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Jean-Michel Jarre: Neues Studioalbum “Equinoxe Infinity”

Jean-Michel Jarre  •  Equinoxe Infinity
Veröffentlichungsdatum: 16.11.2018
Unsere Bewertung: 6 von 9 Punkten

Nach dem Megaseller “Oxygène” war “Equinoxe” im Dezember 1978 das zweite große instrumentale Konzeptalbum des französischen Künstlers Jean-Michel Jarre. Bestehend aus acht Teilen behandelte es das Leben eines Menschen vom frühen Morgen bis in die Nacht. Der Titel ist das französische Wort für die Tag- und Nachtgleiche. Vom Aufbau her ähnelte das Album dem Vorgänger, war jedoch rhythmischer ausgerichtet. Den Erfolg von “Oxygene” konnte es nicht wiederholen, doch es bewies zumindest, dass Jean-Michel Jarre kein One-Hit-Wonder war.

Vierzig Jahre später folgt nun mit “Equinoxe Infinity” die Fortsetzung. Diesmal gibt es keine durchnummerierten Tracks, sondern jedes Musikstück bekommt seinen eigenen Titel. Die Idee hinter “Equinoxe Infinity” wird stark von der Menschheit getrieben, die neue Technologien wie etwa künstliche Intelligenz einsetzt und was aus der Menschheit wird, wenn sie dies tut. “Die “Watcher“ (die Beobachter) auf dem originalen Equinoxe-Cover haben mich schon immer fasziniert”, sagt Jarre. “Ich dachte darüber nach, was mit diesen Kreaturen in den vier vergangenen Jahrzehnten, geschehen sein könnte. Ich habe mich auch gefragt, was mit ihnen in den nächsten 40 Jahren passieren wird. Ich hatte diesmal schon vor Beginn der Aufnahmen eine Idee für das Artwork. Ich stieß auf einen Künstler namens Filip Hodas auf Instagram und fragte ihn, ob er daran interessiert sei, zwei Coverversionen zu entwerfen, die auf meiner Vision für das Album basieren.”

Natürlich kann man vom Pionier der elektronischen Musik in der heutigen Zeit keine bahnbrechenden Neuerungen mehr erwarten. Dazu ist zu viel passiert und der Einsatz von Synthesizern ist inzwischen ganz normal. Dennoch kann Jarre seine Hörer auch mit der neusten CD einfangen und ein Track wie “Infinity” entwickelt sich schnell zum Ohrwurm. Dem restlichen Album muss man einfach etwas Zeit geben und einige Hördurchläufe gönnen. Sein Handwerk hat der Meister jedenfalls nicht verlernt.

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