Nürburgring, 08.06.2026
Mit einem eindrucksvollen Festivalwochenende hat Rock am Ring seine 41. Ausgabe gefeiert und einmal mehr bewiesen, warum das Festival seit Jahrzehnten zu den bedeutendsten Live-Events Europas zählt. 90.000 Besucher:innen erlebten am Nürburgring drei Tage voller Musik, Energie und unvergesslicher Festivalmomente.
Internationale Top-Acts wie Linkin Park, Iron Maiden, Volbeat, Bad Omens, Limp Bizkit, Sabaton und Papa Roach lieferten unvergessliche Auftritte vor einer beeindruckenden Kulisse. Zu den großen Highlights des Wochenendes zählte die Rückkehr von Linkin Park an den Ring – erstmals seit zwölf Jahren. Ebenso sorgte Papa Roach mit einem spektakulären Helikopter-Anflug direkt hinter die Bühne für einen der außergewöhnlichsten Momente des gesamten Festivals.
Ein weiteres Highlight folgte wenig später: Unter dem Jubel zehntausender Fans wurde blink-182 als erster Headliner für Rock am Ring 2027 angekündigt. Damit erfüllt das Festival einen langjährigen Wunsch vieler Besucher:innen. Nach mehr als vier Jahrzehnten Festivalgeschichte werden die kalifornischen Pop-Punk-Ikonen 2027 erstmals überhaupt bei Rock am Ring auftreten – eines der meistgewünschten Debüts in der Geschichte des Festivals.
Matt Schwarz, Veranstalter von Rock am Ring, zieht ein positives Fazit: „Ein Wochenende wie dieses erinnert uns daran, warum wir Festivals veranstalten. 90.000 Menschen haben Rock am Ring in eine einzigartige Stadt aus Musik, Freundschaft und Leidenschaft verwandelt. Die Energie auf dem Gelände war vom ersten bis zum letzten Moment außergewöhnlich. Mit blink-182 konnten wir zudem einen der meistgewünschten Acts der Festivalgeschichte erstmals für Rock am Ring gewinnen. Schöner kann der Ausblick auf 2027 kaum sein.“
Auch die Einsatzkräfte und Behörden ziehen eine positive Bilanz. Trotz wechselhafter Wetterbedingungen verlief das Festivalwochenende friedlich und organisatorisch reibungslos.
Der Vorverkauf für Rock am Ring 2027 startet am Dienstag, 09. Juni 2026 um 12:00 Uhr.
Die Altmeister von Limp Bizkit machten den Abschluss am ersten Festivaltag und ließen sich mal wieder ordentlich bei ROCK AM RING feiern. Fotocredit: Julia Nemesheimer
Rock am Ring 2026 mit Iron Maiden, Volbeat, Linkin Park und mehr Rekord: Über 70.000 Weekend-Tickets bereits verkauft
Nürburg, 23. September 2025 – Der Vorverkauf für Rock am Ring 2026 bricht alle Rekorde: Bereits über 70.000 Weekend-Tickets sind verkauft – so früh wie nie zuvor. Ein starkes Signal für die riesige Vorfreude und Begeisterung der Ring-Fans. Mit dieser Euphorie im Rücken kündigt Rock am Ring heute weitere hochkarätige Acts an.
Iron Maiden werden 2026 bei Rock am Ring und Rock im Park zu erleben sein – es sind die einzigen deutschen Festivals, die die Metal-Ikonen im kommenden Jahr bespielen. Mehr als ein Jahrzehnt nach ihrem letzten Auftritt am Nürburgring kehren sie damit auf eine der bedeutendsten Festivalbühnen Europas zurück. Mit ihrer weltweit gefeierten „Run For Your Lives“-Tour verspricht die Band ein episches Live-Erlebnis – ein lang ersehnter Moment für das Publikum an der Rennstrecke.
Ein weiteres Highlight im Line-up: Volbeat spielen 2026 ihre einzigen Deutschland-Shows bei Rock am Ring und Rock im Park – ein besonderer Moment für ihre riesige Fanbase. Ihr aktuelles Album stieg direkt auf Platz 1 der deutschen Charts ein, und auch ihre für Dezember 2025 angekündigte Arena-Tour war innerhalb weniger Stunden restlos ausverkauft – ein deutliches Zeichen für das Momentum der Band.
Bereits seit der letzten Ausgabe als Headliner bestätigt, stehen Linkin Park an der Spitze des kommenden Line-ups und markieren damit ein neues Kapitel in der Festivalgeschichte.
Auch Limp Bizkit zählen 2026 zu den größten Namen auf den Bühnen der Zwillingsfestivals. Als eine der prägendsten Nu-Metal-Bands überhaupt bringen sie ihre explosive Live-Show und den unverwechselbaren Mix aus Crossover-Sound und Attitüde zu Rock am Ring und Rock im Park. Mit dabei sind auch Papa Roach – eine feste Größe im Alternative-Rock-Kosmos und bekannt für ihre energiegeladenen Performances.
Für ein zusätzliches Ausrufezeichen sorgen Bad Omens, aktuell eine der spannendsten neuen Bands im modernen Metalcore, die auf einem Top-Slot auf der Mandora Stage zu erleben sein werden. Electric Callboy, die mit ihrer Mischung aus Metalcore und Humor längst Kultstatus genießen, präsentieren exklusiv ihre bislang größte Festivalshow bei Rock am Ring und Rock im Park 2026. Auch Sabaton bringen ihre spektakulären Live-Inszenierungen mit, während The Offspring mit einem ganzen Arsenal an Punkrock-Klassikern für Nostalgie und Ausnahmzustand zugleich sorgen.
Internationale Größen, Szenelieblinge und Publikumsmagnete verleihen der ersten Bandwelle zusätzliche Tiefe und Wucht – darunter Babymetal, die den Metal mit J-Pop-Einflüssen neu definieren, Within Temptation mit ihren epischen Klangwelten zwischen Symphonic und Alternative sowie Marteria, einer der prägendsten deutschen Live-Acts der letzten Jahre. Außerdem bestätigt: A Perfect Circle, Architects, Hollywood Undead, Ice Nine Kills, Landmvrks, Social Distortion, Three Days Grace und Trivium.
„Die Resonanz auf Rock am Ring 2026 ist schlichtweg überwältigend“, sagt Matt Schwarz, CEO von PRK DreamHaus und Veranstalter von Rock am Ring und Rock im Park. „Über 70.000 verkaufte Festival Tickets schon im September – das hat es in dieser Form noch nie gegeben. Wir sind den Fans unendlich dankbar für ihr Vertrauen und freuen uns, ihnen mit diesem Line-up ein Festival zu bieten, das in Erinnerung bleiben wird.“
Tickets sind unter www.rock-am-ring.com erhältlich. Für Rock am Ring 2026 wird es keine Tagestickets geben!
Termine: Rock am Ring: 5.–7. Juni 2026, Nürburgring, Eifel
Nach Ende der Nachmittagsvorstellung, die mit den tanzfreudigen Flogging Molly begonnen und mit einem glamourösen Yungblud geendet hatte, durfte man sich auf einen denkwürdigen Abend mit Limp Bizkit, Rise Against, Giant Rooks, Foo Fighters und Apache 207 freuen.
Fotocredit: Rainer Keuenhof
Wenn man nach dem korrekten ROCK AM RING Feeling fragt, dann sind es Momente wie diese: Fred Durst von Limp Bizkit singt „Behind Blue Eyes“ und die Welt bleibt für einen Moment stehen. Gleichzeitig ging ein sonniger Tag zu Ende, wie erschöner nicht hätte sein können. Der Gig stand für Limp Bizkit übrigens stark im Zeichen von Coverversionen. Man startete mit „Thieves“ von Ministry, dann gab es den genannten Ausnahmesong, der im Original von The Who stammt – und die Band machte einen Ausflug in den Pop von George Michael. Als die Rhythmen von „Faith“ erklangen, hielt die Menge das zunächst für einen Scherz, aber tatsächlich wurde zunächst „Careless Whisper“ komplett gespielt, das dann in ein frenetisch bejubeltes „Faith“ mündete. Das war durchaus passend für die Festivalstimmung. Aber natürlich gab es auch genügend eigene Songs. „Hot Dog“ musste zunächst aufgrund technischer Probleme abgebrochen werden, startete dann aber nochmal reibungslos durch. Von „Livin‘ It Up“ über „Nookie“ ging es bis zum Abschluss „Break Stuff“. Die Band um den Sänger mit grauem Lockenkopf und Gitarrist Wes Borland mit der obligatorischen Maske hat zum Ende hin den Härtegrad ordentlich hochgefahren.
Fotocredit: Rainer Keuenhof
Damit war der Boden bereitet für Rise Against und ihre melodischen Punkhymnen. Für eine Band, die soziale und politische Missstände stets anprangerte und sich dabei nie den Mund verbieten ließ, gibt es momentan unglaublich viel Stoff. Härtere und softere Töne boten eine ordentliche Mischung, die alle Qualitäten der Band von Punk über Hardcore-Ansätze bis hin zu fast schon melodischen Klängen zu bieten hat. Frontmann Tim McIlrath war nicht unbedingt in Bestform, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Das Publikum feierte ihn enthusiastisch.
Rise Against – Fotocredit: Rainer Keuenhof
Etwas zeitversetzt hatten es sich Giant Rooks auf der Mandora Stage gemütlich gemacht. Die 2014 in Hamm gegründete Band hat sich einer Mischung aus Artrock, Pop und Indie verschrieben. Bis zum Debütalbum hatte man sich sechs Jahre Zeit gelassen, aber dann konnten sie richtig durchstarten. Spätestens seit der Kollaboration mit AnnenMayKantereit für die Neufassung von Suzanne Vegas „Tom’s Diner“ sind sie in aller Munde – und klar gab es diesen Track auch ausgiebig beim RAR-Konzert. Spannend, dass es nicht nur hymnische Indie-Elemente gibt, sondern die fünf um Frederik Rabe auch mal verträumt a cappella ins mehrstimmige Schwelgen geraten.
Foo Fighters – Fotocredit: Rainer Keuenhof
Zurück bei der Utopia Stage herrschte gespannte Erwartung auf die Foo Fighters. Immerhin gehört Dave Grohl seit Jahrzehnten zu den größten Rockstars unserer Zeit – sei es mit Scream, Nirvana oder jetzt den sensationellen FF. Diese hatten schwere Zeiten durchzumachen, als nach Corona auch noch Schlagzeuger Taylor Hawkins tragisch ums Leben kam. Viele Beobachter meinten gar, dass die Band nicht mehr auf die Beine kommt – doch auf ihrer aktuellen Tour beweisen sie das Gegenteil. Mit Josh Freese wurde ein grandioser neuer Schlagzeuger gefunden und just auf den Tag zum Auftritt bei ROCK AM RING ist das neue Album „But Here We Are“ erschienen. Nicht nur vom Albumtitel eine selbstbewusste Standortbestimmung.
Foo Fighters – Fotocredit: Rainer Keuenhof
Startend mit „All My Life“ gab es zu „No Son Of Mine“ ein Gitarrenriff aus Black Sabbaths „Paranoid“, das auch den letzten anwesenden Rockfan aufrüttelte. Zunächst schien es, als sei Dave nicht in Erzähllaune. Er ließ lieber die Instrumente sprechen, wobei Freese als Hans-Dampf-in-allen-Gassen eine krassen Job hinlegte. Manchmal konnte man meinen, alle anderen Instrumente seien nur schmückendes Beiwerk. Sowas habe ich höchstens mal bei Dream Theater erlebt. Dabei will ich die Leistung der gesamten Band gar nicht schmälern. Es war eine Show wie vom anderen Stern und man hatte die Menge fest im Griff.
Foo Fighters – Fotocredit: Rainer Keuenhof
Zu „Times Like These“ wurde Dave gesprächiger und gab es eine lange emotionale Ansage, die die Geschehnisse der heutigen Zeit thematisierte, aber auch den Bogen zu Band schlug. Was für ein Bild, als es auf der Bühne dunkel wurde und man ein Handylichtermeer bis nach hinten zum Riesenrad sehen durfte. In diesen Momenten wurde die Größe des Geländes mal wieder bewusst. Die Bandpräsentation während „The Sky Is A Neighborhood“ war ein Happening, bei dem vor allem die Vielzahl von Bands des Schlagzeugers (u.a. Devo, Nine Inch Nails) ein Thema war. Emotional wurde es, als Dave „My Hero“ zunächst solo mit Publikum startete und dann in den Bandsound überging. Zu „Shame Shame“ kam seine Tochter Violet auf die Bühne und beide lieferten ein fantastisches Duett, das ausgiebig bejubelt wurde. Und „Aurora“ – wundervoll – wurde dem verstorbenen Taylor gewidmet. So kreierte man in zwei Stunden Konzertlänge die bisher größten Momente des Festivals.
Fotocredit: Rainer Keuenhof
Danach waren die meisten gesättigt und strebten zum Zeltplatz, doch man hatte die Rechnung ohne Apache 207 gemacht. Der Rapper aus Ludwigshafen hatte groß aufgefahren und die Bühne zur Heimat von „Apache Oil“ gemacht, sprich: eine komplette Tankstelle inklusive Späti und Mercedes aufgebaut. Der Start mit „In The Air Tonight“ zeigte die Bedeutung des Abends für Apache, der sichtlich überwältigt war. Gleich zu Beginn gab es ein Feuerwerk und fette Pyro. Songs wie „Brot nach Hause“ und „Fame“ erzählten von seiner Biografie – und das Publikum war standhaft textsicher. Das zu den Maulereien, dass solche Musik nicht an den Ring passt. Als der Konfettiregen auf die Zuschauer*innen niederging, fühlte sich jeder hier zuhause.
Die Musik kam von einem DJ, doch es gab auch echte Gitarrensoli und Schlagzeug. „Rhythm Is A Dancer“ erklang vom Band und zu „My Heart Will Go On“ ging es stilecht mit einem riesigen Boot durch die Menge. Zwischenhalt war auf einer drehenden Bühne, wo Apache mit seinen Mitstreitern einen kleinen Akustik-Set zum Besten gab. Der Beweis, dass er durchaus handgemachte Musik zu bieten hat. Bis ganz zum Schluss mussten alle warten, die sich auf seinen Überhit „Komet“ gefreut hatten. Es war weit nach 2 Uhr, als die Lichter erloschen. Apache 207 hatte hier definitiv einen persönlichen Sieg errungen, die Atmosphäre des Rockfestivals förmlich aufgesogen und sich zu eigen gemacht. Rap ist immer für eine Überraschung gut!