis. Es sind die Zeichen einer unsicheren Zeit – und Sicherheit geht vor. Die Arena Trier war bei weitem nicht ausverkauft, aber doch sehr gut gefüllt. Deep Purple hatten gerufen – und man muss die alten Haudegen einfach nochmal live erleben. Wer weiß, wie lange das Tourleben noch weiter geht?

Zum Auftakt des Konzertabends gab es Rival Sons, eine Band aus Los Angeles, die in einem Retro-Sound daher kamen, der an Led Zeppelin und The Doors erinnerte. Wohl kaum einer hatte das Quintett auf dem Schirm, doch was sie dann in ihrer 45minütigen Show ablieferten, war ganz großes Kino. Bluesrock vom Feinsten mit kantigem Sound und erdigen Gitarrenriffs. Das gefällt auch dem nostalgisch veranlagten 70er-Fan. Es gab vier Stücke vom aktuellen Werk „Great Western Valkyrie“ und drei ältere Titel.

Der Zeitplan wurde genau eingehalten. 30 Minuten Umbau und auf den Gongschlag um 21.15 Uhr legten Deep Purple mit „Highway Star“ los. Eine Bühne – fünf Legenden. Besser kann man es nicht umschreiben, was da passierte. Man findet sich gerne damit ab, dass dort eine Truppe von Solisten auf der Bühne steht und keiner sich hinter den anderen verstecken muss. Ian Gillan lieferte sich ein gigantisches Stimmduell mit Steve Morse und es war zu „Strange Kind Of Woman“ wirklich fraglich, wer die Töne höher, schärfer und sicherer trifft. Hut ab für diese Leistung von Gillan.

Die Bühne sah drei große LCD-Leinwände vor, damit man das Geschehen bis in den letzten Winkel der Arena verfolgen konnte. Das war auch sinnvoll, denn die Nahaufnahmen von Morse‘ Gitarrenspiel und von Ian Paice, der so lässig mit den Stöcken über sein Schlagwerk wirbelte, waren jeden Blick wert. Auf der mittleren Leinwand gab es bisweilen kleine Filmchen oder seltsame psychedelische Farbenspiele (wie bei „Hard Lovin‘ Man“).

Mir gefiel in der ersten Konzerthälfte vor allem das mystisch-düstere „Vincent Price“ als Hommage an den berühmten Schauspieler. Die Setlist war recht vielseitig – ist schon gut, wenn man nicht zwanghaft ein aktuelles Album promoten muss. „Now What?!“ spielte keine riesige Rolle im Set. Steve Morse bekam seine großen Momente in einem Instrumental allein auf der Bühne. Ian Paice durfte sich zu „The Mule“ auslassen und Meister Don Airey hatte einige große Keyboard-Momente zu „Lazy“ und später mit einem ausschweifenden Solo, das „Perfect Strangers“ einleitete.

Hier war dann auch kein Halten mehr. Gefolgt von „Space Truckin‘“ und „Smoke On The Water“ gab man vor dem Finale alles und ließ sich dann erst einmal abfeiern. Den Zugabenblock eröffnete das uralte Blues-Stück „Hush“. Dann endlich kam auch der fünfte Solist zu ehren und Roger Glover durfte den Bass malträtieren. „Black Night“ beendete schließlich nach fast zwei Stunden den Konzertabend und entließ die gut gelaunten Zuschauer ins nächtliche Trier. Deep Purple – immer noch eine Bank!

Setlist – Rival Sons am 20.11.2015 in Trier

  • Electric Man
  • Secret
  • Tell Me Something
  • Torture
  • Where I´ve Been
  • Open My Eyes
  • Drum Solo
  • Keep On Swingin

Setlist – Deep Purple am 20.11.2015 in Trier

  • Highway Star
  • Bloodsucker
  • Hard Lovin´Man
  • Strange Kind of Woman
  • Vincent Price
  • Instrumental
  • Uncommon Man
  • The Well-Dressed Guitar
  • The Mule
  • Lazy
  • Demon´s Eye
  • Hell to Pay
  • Keyboard Solo
  • Perfect Strangers
  • Space Truckin´
  • Smoke on the Water
  • ———————————————
  • Hush
  • Bass Solo
  • Black Night

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