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Urheber/Fotograf: Jack White / Cargo

Jack White "Frozen Charlotte"

Unsere Wertung: 8 von 9 Punkten.

Kompromissloser Rock aus dem Hause White

Jack White zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den prägenden Figuren des modernen Rock. Bekannt wurde der Gitarrist und Sänger als Frontmann der White Stripes, bevor er mit Projekten wie The Raconteurs, The Dead Weather und einer erfolgreichen Solokarriere seinen Ruf als einer der kreativsten Musiker seiner Generation festigte. Sein Markenzeichen sind raue Gitarrenriffs, Blues-Einflüsse, experimentelle Ideen und eine kompromisslose Leidenschaft für analoge Aufnahmetechnik.

Mit seinem siebten Album „Frozen Charlotte“ beweist er einmal mehr, dass kompromissloser Rock auch im Jahr 2026 nichts von seiner Faszination verloren hat. Es sind 13 brandneue Titeln, die sich durch ein unverwechselbares Gefühl und einen einzigartigen Klang auszeichnen. So entstand ein intensiver Rock-’n’-Roll-Kraftakt mit stets präsenten Blues-Einflüssen, der an die gleiche raue, ungeschliffene und rasante Energie anknüpft wie Whites hochgelobtes sechstes Studioalbum „No Name“ aus dem Jahr 2024.

Fotocredit: David James Swanson

Schon die ersten Minuten machen deutlich, wohin die Reise geht: verzerrte Gitarren, ein druckvoller Bandsound und Whites markante Stimme stehen im Mittelpunkt. Die Songs wirken oft, als seien sie direkt aus einer Livesession entstanden. Alles klingt rau, spontan und voller Energie. Gerade diese Unmittelbarkeit macht den Reiz des Albums aus. Statt Perfektion dominiert das kontrollierte Chaos.

Musikalisch verbindet White Garage Rock, Blues und Hard Rock zu einem Sound, der unverkennbar ist. Songs wie „G.O.D. and the Broken Ribs“, „Derecho Demonico“ und „Dollar Bill“ zeigen sein unverwechselbares Gitarrenspiel und den Hang zu ungewöhnlichen Texten. Inhaltlich bleibt er seiner Vorliebe für symbolische und teilweise rätselhafte Texte treu. Religiöse Bilder, düstere Geschichten und gesellschaftliche Beobachtungen ziehen sich durch das komplette Album.

So entsteht ein Sound, der eigenständig wirkt aber immer wieder auch an die White Stripes erinnert – wenn man Meg White auch einmal mehr schmerzlich vermisst.

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