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Sarah Jarosz – neues Album “World on the Ground”

Sarah Jarosz  •  World on the Ground
Veröffentlichungsdatum: 05.06.2020
Unsere Bewertung: 7 von 9 Punkten

Die dreifache GRAMMY-Gewinnerin Sarah Jarosz veröffentlichte vor einer Woche ihr erstes neues Album seit vier Jahren. Die gefühlvolle und großartige Songsammlung – produziert von John Leventhal und aufgenommen in seinem Heimstudio in Manhattan – folgt dem Album “Undercurrent” von 2016, das mit einem Grammy als bestes Folk Album ausgezeichnet wurde.

“World On The Ground” ist eine Sammlung von realen und fiktiven Geschichten, die die Spannung und Trägheit des Kleinstadtlebens erforschen. Jarosz, die aus Wimberley, Texas, mit 2.626 Einwohnern stammt und derzeit in New York City lebt, untersucht die Sehnsucht nach der Flucht im Gegensatz zur Leichtigkeit bzw Bequemlichkeit des Bleibens an einem Ort. Das Album wird von empfindsamen Seelen, ziellosen Wanderern und Tagträumern bevölkert. Ihre Geschichten werden durch die weitläufigen, aber komplizierten Arrangements des Albums und die fesselnde Stimme und das detailreiche Songwriting von Jarosz beleuchtet. Mit dem thematischen Umfang eines Romans und einem vom klassischen texanischen Songwriting inspirierten Sound zeichnet “World On The Ground” ein Porträt, das außerhalb der Zeit existiert.

Das Album hat seinen Titel von dem Song-Highlight “Pay It No Mind”, in dem weise Worte durch den Gesang eines Vogels, der auf die Welt herabblickt, weitergegeben werden: “When the world on the ground is gonna swallow you down, sometimes you’ve got to pay it no mind.” Das Vögelchen, das seine Flügel ausstreckt”, ziert auch das gelungene Cover des Albums – ein Bild von Erin E. Murray, das Jarosz von ihren Eltern geschenkt bekam.

Der Sound ist im Gesamten sehr beschaulich und gitarrenlastig. Sarah hat eine weiche Stimme, die fantastisch erzählen kann. Die Melancholie von “Hometown” klingt zugleich schmerzlich und schön. Trotz seiner Homogenität und Beschaulichkeit wird das Album in 35 Minuten nicht langweilig, was sicher an Sarahs variablen Vocals liegt – und an kleinen rhythmischen Ausreißern wie “I’ll Be Gone” und “Little Satchel”.

Es sind schöne, anekdotische und berührende Erzählungen ohne Schickschnack. So finde ich auch den Weg in die folkige Welt der Countrymusik.

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