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Erasure: “The Neon” – da gibt’s immer noch Synthie Pop vom Feinsten

Erasure  •  The Neon
Veröffentlichungsdatum: 21.08.2020
Unsere Bewertung: 7 von 9 Punkten

Auch wenn sie, was die Radiotauglichkeit angeht, weitgehend aus dem Radar der Öffentlichkeit verschwunden sind, machen Erasure doch immer noch hervorragende Diskomusik und veröffentlichen in kurzen Abständen sehr solide Studioalben, die zu einer Zeitreise in die Glanzzeiten des Synthiepop einladen.

Das neue Werk heißt – durchaus aussagekräftig – “The Neon” und bietet tolle Melodien, den charismatischen Gesang von Andy Bell, natürlich verbunden mit Vince Clarkes Synthesizerklängen und aussagekräftigen Basslinien.

“Hey Now (Think I Got A Feeling)”, das samt Lyricvideo erscheint, eröffnet auf eine vertraute, jedoch sehr futuristische Art und Weise das neue Album. Der lebendige Opener entzückt mit energiegeladenen Melodien und dynamischen Drums, die Andys kraftvollen Gesang untermalen.

“The Neon” glänzt auf Albumlänge voller Hoffnung und schafft lyrisch wunderschöne Orte, an denen sich Vorstellungen und Gedanken austoben können, ohne dabei den Bezug zur Wirklichkeit zu verlieren. “The neon is a place, but not a specific place. It’s a place that lives in the imagination, that we – you and me – put in the real world“, eklären die Zwei. “It could be a night club, a shop, a city, a cafe, a country, a bedroom, a restaurant, any place at all.

Für das neue Album begaben sich die Beiden auf die Suche nach einem einzigartigen Pop-Sound, der es schafft, Vergangenheit und Zukunft perfekt zu verschmelzen. Erste Songideen von Vince zum neuen Album entstanden schon in den letzten Jahren in dessen Studio in Brooklyn, New York, ehe Andy im letzten Herbst die bestehenden musikalischen Klänge in Texte umwandelte. “Andy was really inspired this time,” offenbart Vince. “Our music is always a reflection of how we’re feeling. He was in a good place spiritually, and so was I – really good places in our minds. You can hear that.”

“The Neon” ist eine nostalgische Reise in die guten alten Zeiten. Kein Bumm-Bumm-Dancefloor mit harten Klängen, sondern eine feine und softe Grundidee, die hier zu virtuosen Melodien verwandelt wird. Erasure sind auch nach 35 Jahren noch ganz oben und bestens in Form.

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