Skip to content

Musicheadquarter.de – Internet Musikmagazin

Menu
Urheber/Fotograf: President

President 11.01.2026 Luxor / Köln

President – Amtseinführung in Köln

Seit rund einem Jahr gibt es eine neue maskierte Band, die Aufmerksamkeit auf sich zieht: Mit einem mysteriösen Teaser bei Social Media wurde erste Neugier geweckt, kurz darauf erschien der Name der Band bereits auf dem Line-Up des renommierten britischen Download-Festivals. Die erste Single erschien im vergangenen Mai, beim Festival präsentierte die Band einen Großteil der EP „King of Terrors“, die im September erschienen ist.

Die Rede ist von President, doch wer dahinter steckt bleibt weiterhin ein wohl gehütetes Geheimnis. Ähnlich wie bei Sleep Token tragen die vier Bandmitglieder Masken, der Sänger sticht auch hier hervor: Mit einer Full-Face-Maske, die an Mike Myers in Präsidentenform erinnert, hebt er sich deutlich von seinen Bandkollegen ab, die mit einer schlichten schwarzen Maske ausgestattet sind (auch hier deutliche Parallelen zu Sleep Token). Auch hier werden Decknamen genutzt: Sänger President, Schlagzeuger Vice, Bassist Protest und Gitarrist Heist bilden die Band.

Das Rezept scheint auch hier aufzugehen. President wird von den Fans sehr gut angenommen. 141 Tausend Follower bei Instagram und das Headliner-Konzert in Köln am 11. Januar war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. In Hannover, Berlin und Wien ist die Band als Support der Architects in den nächsten Tagen zu sehen. (Übrigens eine weitere Parallele zu Sleep Token, die kurz vor beziehungsweise während ihrem Durchbruch ebenfalls mit der britischen Metalcore-Band auf Tour war.)

Doch was galt es bei dieser exklusiven Headliner-Show zu erwarten? Schließlich weisen President kein Repertoire auf, das ein längeres Konzert erlauben könnte. Zuerst jedoch galt es: Warten. Laut Veranstalter-Webseite hätte es um 20 Uhr losgehen sollen. Was startete, war eine Bandansage, in der die „Citizens“, wie die Fans bezeichnet werden, zur feierlichen „Inauguration“ begrüßt werden: Ein historischer Moment komme auf die wenigen Ausgewählten zu, den sie nun gemeinsam erleben dürfen. „Der Präsident erscheint in Kürze“, so die Ankündigung.

Eben diese Ankündigung sollte sich insgesamt fünf Mal wiederholen. Um 20.49 Uhr ging das Licht schließlich doch aus – für eine halbe Stunde. So lange dauert es, bis die sechs Songs (Fearless, Dionysus, Rage, Conclave, Destroy Me und In the Name of the Father) von der EP durchgespielt sind. An Position vier wurde ein Deftones-Cover eingeschoben: „Change (In the House of Flies)“.
Nun könnte man sich darüber beschweren, doch dafür war es kurz und intensiv.

Die präsidiale Gestik, wummernde Bässe, was die Band auf Platte und in den sozialen Medien liefert, funktioniert auch live. Für viele dürfte es auch deshalb ein besonderer Abend gewesen sein, weil es sich anfühlt, als sei man zum Beginn einer größeren Karriere direkt dabei. Es ist davon auszugehen, dass mit den nächsten Veröffentlichungen und einem größeren Portfolio das Konzerterlebnis nochmal besser wird. Die Mischung aus Metalcore mit elektronischen Elementen kommt jedenfalls im Zeitgeist gut an.

Keine Produkte gefunden.