2025 ist für Saltatio Mortis ein Jahr voller Meilensteine: Die Band feiert ihr 25-jähriges Bandjubiläum und passend zum Jubiläum erschien am 25. Juli das Best-of-Album „Weltenwanderer – Von Träumen & Krawall“, auf dem zwei Jahrzehnte musikalischer Höhenflüge vereint sind – ausgewählt von den Fans selbst. Vorab veröffentlicht wurden bereits „Wo sind die Clowns?“ neu interpretiert mit dem Prager Sinfonieorchester und „Spielmannsschwur (United)“ gemeinsam aufgenommen mit den wichtigsten Freunden und Weggefährten der Band aus der deutschen Folk-, Rock- und Metal-Szene.
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Das Album erscheint in vielen unterschiedlichen Formaten. Mir liegt zur Review der Digipack mit drei CDs vor. Natürlich nicht so opulent wie der 5er-Vinylrelease, aber die Tracklist umfasst ebenso alle 50 Songs, das kultige Albumcover mit Schriftzug als Ambigramm und ein Booklet mit den kompletten Lyrics.
Ausgewählt wurden jeweils zehn Songs, die für eine der Welten stehen, in den Saltatio Mortis musikalisch unterwegs sind: Mittelalter-Rock, Mittelalter-Metal, Folk-Rock, Pagan-Metal und Irish Folk. Das Ergebnis ist ebenso vielseitig wie umfassend. Vor allem die neu arrangierten Songs und die Vielzahl beteiligter Weggefährten geben dem Best-of-Album einen besonderen Touch, der auch Fans ansprechen dürfte, die ansonsten schon alles von der Band im Schrank haben.
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Zur VÖ der Best Of erscheint „Gardyloo“ ganz aktuell in einer neuen Version mit den legendären Folk-Metal-Piraten Alestorm. Mit treibenden Dudelsäcken, fetten Riffs und einem Refrain, der zum kollektiven Mitgrölen einlädt, vereinen Saltatio Mortis und Alestorm ihre Kräfte zu einem Trink- und Kampfgesang, der keine Kehle trocken lässt. Gemeinsam feiern sie die Liebe zu Geschichten, die nach Meer, Met und Moshpit klingen – laut, wild und absolut grenzenlos. „Gardyloo“ zeigt einmal mehr, wie sehr Saltatio Mortis ihre Vielseitigkeit leben und ihren Platz als eine der wichtigsten Stimmen der deutschen Rock- und Mittelalterszene untermauern.
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Alle Wacken-Besucher dürfen sich auf die große Jubiläumsshow nächste Woche freuen und allen anderen sei die aktuell noch laufende Burgentour ans Herz gelegt und natürlich die große Headliner-Tour im Herbst.
Das E-Werk in Saarbrücken-Burbach, die ehemalige Industriehalle auf den Saarterrassen, hatte schon viele großartige Konzerte gesehen. Von Punk bis Metal, von Capital Bra bis The BossHoss war da inzwischen einiges am Start. Und seit vielen Jahren hat sich auch das Gelände hinterm E-Werk für Open Airs etabliert. Absolut sinnvoll, findet man doch hier im Gewerbegebiet Parkplätze en masse und hat die perfekte Logistik für Veranstaltungen vor Ort. Okay – es ist jetzt nicht gerade idyllisch zwischen den Industriedenkmälern, aber Saltation Mortis hat es auch nicht wirklich was ausgemacht, hier auf ihrer „Burgentour“ Station zu machen. Es kommt auf die Konzertstimmung an. Und die war in Saarbrücken mal wieder über Wochen sehr gut.
Credit: Universal Music
Saltatio Mortis am 13.7.2025
Mein Konzertreigen bei den „SB Open Airs“ startete also mit den Mittelalterrockern aus der Pfalz, die vor zwei Jahren noch als Support von Powerwolf ran mussten, jetzt aber endlich mit einer respektablen Headlinershow aufwarten konnten. Der Set startete mit „Finsterwacht“ und eine Tänzerin im weißen Gewand bewegte sich zu den Klängen der Band. Mit solchen Schauspielereien sorgt man immer für eine besondere Festivalstimmung.
„Brunhild“ und „Odins Raben“ mussten für martialische Erzählungen herhalten, begleitet von einer großen Flammenshow. An Pyrotechnik wurde wahrlich nicht gespart. Doch es war nicht alles bombastisch. Für die Verschnaufpause zwischendurch hatte man eine zweite Bühne aufgebaut, wo es ein akustisches Zwischenspiel mit dem lateinischen „Totus Floreo“ und dem Mitsing-Klassiker „Was wollen wir trinken“ gab.
Saltatio Mortis sind schon immer mehrsprachig unterwegs und ließen mit „Pray to the Hunter“, „Valhalla Calling“ und „We Might Be Giants“ auch den englischen Vocals Raum. Zwischen Folk und Mittelaltersound wurde vor allem ordentlich gefeiert. Zu „Heimdall“ wirkte eine Feuertänzerin mit, der Spaßsong „Mittelalter“ brachte das Publikum springend in Bewegung und zu „Vogelfrei“ gab es einen großen, soliden Circle Pit, wie man ihn sonst nur von Metalbands kennt.
Nach dem Finch-Cover „Keine Regeln“ gab es ein vorläufiges Finale mit „Rattenfänger“, „Prometheus“ und „Feuer & Erz“. Nach den ersten 100 Konzertminuten musste das Publikum aber nicht lange darum bitten, die Band wieder auf die Bühne zu holen. Der Publikumsliebling „Wo sind die Clowns“ wurde ebenso abgefeiert wie „Für immer jung“. Und beim abschließenden „Spielmannsschwur“ ließen sich die Fans auch nach zwei Stunden Livepower nicht lumpen und feierten die Band ausgiebig mit einem endlos langen Zuschauerchor.
Saltatio Mortis zeigten sich in bester Verfassung und waren ein würdiger Headliner. Das 25jährige Bandjubiläum feiert man in Kürze mit der Compilation „Weltenwanderer“. Die Tracklist besteht aus 51 Stücken, die von den Fans per Online-Voting ausgewählt wurden. Lohnt sich!
LEA am 18.7.2025
Weiter ging es am darauffolgenden Freitag mit melancholischen Deutschpop von LEA. Spätestens seit ihrem zweiten Album ist LEA als Sängerin der leisen Töne bekannt. Sie legt eine unglaubliche Fülle an Emotionen in ihre Lyrics und ihre Stimme. Manchen mag das gar zu viel werden, doch ich persönlich kann mich an ihren authentischen Songs einfach nicht satt hören.
Das Bühnenbild war voller Blumen. Man konnte sich also auf viel Romantik und lyrische Dichte gefasst machen. Zudem waren unheimlich viele Kinder mit ihren Eltern vor Ort, was die sympathische Sängerin sichtlich freute. Der Set startete mit „Tausendmal“ und dann folgte direkt der Kracher „Drei Uhr nachts“, den LEA ursprünglich mit Mark Forster aufgenommen hat. Hier zeigte sich die Textsicherheit des Publikums.
„7 Stunden“ ist ebenfalls ein typischer LEA-Song, der eine berührende Geschichte erzählt. Zu „Welt“ hielt sie eine flammende Rede gegen Hass und Intoleranz, mit der Bitte, für eine bunte Welt zu kämpfen. Es folgten „Ich mag dich“ und der Partysong „Aperol im Glas“, den sie mit ihrem Support Dani Lia im Duett zu Gehör brachte.
LEA erzählt in Saarbrücken gern von ihrem ersten Auftritt 2016 im Kleinen Klub der Garage, der vor gerade mal vier Zuschauer*innen stattfand. Schon ein Jahr später war die Garage brechend voll. Beides hatte seinen Reiz für die Band und man denkt nach eigenen Worten immer gern an Saarbrücken zurück.
Auch jetzt gab es ein Konzert im Kleinen, denn es war eine B-Stage aufgebaut, die ausgiebig für ein akustisches Set genutzt wurde. Mit „Wenn du mich lässt“, dem Max Raabe-Cover „Guten Tag, liebes Glück“, ihrem größten Hit „Leiser“, dem romantischen „Treppenhaus“ und der Melancholie von „Kennst du das“ bewies LEA viel Fannähe und war auf Augenhöhe mit dem in Teilen sehr jungen Publikum, das mit selbst gemalten Schildern um ihre Aufmerksamkeit buhlte. Einige wollten mit LEA singen und sie wählte ein junges Mädchen aus, das auf eigenen Wunsch den Refrain von „Okay“ zum besten gab. Zum Abschluss des langen Acoustic Sets, bei dem LEA zeitweise am Piano saß, gab es den Paddington-Song „Das Leben ist schön“.
Zurück auf der Hauptbühne erklangen die Mitsing-Hymnen „Immer wenn wir uns sehen“ und „Heimaptplanet“ ausgeleuchtet mit einem Sternenhimmel aus Handylichter. Zum Finale hin wurde es dann durchaus rockig (zumindest für die Verhältnisse einer Deutschpoetin) und es gab den Rapsong „110“, das von einer Pyroshow begleitete „In Flammen“ und die grandiosen Titel „Schwarz“ sowie „Chaos“.
Im Zugabenblock wurde „Okay“ zum Thema Social Media und Body Awareness endlich komplett performt. Allein am Klavier spielte LEA den berührenden Track „Elefant“ für ihre Eltern und beendete das Konzert schließlich mit „Ein Liebeslied“, dem recht naiven Stück über die Liebe zwischen Igel und Stachelschwein, den es auf keinem Album von ihr gibt und den vor allem die Kinder ganz besonders lieben.
LEA hat mal wieder bewiesen, warum sie an der Spitze deutschsprachiger Songwriterinnen steht. Ihre Texte strotzen vor Melancholie und Poesie und für ihre Fans ist das genau richtig. Die Kids bewundern Lea wie eine große Schwester – und auch das erwachsene Publikum nimmt sie an einem solchen Abend mit auf die emotionale Reise.
Revolverheld am 19.7.2025
Die Gerüchte, dass Revolverheld zum 20jährigen Jubiläum ihre Instrumente an den Nagel hängen wollen, halten sich hartnäckig. Zumindest scheint sowas wie ein Sabbatjahr geplant zu sein, wenn die Tour nach dem „Best of“ Album gelaufen ist. Das soll nämlich unter dem Titel „20“ im August erscheinen. Diese Zahl prangte auch groß im Bühnenbild. Kaum zu glauben, dass der ewig junge Johannes Strate und seine Mitstreiter schon so lange Musik zusammen machen.
Ganz ohne Starallüren kam der Sänger schon zum Support EMY auf die Bühne und performte mit ihr zusammen das Duett „Leerer Stuhl“. Das brachte den beiden großen Jubel ein. Überhaupt lieferte EMY ein schönes Deutschpop-Set, ganz allein auf der Bühne mit Musik vom Band. Teile des Publikums wussten von ihrem Geburtstag und stimmten ein „Happy Birthday“ zum 23. an.
Johannes konnte dann gleich darauf in Erinnerungen schwelgen, die zwei Jahrzehnte umfassten. Er erzählte von Auftritten in Garage und E-Werk. Dazu gab es viele bekannte Songs aus der Karriere. Mit Lückenfüllern wollte man sich gar nicht erst aufhalten. Schon als erstes Stück erklang „Spinner“, gefolgt von „Keine Liebeslieder“ und „Ich werd die Welt verändern“. Jeder kennt die Texte und – zack – sind alle wieder jung.
„Immer in Bewegung“ brachte einen sehr rockigen Sound, der dann für „Halt dich an mir fest“ direkt wieder runtergefahren wurde. Die Ballade wurde wieder im Duett mit EMY interpretiert.
Nostalgische Lyrics gibt es in vielen Revolverheld-Stücken. Hier waren es „Bands deiner Jugend“, „Das kann uns keiner nehmen“ und „Sommer in Schweden“ mit ihrem schwelgenden Charakter. Zum Finale des Hauptsets erklang „Lass uns gehen“ und große bunte Bälle sorgten für ein Happening im Publikum. Der Zugabenblock bot dann pure Publikumsnähe: Johannes sang aus der Menge „Deine Nähe tut mir weh“ und ließ die Fans „Ich lass für dich das Licht an“ anstimmen. Zurück auf der Bühne gab es den Hit dann nochmal und der Kracher „Darf ich bitten“ beendete die zweistündige Show.
Zum alten Eisen gehören Revolverheld sicher nicht und live waren sie wie immer eine Bank. Bleibt zu hoffen, dass die musikalische Auszeit nicht allzu lange dauert.
Frida Gold und Samu Haber am 20.7.2025
Frida Gold, das kongeniale Duo Alina Süggeler und Andi Weizel, hatte nur 35 Minuten Zeit für seinen Set, aber ich bringe es einfach nicht übers Herz, die beiden als „Support“ zu bezeichnen. Es war lange ruhig um Frida Gold, doch bald schon soll es ein neues Album geben und die alten Hits funktionieren wie eh und je.
Es gab einen Elektrosound vom Band, aber auch handgemachte Musik mit Piano, Gitarre und Querflöte. Dazu die gewohnte Mischung aus Poesie und Pop mit einigen neuen Songs sowie Klassikern wie „Liebe ist meine Rebellion“ und „Leuchten“. Da die Zeit knapp war, wurde Letzteres vorzeitig abgebrochen, um „Wovon sollen wir träumen“ in voller Länge feiern zu können. Insgesamt ein grandioses Set voller Energie mit einer tanzfreudigen Alina.
Samu Haber startete seine Show mit einem französischen Discohit vom Band. Die vier Musiker kamen wie Gladiatoren auf die Bühne und stellten sich zu viert in einer Reihe auf, um sich als Band zu präsentieren. Vielleicht will man sich so in der Nachfolge von Sunrise Avenue positionieren. Das Publikum nahm es jedenfalls positiv auf und feierte schon den ersten Song „Me Free My Way“, der ja auch sowas wie ein Mottosong für Samus Solokarriere ist.
Stilistisch gab es ein wenig Folk, etwas Rock und viel Pop. Samu war glänzend gelaunt, tanzte mit der ersten Zuschauerreihe und machte sympathische Ansagen auf Deutsch mit seinem typischen Akzent, den man bei „Voice of Germany“ lieben gelernt hat. Es gab viel Aktuelles wie „Big Guitars“ und „Hometown Gang“. Wenn Samu seine tiefen Vocals auspackte, war er in seinem Element. Doch auch die hohen Tenortöne gelangen ihm aus dem Effeff.
Es waren auch einige Bandsongs von Sunrise Avenue zu hören. „Lifesaver“war der Erste und man spürte förmlich die Erleichterung und Begeisterung bei den Fans, die jubelten und lauthals mitsangen. Auch „Heartbreak Century“ brachte einen solchen Moment.
Samu war – wieso oft – in Erzähllaune und rekapitulierte den Nachmittag, der einige Unsicherheiten gebracht hatte. Gewitter, Sturm und Platzregen hatten für Ungemach gesorgt und auch die Technik lahm gelegt. Die Band brauchte Ersatz für ein Gitarrenelement und ein Aufruf in den sozialen Medien führte tatsächlich einen Menschen zum E-Werk, der mit dem entsprechenden Teil aushelfen konnte. Er wurde von Samu als auch vom Publikum ausgiebig gefeiert.
Traditionell gab es auch einen finnischen Song von Samu. Danach „You Destroyed My Life“ als Pianoballade. Zu „Hollywood Heels“ meldeten sich drei junge Frauen aus dem Publikum, die eine Choreografie erarbeitet hatten und mit Samu eine heiße Sohle aufs Parkett legten. Das anschließende „Hideaway“ beendete den Hauptset.
Im Zugabenteil stimmte Samu den Hit „Fairytale Gone Bad“ zunächst ganz allein mit einem Playback-Beat an. Die Fans feierten den Song mit ihm zusammen in ausgiebiger Länge. Die Ballade „Seasons“ diente zum Abkühlen bevor mit „Hollywood Hills“ der Party-Höhepunkt erreicht war. Nach zwei Stunden endete die furiose Show, die zeigte, dass Samu Haber locker solo bestehen kann – vor allem wenn er zur Freude der Fans einige Klassiker mit einstreut.
So gingen die diesjährigen SB Open Airs grandios zu Ende und wir dürfen gespannt sein, was man 2026 zu bieten hat. Infos dazu folgen in Kürze auf https://garage-sb.de/ Wir halten euch auf dem Laufenden!
Zum Auftakt ihres 25. Bandjubiläums präsentieren Saltatio Mortis eine mitreißende orchestrale Neuinterpretation ihres Hits „Wo sind die Clowns?“. In einer fulminanten Zusammenarbeit mit dem Prager Sinfonieorchester entfaltet der Song eine Klanggewalt, die die Grenzen zwischen Rock und klassischer Musik eindrucksvoll verschwimmen lässt.
Die Single markiert den ersten Vorboten des großen 25 Jahre Best-Of-Albums „Weltenwanderer – Von Träumen & Krawall“, das Saltatio Mortis in Zusammenarbeit mit Universal Music in diesem Jahr veröffentlichen werden und ab sofort vorbestellbar ist. Ein Album, das nicht nur zweieinhalb Jahrzehnte voller musikalischer Highlights zelebriert, sondern dessen Tracklist von den treuesten Wegbegleitern der Band – den Fans – zusammengestellt wurde. In einem besonderen Online-Voting entschieden die Anhänger von Saltatio Mortis selbst, welche Songs auf dieser einzigartigen Compilation verewigt werden.
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„Wo sind die Clowns?“ in orchestraler Pracht verbindet die treibende Energie der Band mit der filigranen Brillanz eines großen Sinfonieorchesters. Aber auch Puristen kommen auf ihre Kosten: Neben der Hauptversion bietet die Single zwei Bonus-Tracks, die das Orchester in den Mittelpunkt rücken – eine reine Orchesterfassung mit Gesang sowie eine zusätzliche Instrumentalversion, die besonders alle Fans von Film- und Gaming-Soundtracks begeistern wird.
Mit dieser kraftvollen Neuauflage von „Wo sind die Clowns?“ läuten Saltatio Mortis ihr Jubiläumsjahr gebührend ein und geben einen ersten Vorgeschmack auf das, was die Fans auch im Herbst 2025 bei der großen Jubiläumstour erwarten wird: Eine Reise durch 25 Jahre voller Musik, Leidenschaft und unvergesslicher Hymnen!
Fotocredit: Simon Volz
Burgentour 2025:
21.06.25 Ulm, Klosterhof Wiblingen
13.07.25 Saarbrücken, Open Air am E-Werk
25.07.25 Singen, Hohentwiel Festival
16.08.25 Creuzburg, Burg Creuzburg
29.08.25 Koblenz, Festung Ehrenbreitstein
30.08.25 Koblenz, Festung Ehrenbreitstein
06.09.25 Magdeburg, Festung Mark
Saltatio Mortis Tour 2025 (Support: Bad Loverz):
17.10.25 Geiselwind, Eventzentrum Geiselwind
18.10.25 Hamburg, Sporthalle Hamburg
24.10.25 Leipzig, Haus Auensee
25.10.25 Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle
31.10.25 Berlin, Uber Eats Music Hall
01.11.25 Hannover, Swiss Live Hall
06.11.25 Wien (AT), Raiffeisen Halle im Gasometer
07.11.25 München, Zenith
08.11.25 Frankfurt, Jahrhunderthalle Frankfurt
14.11.25 Ludwigsburg, MHP Arena
15.11.25 Zürich (CH), Halle 622
Der Kampf gegen Rassismus und Hass ist ein Kampf, der laut stattfinden muss. Mit Gleichgesinnten, die für dasselbe einstehen: für Nächstenliebe und Respekt. Für Frieden und eine Brüderschaft. Für Gemeinschaft. Sowohl als Comedian als auch als Musiker steht BÜLENT CEYLAN seit jeher für genau diese Werte und positioniert sich klar gegen Hass und für die Liebe. Eine Botschaft, die der Sänger nun auch in ein musikalisches Gewand hüllt. Mit lauter Stimme. Und Brüdern an seiner Seite – die Musiker von SALTATIO MORTIS, mit denen ein gemeinsamer Metal-Song mit Haltung entstanden ist: BRÜDER.
„Einer für alle und alle für einen“ – sieben kleine Worte, die für BÜLENT CEYLAN und seine BRÜDER eine tiefe Bedeutung haben. Denn nur gemeinsam kann Großes geschaffen werden. Kein Wunder also, dass die Message des Features mit jener Sprache vermittelt wird, die von allen Menschen gleichermaßen verstanden wird: der Musik. Dabei treffen wuchtige Sounds auf empowernde Lyrics, energiegeladene Melodien auf Metal pur. Und BÜLENT CEYLAN auf die erfolgreichen Musiker von SALTATIO MORTIS.
Credit: OneFourAll Music
„Wir kämpfen für Gerechtigkeit, Brüderschaft, Nächstenliebe und gegen Rassismus, haben also eine ähnliche Lebenseinstellung – das war wirklich super“, so der 48-Jährige über die wichtige Botschaft des Tracks. Eine Message, die auch Saltatio Mortis Musiker Alea am Herzen liegt: „Nachdem Bülent und ich so viel Spaß beim Dreh unseres Tourtrailers hatten, war ich natürlich begeistert, als er mich gefragt hat, ob ich einen Song mit ihm singen würde. Das Lied passt einfach zu uns. Wir haben uns bei dem Dreh das erste Mal getroffen, doch es war, als würden wir uns schon ein Leben lang kennen – wir sind wie Brüder.“
Wir sind wie Brüder, immer wieder
Ich geb mein letztes Hemd für dich
Wir sind wie Brüder, Narren und Krieger
Ich weiß genau, du tust alles für mich
Wir feiern das Leben, die Freundschaft und uns
Singen zusammen unsere Lieder
Das gilt für immer, was auch kommt
Wie sind wie Brüder
Mit „BRÜDER“ liefert BÜLENT CEYLAN eine weitere Singleauskopplung aus seinem Metal-Album „ICH LIEBE MENSCHEN“. Ein Longplayer, dessen Botschaft für sich steht. Denn BÜLENT CEYLAN liebt alle Menschen – all ihrer Verfehlungen und Unzulänglichkeiten zum Trotz. Weil er einer von ihnen ist. Und sich ein friedliches Miteinander wünscht. Ohne Hass und Hetze. Dafür mit Liebe. Ein Ziel, für das er einsteht. Dabei stets an seiner Seite: seine BRÜDER.
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21 Jahre ist es nun her, dass diese Band ihre ersten Auftritte hatte; damals standen die Musiker mit Trommeln und Sackpfeifen an Straßenecken herum und spielten für das Geld, das man ihnen in die Hüte warf. Sie hätten das damals ja selbst nicht gedacht, sagen Saltatio Mortis heute: Dass man mit Schnabelschuhen, Schellenband und Dudelsack irgendwann mit vier Nummer-Eins-Alben dasteht und mit einer goldenen Schallplatte noch dazu. Und dass es eine so bunte Truppe, auch nach über zwanzig Jahren, immer noch schafft, so erfolgreich zu sein, in einer Welt, die zunehmend grau wird – allein das ist ein Zeichen, das Hoffnung macht.
Hoffnung, die im zweiten Jahr der Corona-Ausnahmesituation auch dringend notwendig scheint. Auch knapp ein Jahr nach der Veröffentlichung von „Für immer frei” ist von der alten Normalität noch nichts zu spüren. Konzerte, wie wir sie kannten, gleichsam das Lebenselixier von Saltatio Mortis, gibt es nach wie vor nicht. Die Band fiebert den ersten Auftritten nach über 18 Monaten Bühnenabstinenz entgegen und hat für die Käufer der limitierten Auflage auch einen kompletten Mitschnitt des besonderen «Corona-Livestream» Konzertes auf DVD im Gepäck.
Doch nicht nur die Welt da draußen hat sich verändert, auch im kleinen Saltatio-Kosmos hat sich Einiges getan: Zeitgleich mit dem Release von “Für immer frei” wurde Lasterbalk – Gründungsmitglied, Schlagzeuger, Texter und Manager von Saltatio Mortis – Vater einer kleinen und sehr bezaubernden Tochter. Kinder verändern die Welt, und so scheidet er aus dem zeitintensiven Tourgeschäft aus, um seine Tochter aktiv beim Aufwachsen zu begleiten. Die Drumsticks übernimmt Jean und sorgt mit seiner unbändigen Spielfreude für die richtigen Beats. Lasterbalk wird weiterhin hinter den Kulissen für die Band da sein und natürlich fleißig an neuen Songs mitarbeiten.
Die ersten Ergebnisse dieser Umwälzungen haben Saltatio Mortis in einer Neuauflage des Erfolgsalbums «Für immer frei» zusammengefasst. Neben den markanten Songs des Hauptalbums finden sich hier fünf neue Songs und drei alternative Versionen. Mit der Single «Nie allein» beschwören Saltatio den Zusammenhalt, den sie auch in der echten Welt leben und erleben. Mit «My Mother Told Me» und «Wellerman» sind gleich zwei fremdsprachige Songs in den acht neuen Tracks vertreten, die deutlich auf die historischen und folkigen Wurzeln der Band verweisen. Schon lange schlägt das Herz der Band auch für die nordische Sagenwelt und nicht zuletzt eben auch für neuzeitliche Adaptionen, wie zum Beispiel die Erfolgsserie «Vikings». Fans der Serie werden die historische Melodie von «My Mother Told Me» bestimmt sofort erkennen, wie auch Fans von «Assasins Creed» einige Figuren in der videografischen Umsetzung wiederfinden dürften. Es ist genau dieser Spagat, der Saltatio Mortis auszeichnet: Der Spagat zwischen Modernem und Historischem…
„Für immer frei – Unsere Zeit Edition“ heißt das neue Album von Saltatio Mortis, und im Titel finden sich Bekenntnis und Aufruf zugleich. Eine stimmige Selbstbeschreibung einer freien Band, die sich noch nie um musikalische Grenzen geschert hat. Freie Musik von freien Menschen. Denn frei und offen: So ist die Musik dieser Gruppe; so war sie schon immer, seit Saltatio Mortis im Jahr 2000 in Karlsruhe zueinander gefunden haben. Aber so neugierig und virtuos wie auf diesem Album haben sie vielleicht noch nie an der Erweiterung ihrer Möglichkeiten gearbeitet.
Saltatio Mortis wirken auch nach einundzwanzig Jahren immer noch so kraftvoll, leidenschaftlich und neugierig wie am ersten Tag; ihre gewachsene musikalische Reife steigert nur noch die Intensität ihrer Songs. „Für immer frei – Unsere Zeit“: Das ist die Musik einer Band, die ihre Geschichte kennt und um die Zukunft weiß; die so sicher ist, dass sie kein Risiko scheut – und die weiß, dass es heute wichtiger ist denn je, den kräftigen Rock und den zarten Folk nicht den Feinden der Freiheit zu überlassen.
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„Für immer frei (Unsere Zeit Edition)“ ist erhältlich als Stream, Digital und in folgenden *physischen Konfigurationen:
Ltd. Edition 2CD + 1DVD: Deluxe Edition mit Studioalbum und 8 neuen Songs, DVD „Ein Traum von Freiheit“ mit dem kompletten Mitschnitt des Corona-Live-Stream-Konzerts plus 4 Musikvideos
2 CD Digipack (1. CD – 14 Songs, 2. CD – 8 neue Songs, darunter „My Mother Told Me”)
Vinyl (2LP, 22 Songs, 180 gr. / schwarz)
Stream und Download (22 Songs)
TRACKLIST „FÜR IMMER FREI (UNSERE ZEIT)“:
CD1
Ein Traum von Freiheit
Bring mich zurück
Loki
Linien im Sand
Für immer jung
Palmen aus Stahl
Löwenherz
Mittelfinger Richtung Zukunft feat. Henning Wehland und Swiss und Die Andern
Angefangen hat das Oktett im Jahr 2000 als Straßenmusikband. Die ersten Alben fanden noch keine Beachtung in den Charts, doch bereits 2009 und 2011 ging es dann in die Top 10 und 2013, 2015 sowie 2018 folgte der verdiente Lohn mit drei Nummer-1-Alben in Deutschland. Das aktuelle Werk „Für immer frei“ beschert Saltatio Mortis nun die vierte Chartspitze in Folge!
Die Band ist reifer geworden und hat den Platzhirschen von In Extremo längst den Rang abgelaufen. Bei den ersten Auftritten standen die Musiker mit Trommeln und Sackpfeifen an Straßenecken herum und spielten für das Geld, das man ihnen in die Hüte warf. Sie hätten es damals ja selbst nicht gedacht, sagen Saltatio Mortis heute: Dass man mit Schnabelschuhen, Schellenband und Dudelsack irgendwann mit mehreren Nummer-Eins-Alben da steht und einer Goldenen Schallplatte dazu. Und dass es eine so bunte Truppe auch nach zwanzig Jahren immer noch schafft, so erfolgreich zu sein in einer Welt, die zunehmend grau wird – allein das ist ein Zeichen, das Hoffnung macht.
„Für immer frei“ heißt das neue Album von Saltatio Mortis, und im Titel finden sich Bekenntnis und Aufruf zugleich. Und eine stimmige Selbstbeschreibung. Denn frei und offen ist die Musik dieser Gruppe. So war sie schon immer, seit Saltatio Mortis im Jahr 2000 in Karlsruhe zueinander gefunden haben, aber so neugierig und virtuos wie auf diesem Album haben sie vielleicht noch nie an der Erweiterung ihrer Möglichkeiten gearbeitet.
Das Album ist sehr vielseitig geworden und bietet knallharten Deutschrock, ausgestattet mit mittelalterlichen Instrumenten. Der Härtegrad wird bei Stücken wie „Palmen aus Stahl“ enorm in die Höhe gefahren und auch „Mittelfinger Richtung Zukunft“ lässt aufhorchen. Doch keine Sorge, „Loki“ und „Löwenherz“ geben den mittelalterlichen Themen genügend Raum. Auch „Factus de materia“ weiß zu überzeugen.
Politisch wird es in Stücken wie „Linien im Sand“ mit dem Ruf nach einer Welt ohne Grenzen. „Rose im Winter“ und „Seitdem du weg bist“ funktionieren als sanfte Balladen. „Keiner von Millionen“ ruft zum selbständigen Denken auf, ohne aber in Verschwörungstheorien zu verfallen. „Neustart für den Sommer“ wirft einen Blick auf dieses seltsame Jahr 2020 und spricht das aus, was sich wohl viele wünschen: nochmal von vorne, aber ohne Corona. „Geboren um frei zu sein“ schließlich steht als folkiger Quasi-Titelsong ganz am Schluss: „Wir holen uns das Paradies zurück“.
Saltatio Mortis wirken auch nach zwanzig Jahren immer noch so kraftvoll, leidenschaftlich und neugierig wie am ersten Tag. Ihre gewachsene musikalische Reife steigert nur noch die Intensität ihrer Songs. „Für immer frei“ – das ist die Musik einer Band, die ihre Geschichte kennt und um die Zukunft weiß. Sie will den kräftigen Rock und den zarten Folk nicht den Feinden der Freiheit überlassen.
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Nachdem die acht Musiker mit ihrem im letzten Sommer veröffentlichten Studioalbum „Brot und Spiele“ zum dritten Mal aus dem Stand auf Platz 1 der deutschen Longplay-Charts schossen und auch für den 2015er Vorgänger „Zirkus Zeitgeist“ gerade frisch mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet wurden, erfüllen sich Saltatio Mortis nun zur Feier des Tages einen langgehegten Traum und veröffentlichen „Brot und Spiele – Klassik und Krawall“.
CD 1 enthält ein Dutzend der bekannten Songs im neuen Gewand. Und das funktioniert hervorragend! „Brunhild“ bleibt weiterhin eine epische Erzählung. Da tut sich nichts im Vergleich zum Original. Doch „Dorn im Ohr“ wird zum eingängigen Kracher, wenn man Bläser und Fanfaren gegen Streicher eintauscht. „Brot und Spiele“ gewinnt ungemein an Härte und das im Original doch recht nervende „Nie wieder Alkohol“ kann hier im Klezmer-Gewand absolut glänzen. „Sie tanzt allein funktioniert auch als schöne Pianoballade und „Europa“ weiß im akustischen Gewand absolut zu begeistern, was zudem zur besseren Textverständlichkeit beiträgt. Also die Klassik-Umsetzung ist bestens gelungen.
Damit Mittelalter-Puristen nicht zu kurz kommen, enthält CD 2 des schön aufgemachten Digipacks einen Livemitschnitt aus Oberhausen. Die Aufnahme liefert rohe, ungefilterte Konzertaufnahmen, auf denen die unbändige Live-Energie ihrer schweißtreibenden Auftritte fast körperlich spürbar ist. Es ist ein energiegeladenes Live-Feuerwerk, das die größte Show der vergangenen Tour hervorragend einfängt. Neben den aktuellen Titeln sind einige Klassiker und länger nicht gehörte Publikumsfavoriten mit dabei – was will man mehr?
Wer sich das neue Album „Brot und Spiele“ von Saltatio Mortis in der Deluxe Edition zulegt, wird mit einem kompletten Bonusalbum namens „Panem et circensis – ad fontes“ (übersetzt: „Brot und Spiele – zum Ursprung“) belohnt. Und tatsächlich bekommt man zwei ganz unterschiedliche CDs. Das eigentliche neue Album zeigt Saltatio Mortis am Puls der Zeit. Mit zum Teil politischen und sozialkritischen Texten, einer gut produzierten Rock-Attitüde und deutschen Texten. Die Bonus-CD hingegen liefert eine sehr raue Produktion, die ganz zurück zu den mittelalterlichen Wurzeln der Band geht und an ihre Tage auf den Marktplätzen erinnert. Traditionalisten erfreuen sich hier auch an lateinischen, nordischen, skandinavischen und englischsprachigen Texten.
Angefangen hat das Oktett im Jahr 2000 als Straßenmusikband. Die ersten Alben fanden noch keine Beachtung in den Charts, doch bereits 2009 und 2011 ging es dann in die Top 10 und 2013 sowie 2015 folgte der verdiente Lohn mit zwei Nummer-1-Alben in Deutschland. Die Band ist reifer geworden und setzt an, den Platzhirschen von In Extremo den Rang abzulaufen. „Brot und Spiele“ ist quasi ihr Meisterstück. Drei Jahre haben sich die Spielleute dafür Zeit genommen. Geschrieben und geprobt haben alle in einem Raum, laut und mitreißend und zwar so lange, bis auch der letzte überzeugt war: Ja, das ist es. So wollen wir klingen! Entstanden ist ein in sich geschlossenes Album, in dessen zwölf Stücken sich all das verdichtet, was Saltatio Mortis immer schon ausgezeichnet hat: Themen, die berühren, aufregen und mitreißen.
Der Song „Große Träume“ erzählt autobiographisch von den Anfangstagen, „Dorn im Ohr“ beschreibt die Lust, durchaus beim Publikum anzuecken. Dazu passen politische Themen wie „Europa“ und der Titeltrack „Brot und Spiele“. Besonders freut mich der sehr entlarvende Text von „Besorgter Bürger“. Textzeilen wie „Du rettest nicht das Abendland, du bist ein Arschloch und Rassist“ sind ausgesprochen deutlich formuliert. Ganz bewusst nimmt die Band kontroverse Themen auf, ist dabei jedoch nie plakativ, sondern sehr authentisch.
Doch es gibt auch leise Töne, wenn „Spur des Lebens“ mit der Ansprache an ein ungeborenes Kind nachdenkliche Zweifel ausdrückt. Und wem das alles zu ernst ist, der kann in „Nie wieder Alkohol“ und „Mittelalter“ die feierwütige, joviale Seite der Band erkennen. Und mit „Brunhild“ gibt es dann noch ein echtes Epos, das die Nibelungensage erzählerisch aufleben lässt. Ein wirklich rundes Album, das in sich sehr stimmig ist. Die einstigen Spielleute sind vielseitiger geworden – vielleicht auch ein bisschen erwachsener – und haben ihr Spektrum erstaunlich erweitert. Die Texte von Schlagzeuger Lasterbalk spiegeln das überzeugend wider, loten neue Tiefen des bisher schon detailreichen Schaffens aus und scheuen auch emotionale Themen nicht.
Neben mitreißenden Rhythmen, Brettgitarren und hymnischen Melodien bilden historische Instrumente wie Drehleiern und Bouzouki und die Dudelsäcke mit ihrer archaischen Urgewalt traditionell einen wichtigen Pfeiler im musikalischen Schaffen der Karlsruher. Zu den musikalischen Gästen auf „Brot und Spiele“ zählen Malte Hoyer von Versengold sowie Mr. Hurley (Mr. Hurley & die Pulveraffen), deren gemeinsame Geschichte mit Saltatio Mortis weit in die Zeit der Mittelaltermärkte zurückreicht. Was also lag näher, als die beiden bei einem Titel wie „Mittelalter“ um launige Unterstützung zu bitten.
Sind Saltatio Mortis also noch eine Mittelalterband? Auf jeden Fall! Das macht allein die Bonus-CD „Ad Fontes“ deutlich. Hier bekommt man zwölf zuvor unveröffentlichte, komplett akustisch-mittelalterliche Stücke. Wem das eigentliche Album zu glattpoliert erscheint der erhält hiermit den perfekten Ausgleich.
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Ein neues Konzept von Popp Concerts, das sich sehr vielversprechend anlässt: Die „Trierer Nacht der Spielleute“ präsentierte gleich drei hochkarätige Szenebands, die sich hier zu einem ordentlichen Happening versammelt hatten. Die Vorzeichen konnten nicht besser sein! War doch die Vollmondnacht des Blutmondes angesagt, die viele Mittelalter-Bands so gern besingen. Zudem heißt das neue Album von Saltatio Mortis „Brot und Spiele“. Wo präsentiert man so etwas besser als im wundervollen Ambiente einer alten römischen Kampfarena?
Den Anfang machten aber Feuerschwanz aus Erlangen. Für mich die Überraschung des Abends. Inhaltlich wird das Konzept vor allem von zwei Themen beherrscht: Met und Miezen. Doch musikalisch geht es trotz dieser politischen Unkorrektheiten ordentlich zur Sache. Die Geigerin Stephanie Pracht muss sich jovial „Johanna von der Vögelweide“ nennen lassen. Nun ja. Ihren Qualitäten an der Violine tut das zumindest keinen Abbruch.
Das neue Album der süddeutschen Band wird den gehaltvollen Titel „Methämmer“ tragen und am 17.8. erscheinen. Vorher gibt es gar noch einen Auftritt in Wacken. Läuft also. Das Publikum spielte von Beginn an mit. Auf die Frage „Wo nach gelüstet euch heute Nach?“ kam von den vielen Insidern der Jubelruf „Blöde Frage, Saufgelage!“ und man feierte den gleichnamigen Song heftig mit.
Bald schon erschien auch ein leichtbekleidetes Mädel, „Mieze“ genannt, das zu einigen Songs mittanzte und das Publikum animierte. Beispielsweise wurde das Volk in eine rechte und linke Seite geteilt, die zu einem Hupen-Laut aufeinander zu rennen und sich umarmen sollten. Zunächst aber wurde zu „Schubsetanz ist Rittersport“ ein hübscher Pogo aufs Parkett gelegt. Doch auch die anschließende Umarmung klappte gut.
Durchaus harte Metalklänge wurden mit Folkrock durchmischt. Das wird auch auf dem nächsten Album so sein, wie die ersten neuen Songs bewiesen. „Unser Gott heißt Alkohol“, wurde das Motto von „Methämmer“ nochmal klargestellt. Dazu gab es Klassiker wie „Metnotstand im Märchenland“ und „Krieger des Mets“. Als Pendant zu Thors Hammer wurde eine Keule mit Bierfass geschwungen. Soll keiner sagen, dass der Band nichts zum Thema mehr einfällt.
Selbst kritische Songtexte wurden lustig verpackt, als „Mieze“ zum Song „Ketzerei“ am vorderen Bühnenrand angekettet wurde, um die schlimmen Finger des Christentums zu besingen. Sie tanzte aber fröhlich lasziv mit und alles wirkte halb so wild. Das ist dann auch das Motto von Feuerschwanz: Alles halb so wild, so lange genug Met am Start ist. Dem wurden sie voll gerecht. Musikalisch aber fand ich den Auftritt sehr überzeugend. Das hätte gerne über die 40 Minuten des Slots hinaus gehen dürfen.
Saltatio Mortis müssen sich in den letzten Jahren oft den Vorwurf anhören, dass ihre mit E-Gitarren versehene Rockmusik kaum noch den Geist des Mittelalters atmet, dem man sich zu Beginn der Karriere verschrieben hat. Das mag auf den ersten Blick stimmen – doch wir wollen nicht vergessen, dass die Band immer noch zweigleisig fährt. Ihre Auftritte auf Mittelaltermärkten sind weiterhin ein musikalisches Fest, ganz in alter Tradition mit Dudelsäcken und weiteren ungewöhnlichen Instrumenten und einer immensen Spielfreude, die das Publikum mitreißt. Parallel dazu gibt es halt die Hallen-Rockshows, die von Album zu Album mehr Zuschauer zu Saltatio Mortis locken und ihnen ein großes Rock-Publikum bescheren.
In die Mittelalter-Diskussion will ich jetzt gar nicht einsteigen. Mir gefallen beide Seiten der Band. Und wie man jetzt sieht, tut sie alles, um die alten Fans nicht zu verprellen. Das ausgezeichnete neue Album „Zirkus Zeitgeist“ erscheint nun nämlich in einer Version „Ohne Strom und Stecker“. Unplugged – würde man auf Neudeutsch sagen.
Schon für die Livekonzerte bei den Spectaculum-Shows gab es zwei aktuelle Songs in umarrangierten Versionen. Nun hat man sich (fast) das komplette Album vorgenommen. Nur „Augen zu“ und „die „Abschiedsmelodie“ fielen raus, hinzu kam aber der wunderschöne Bonustrack „Gossenpoet“. Geradezu intim klingen die Songs und natürlich darf hier und da auch eine gehörige Portion Spaß nicht fehlen. Die Liebe zu akustischen Instrumenten und das typische Augenzwinkern von Saltatio Mortis klingen hier förmlich durch jede Note. Viele Songs, die vorher noch sehr energisch aus den Boxen dröhnten, kommen plötzlich sehr entspannt, bisweilen gar schwermütig. Es ist, als habe der Herbst die Arrangements verändert.
Instrumental ist es gar nicht so mittelalterlich, wie man vermuten könnte. Es sind vor allem akustische Gitarren, die den Stücken jetzt Folk-Charakter geben. Natürlich versetzt mit Dudelsäcken, Schalmeien, Drehleiern und Flöten hier und da. Die Neu-Interpretation ist sehr kreativ und verleiht den Songs neue Tiefe. Klasse Idee, die sehr gut umgesetzt wurde.
In der limitierten Deluxe Edition des Albums haben sich die acht Musiker noch von sich selbst inspirieren lassen. Nachdem mit „Willkommen in der Weihnachtszeit“ und „Maria“ schon im Hochsommer Weihnachten war, haben die Spielleute nun eine Bonus-CD zusammengestellt mit dem Titel „Fest der Liebe“. Dafür wurden neben den genannten Titeln auch neue Weihnachtssongs aufgenommen und versüßen so die Weihnachtszeit auf ihre ganz eigene Art – mit Weihnachten im Zeichen vom Dudelsack, E-Gitarre und bissigen Texten
Bevor man diese Bonus-CD allerdings der holden Verwandtschaft zum Festtage auflegt, sollte man zunächst auf die Texte hören und überlegen, ob Oma und Opa mit der Saltatio Mortis eigenen Anwendung von Ironie und Sarkasmus umgehen können. „Morgen, Kinder, wird’s nichts geben“ bietet eine überdeutliche Gesellschaftskritik und der Text von „Alle Jahre wieder“ greift die Mentalität des Konsums an. „Als die Waffen schwiegen“ ist hingegen ein sehr ernster, melancholischer Song, der sich auf ein Geschehen im Ersten Weltkrieg beruft. Gänsehaut pur! Und dann gibt es Whams Gassenhauer „Last Christmas“ in der ultimativen Rock-Version. Hier bekommt das „Fest der Liebe“ echt Klasse!
Seit Anbeginn ihrer musikalischen Laufbahn versorgen Saltatio Mortis die gängigen Mittelalterfeste im deutschsprachigen Raum mit halbwegs authentischer Musik. Erst letzte Woche konnte ich sie im Urlaub auf dem „Spectaculum“ in Aach am Bodensee bewundern. Gleich zwei Shows gab es für die Mittelalter-Fans. Nachmittags war der Zuspruch noch etwas verhalten, doch am Abend boten sie eine stimmungsvolle und vor allem laute Akustik-Show mit vier Dudelsäcken und heroischen Gesangslinien. Man hatte am Tag zuvor gerade die Nummer 1 in den deutschen Albumcharts gefeiert und war entsprechend verkatert. Das tat der super Stimmung jedoch keinen Abbruch.
Vom aktuellen Album „Zirkus Zeitgeist“ gab es allerdings nur zwei Songs, was logisch ist, wenn man sich die mit E-Gitarren versehenen Arrangements anhört. Solch Rockspektakel passt dann doch nicht auf den Mittelaltermarkt. Wer diese harten Klänge hören will, muss die reguläre Tour im Herbst abwarten.
„Zirkus Zeitgeist“ bietet vierzehn Stücke, die zwar musikalisch den Geist vergangener Jahrhunderte in sich tragen, textlich aber äußerst politisch und zeitkritisch daherkommen. Die viel zu früh im Jahr kommerziell startende Weihnachtszeit, die namenlosen Toten der Weltkriege, ein fröhliches „Wir sind Papst“ gegen die Deutschtümelei und „Des Bänkers neue Kleider“ mit den härtesten Riffs des Albums – hier werden eine Vielzahl aktueller Themen angerissen und mutig angegangen.
Das Zirkus-Thema nimmt vor allem der Opener „Wo sind die Clowns?“ auf. Ein eingängiger starker Song, der nach ein wenig stimmungsvoller Zirkusmusik ungehemmt auf uns einbrettert. So darf der moderne Spielmann klingen! In der „Deluxe Edition“ gibt es übrigens auf einer zweiten Disc passend zum 15jährigen Bestehen 15 Saltatio Mortis-Klassiker, die von befreundeten Bands eingespielt wurden. Da ist die Elite vertreten mit u.a. Unheilig, Subway To Sally, Doro, Schandmaul und Vanden Plas. Vorhang auf und Manege frei für den „Zirkus Zeitgeist“.