The Cranberries auf „Something Else“ Tour in Luxemburg

Photo credit: Simon Engelbert
DATUM» 07.05.2017
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Die Cranberries hatten sich 2003 nach fünf Studioalben aufgelöst. Dolores O’Riordan hat solo weitergemacht, sang die Titelmelodie zum Film „Die Passion Christi“ und veröffentlichte zwei solide Alben in Eigenregie. Nach einigen Versuchen eines Neustarts der Band war dann 2012 das Album „Roses“ auf dem Markt – und im Jahr 2017 dürfen wir uns über die größten Hits im orchestralen Gewand und drei neue Songs freuen.

Das neue Album trägt den Titel „Something Else“ und wurde gemeinsam mit dem Irish Chamber Orchestra an der Universität von Limerick aufgenommen. Eben diese Kombination besuchte vergangenen Sonntag die Rockhal im luxemburgischen Esch/Alzette. Da ein  Streichensemble vermutlich ein sitzendes Publikum nötig macht, gab es in der ausverkauften Rockhal nur Sitzplätze. Dolores machte den Plan aber schon mit ihren ersten Handbewegungen zunichte: „Steht auf“, signalisierte sie, und 90 % der Zuschauer verbrachten den Rest des Abends stehend. Gut für die Stimmung – schlecht für alle, die sich auf ein Sitzkonzert eingestellt hatten.

Die Interpretation mit vier Streichern folgte den Arrangements des neuen Albums. Nachdem der Eröffnungstrack „Analyse“ noch dazu diente, die Stimme der Sängerin gegenüber Rockband und Ensemble auszugleichen, war danach alles im Lot. Es gab eine Backgroundsängerin, bis zu drei Gitarren – und die Streicher konnten sich meist gut gegenüber den lauten Tönen durchsetzen. Ein sehr feines Konzerterlebnis.

Dreh- und Angelpunkt war natürlich Dolores O’Riordan, die sich ausgesprochen langsam und andächtig über die Bühne bewegte. Trotz dieser Zurückhaltung und fast schon zeitlupenhaften Bewegungen war sie ständig präsent und zeigte sich dem Publikum auch an den Bühnenseiten. Von ihrer Stimme gar nicht zu reden. Ihr Können ist immer noch einzigartig und absolut brillant! Zudem sah sie sehr gut aus im eng anliegenden Lederkleid.

Insgesamt überwogen die leisen Töne. Meine Highlights „Animal Instinct“, „Just My Imagination“ und „Ode To My Family“ kamen schon sehr früh im Set und sorgten für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Erst mit „Salvation“ gab es erste wirklich rockige Klänge, die schließlich nach 60 Minuten Konzertlänge in „Zombie“ ihren Höhepunkt fanden. Chapeau für ein fantastisches Konzerterlebnis, aber eine Stunde war dann doch etwas kurz.

Das Publikum feierte die Band, die schließlich fünf Zugaben offerierte. Die neuen Stücke „Why“, „The Glory“ und „Rupture“ hatte man sich für diesen Block aufbewahrt. Mutig, aber absolut richtig – denn die Cranberries stehen auch 2017 für hervorragende melancholische Popmusik.

Setlist – The Cranberries – 7.5.2017, Rockhal L-Esch/Alzette

Analyse
Animal Instinct
Linger
Just My Imagination
Ode to My Family
Wanted
When You’re Gone
Free to Decide
I Can’t Be With You
Conduct
Desperate Andy
Salvation
Ridiculous Thoughts
Zombie
Why?
The Glory
Rupture
You and Me
Dreams

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