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Musicheadquarter.de – Internet Musikmagazin

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Urheber/Fotograf: Hessel Stuut

Nina June "Seal Skin ~ Anthems of a Woman"

Unsere Wertung: 9 von 9 Punkten.

Vom Frausein in schwierigen Zeiten

Mit ihrer grandiosen schwebenden Stimme gehört die niederländische Sängerin Nina June sicher zu den wichtigsten Interpretinnen unserer Zeit. Ihr cineastischer Pop erklingt voller Melancholie und mit grandiosen Melodien. Dabei ist jeder Song durchsetzt von poetischen Gedanken, die sich mit tiefgehenden Themen beschäftigen. So folgt sie musikalisch großen Vorbildern wie Tracy Chapman und Kate Bush, hinter denen sie sich keineswegs verstecken muss. Im Gegenteil: Ninas Stimme ist eine weitere Offenbarung im Reigen fantastischer Singer/Songwriterinnen.

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Das neue Album „Seal Skin ~ Anthems of a Woman“ erkundet die Vielfalt und Komplexität des Frauseins in all seinen Facetten und die Navigation zwischen Rollen und Welten in verschiedenen Lebensphasen. Es ist eine Hommage an die weibliche Stärke und vielschichtige Identität. Nina startet mit einem instrumentalen Prolog und singt sich dann voller Hingabe durch die verschiedenen Themen. Es geht ihr darum, die Komplexität menschlicher Beziehungen zu erforschen. Mit ihrer unverwechselbaren Altstimme verbindet sie zeitlose Melodien, intime Texte und atmosphärische Klangwelten.

„The Lighthouse (Particles)“ ist eine Ode an die Leuchttürme in unserem Leben. Menschen, die uns geprägt haben. “What’s Love Without A Broken Heart” untersucht die Komplexität der Liebe, die oft dann am stärksten ist, wenn sie vorbei ist. Den Song „Beautiful Mess“ beschreibt Nina als „eine Ode an unvollkommene Beziehungen. Sie mögen chaotisch erscheinen, aber irgendwie stimmen sie. Sie mögen anders aussehen, als man es erwartet hat, aber sie beruhigen die Seele.“ Der Song „Limelight” hingegen handelt von diesem Bruchteil einer Sekunde, in dem man spürt, dass sich alles im Leben verändern wird und die Zukunft sich wie eine endlose Autobahn vor einem ausbreitet.

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Speziell für dieses Album nahm Nina in London ein 12-köpfiges Streichorchester unter der Leitung der Arrangeurin und Dirigentin Sally Herbert (London Grammar, Lianne La Havas, Radiohead) auf. Es unterstreicht kongenial den hymnischen Charakter der Songs und verschafft ihrer Stimme trotz der Klangfülle noch an Durchsetzungskraft. Ganz atmosphärisch bringt sie ihre philosophischen Ideen an den Mann (und vor allem an die Frau). Ein wundervolles Leuchtturm-Album in schwierigen Zeiten!

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