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Urheber/Fotograf: Deutsche Grammophon

Wiener Philharmoniker "Beethoven - Symphonie Nr. 7"

Unsere Wertung: 9 von 9 Punkten.

Deutsche Grammophon startet neue audiophile LP-Reihe

Zu ihrem 125. Geburtstag veröffentlicht die Deutsche Grammophon legendäre Aufnahmen in höchster Klangkultur: Die neue audiophile Vinyl-Serie „The Original Source“ präsentiert herausragende Aufnahmen der 1970er Jahre in ganz neuer Klangqualität. Dafür haben die renommierten Emil Berliner Studios die originalen Vierspur-Bänder mit eigens für die Produktion der Serie entwickelten Technologien in 100% analoger Qualität (AAA) neu gemastert und geschnitten. Die klanglichen Unterschiede zu den Originalveröffentlichungen sind beträchtlich: Größere Klarheit, mehr Feinheiten und Verbesserungen im Frequenzgang, zugleich weniger Nebengeräusche, Verzerrungen und Komprimierungen ermöglichen ein audiophiles Hörerlebnis wie nie zuvor.

Auf 180g Vinylplatten und in einer Deluxe-Gatefold Edition mit Originalcovers und -texten werden die Exemplare dieser Serie limitiert und nummeriert veröffentlicht. Begleitet werden sie von zusätzlichen Fotos und Faksimiles der Aufnahmeprotokolle und Bandkartons, außerdem erklärt ein Textbeitrag die genauen technischen Hintergründe.

„Auf den Ikonen der klassischen Musik gründet sich die Identität von der Deutschen Grammophon, ihre Aufnahmen sind von zeitloser Qualität„, erklärt Dr. Clemens Trautmann, President Deutsche Grammophon. „Das, was wir heute tun, ist stets eingebettet in unsere wunderbare 125-jährige Geschichte, die wir 2023 würdigen. Kreative Inhalte aber wurden den Hörerinnen und Hörern durch meisterliche Technik nahegebracht. Die neue Serie verknüpft all diese Aspekte auf bemerkenswerte Art – große Musik kommt durch neueste technische Verfahren auf einen Tonträger, der zum bewussten Hören und Musikerleben einlädt.“

Die ersten 14 Alben von The Original Source erscheinen im Laufe dieses Jahres. Am Anfang stehen Beethovens „Symphonie Nr. 7“ (Wiener Philharmoniker/Carlos Kleiber), Mahlers „Symphonie Nr. 5“ (2 LPs – Berliner Philharmoniker/Herbert von Karajan), Schuberts „Forellenquintett“ (Amadeus Quartet, Emil Gilels, Rainer Zepperitz) und Strawinskys „Le Sacre du printemps“ (London Symphony Orchestra/Claudio Abbado). Die Alben sind seit 2. Juni 2023 erhätlich.

Beethoven – Symphonie Nr. 7 – Wiener Philharmoniker – Carlos Kleiner

Nur wenige Aufnahmen hinterließ Stardirigent Carlos Kleiber, doch diese sind alle Kult. Dies gilt auch für seine Einspielung der 7. Symphonie von Beethoven mit den Wiener Philharmonikern, die durch die intellektuelle Präzision, die Leidenschaft und den Perfektionismus des großen Meisterdirigenten geprägt ist und zu den bedeutendsten Interpretationen des vielgespielten Werkes zählt.

Gustav Mahler – 5. Symphonie – Berliner Philharmoniker – Herbert von Karajan

Die 5. Symphonie von Mahler zählt zu den legendären Aufnahmen, die Herbert von Karajan und die Berliner Philharmoniker gemeinsam vorlegten. Sie gilt als „eine der schönsten und intensivsten Versionen“ des Werkes, wie der „Penguin Guide to Recorded Classical Music“ schreibt.

Fotocredit: Deutsche Grammophon

Zu den Hintergründen:

Um den Hintergrund dieser bemerkenswerten Reihe besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die technischen Entwicklungen bei der Deutschen Grammophon. Schon 1970 fiel der Startschuss für die Quadrophonie, ein Verfahren, um die räumliche Wiedergabe zu erweitern. Das Format war ein 4-Spur analoges Band mit Kanälen für links, rechts, vorne und hinten. Nach Abschluss der Aufnahmen wurden die 4-Spur-Bänder am DG-Sitz in Hannover geschnitten, wobei die gewünschten besten Takes mit Schere und Klebeband zu einem Original zusammengefügt wurden.

Für die Endverbraucher gab es damals allerdings keine Geräte zum Abspielen quadrophonischer Aufnahmen. Die Deutsche Grammophon produzierte vorerst für die Zukunft. Selbstverständlich wurden diese Aufnahmen als normale Stereo-LP veröffentlicht. Dafür fertigten die Techniker eine Stereo-Abmischung vom 4-Spur-Original an. Für den internationalen Vertrieb wurden hiervon weitere Kopien gezogen und in die ganze Welt zur Plattenproduktion in den jeweiligen Ländern verschickt.

Eine Bandkopie kann nie so gut klingen wie das Originalband. So entstand die Idee, direkt von den 4-Spur-Originalen – statt von den 2-Spur-Kopien – den Lackfolienschnitt durchzuführen, und so ein Produkt höchster Qualität zu fertigen. Das Ergebnis klingt sensationell – dank der hervorragenden Arbeit der damaligen Aufnahmeteams und der verwendeten analogen Aufnahmetechnik.

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