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Elvis Presley: Veröffentlichung des Box-Sets „Elvis Back In Nashville“

Elvis Presley - Quelle: Promoteam Schmitt & Rauch

RCA/Legacy Recordings, die Katalogabteilung von Sony Music Entertainment, veröffentlicht am Freitag, den 12. November, mit „Elvis Back In Nashville“ die finalen Presleys Nashville-Studioaufnahmen von Mai bis Juni 1971 (seine letzte Session in Nashville).

“I’m Leavin’ (Take 1)”, ist als Vorbote von „Elvis Back In Nashville“, zusammen mit den beiden Teaser Tracks “Until It’s Time For You To Go (Take 5)“ und “Amazing Grace (Takes 1-2)“ bereits im Streaming erhältlich. Die Titel vermitteln einen ersten Eindruck der neuen Veröffentlichung.

„Elvis Back In Nashville“ wird als 4CD-Set mit 82 unverfälschten Originalaufnahmen erhältlich sein. Diese aufschlussreichen Sessions dokumentieren die letzten Aufnahmen von Elvis in Nashville. Einige von Elvis’ Nashville-Studioaufnahmen aus dem Jahr 1971 erschienen, mit nachträglichen Orchester- und Gesangs-Overdubs, bereits auf den Erfolgsalben „Elvis Sings the Wonderful World of Christmas“ (1971), dem Grammy-gekrönten Gospel-Album „He Touched Me“ (1972), „Elvis Now“ (1972) und „Elvis“ von 1973.

Wie sein Vorgänger, „From Elvis In Nashville“ (erschienen im November 2020), präsentiert „Elvis Back In Nashville“ Elvis Presley und seine Band so, wie sie während der eigentlichen Sessions klangen, ohne Orchester-Overdubs oder Gesangsbegleitung. Ein wesentlicher Unterschied zwischen Elvis’ Nashville-Sessions von 1970 und 1971 besteht darin, dass viele der Aufnahmen von 1971 mit Background-Sängern aufgenommen wurden; daher bietet „Elvis Back In Nashville“ eine Vielzahl von Song-Performances sowohl mit als auch ohne Gesangsverstärkung.

In Anbetracht der zahlreichen großartigen Aufnahmen, die Elvis und seine Musiker während der sagenumwobenen Marathonsessions von 1970 eingespielt hatten und die auf „From Elvis In Nashville“ zu hören sind, beschlossen RCA und das Elvis-Umfeld, an der erfolgreichen Kombination aus einer eingespielten Band, einem routinierten Studio, einem gut ausgewählten Repertoire und einem entspannten, spontanen Elvis am Mikrofon festzuhalten und so viel Material wie möglich in kurzer Zeit aufzunehmen. Da Elvis’ anstehende Konzertaktivitäten zunahmen, war die Studiozeit begrenzt und das Ziel dieser Sessions, neue Songs zu produzieren, die vielleicht einen Vorlauf von einem Jahr generierten. RCA und der Colonel ließen Elvis wissen, dass sie ein neues Weihnachtsalbum, ein Gospelalbum, ein Popalbum und “mehrere neue Singles für Sommer- und Herbstveröffentlichungen” wollten. So buchte Elvis’ Musikkoordinator/Produzent Felton Jarvis eine Woche voller nächtlicher Sessions, die am 15. März 1971 begannen, und brachte dieselbe Band mit, die er im Jahr zuvor engagiert hatte.

Elvis Presleys Rückkehr zu den Aufnahmen in Nashville im Jahr 1970 war eine Offenbarung. Diese Sessions, die auf seine Memphis-Aufnahmen und seine Rückkehr auf die Bühne folgten, hatten mehr bewirkt als nur ein Comeback. Sie ermöglichten Elvis auch, mit einer hervorragenden neuen Rhythmusgruppe zusammenzuarbeiten und bescherten ihm einen großartigen neuen Sound. Der Bassist Norbert Putnam, der Schlagzeuger Jerry Carrigan und der Pianist David Briggs hatten in den sechziger Jahren dazu beigetragen, die Rhythmen der Country-Musik zu verändern, nachdem sie ihren an R&B angelehnten Stil aus den F.A.M.E.-Studios in Muscle Shoals, Alabama, in die Sessionarbeit in Nashville übernommen hatten. Als der Produzent Felton Jarvis Elvis mit den „Muscle Shoals“-Musikern zusammenbrachte, ergänzt mit dem Session-Gitarristen Chip Young, Charlie McCoy und Presleys Bandleader James Burton, schufen sie so gemeinsam u.a. das erst nachträglich gefeierte Album „Elvis Country“ – und lieferten Elvis damit eine Country-Soul-Vorlage, die er in den letzten Jahren seines Lebens oft verwenden sollte.

Der Musikkritiker Dave Marsh schrieb einmal, dass Elvis Presley trotz seiner großen Erfolge “wahrscheinlich der am meisten unterschätzte Sänger von allen” sei. Was auf „Elvis Back In Nashville“ zu hören ist, kann als einer der überzeugendsten Beweise für diese These gewertet werden.

Disc Eins von „Elvis Back In Nashville“ enthält 18 Titel und beleuchtet die Country/Folk- Aufnahmen (u.a. ein unveröffentlichtes Elvis-Projekt mit Songs von Ewan McColl, Gordon Lightfoot, Kris Kristofferson, Buffy Sainte-Marie und Bob Dylan), The Piano Recordings (Elvis singt Ivory Joe Hunter mit Klavierbegleitung) und die Pop-Sessions (klassische Pop-Kompositionen wie “Padre”, “Fools Rush In Where Angels Fear To Tread”, “My Way”, “I’m Leavin'” und mehr).

Die zweite Disc von „Elvis Back In Nashville“ enthält 25 Tracks, die zwischen den spirituell inspirierten Liedern (klassischer und zeitgenössischer Gospel) und den Christmas-Songs (sakrale und säkulare Festtagsmusik) aufgeteilt sind.

Disc Drei von „Elvis Back In Nashville“ enthält 19 Songs, knüpft an das Country-Pop-Repertoire von Disc Eins an und fügt aber auch etwas Rock ‘n’ Roll hinzu, darunter improvisierte Auftritte von “Johnny B. Goode” und “Lady Madonna”, eine epische Interpretation von Bob Dylans “Don’t Think Twice, (It’s Alright)”, neue Interpretationen von “Help Me Make It Through The Night”, “Early Morning Rain” und einiges mehr.

Disc Vier von „Elvis Back In Nashville“ enthält 20 weitere Titel, die Outtakes der Gospel- und Christmas-Sessions vereinen.