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Musicheadquarter.de – Internet Musikmagazin

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JOHNA "Nachtzug"

Unsere Wertung: 8 von 9 Punkten.

Musik zum Mitfühlen, Mitreisen, Entdecken und Loslassen


Johna ist eine Songwriterin aus Köln, die mit akustischer Musik zwischen Country, Pop und Folk glänzt. Sie begann in englischer Sprache, ist aber inzwischen zu ihrer Muttersprache gewechselt. Das wundervolle Album „Postkarten“ erschien vor drei Jahren. Jetzt ist sie mit einer neuen EP am Start, die den Titel „Nachtzug“ trägt.

Ihre Handschrift: Sanfte Töne verbinden sich mit starken Botschaften zu Songs, die zum Nachdenken einladen oder einfach Spaß machen und die Gefühle tanzen lassen. Ihre Musik lässt Einflüsse wie Sarah McLachlan, Heather Nova oder Jewel erkennen, ohne zu kopieren. Mit ihrer aktuellen EP setzt sie diese Reise fort und lässt ihre Zuhörer dabei wie gewohnt ganz nah an sich heran. Sie zeigt das emotionale Gepäck, den Ballast aber auch die schönen Souvenirs, die ihr Leben als Mensch und Künstlerin prägen.

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Die Stücke „Nachtzug“ und „Wolken“ sind ganz philosophisch gehalten. Sehr atmosphärisch und gefühlvoll beschreibt Johna Situationen, die viele schon erlebt haben. „Karma“ ist der einzige Song, der mich nicht ganz überzeugt. Er erzählt von negativen Menschen, die sich nach außen gut darstellen, aber in Wirklichkeit lügen und betrügen. Musikalisch okay, aber inhaltlich zu flach.

Wunderschön jedoch sind die Lieder, in denen es vermutlich um eigene Erlebnisse geht. „15“ spricht mit dem jugendlichen Ich der Sängerin, einer Aussenseiterin, die in der Schule gemobbt wurde, jetzt aber als starke Frau auf diese Zeit zurückblickt. Sehr stark! Und ganz emotional geht es in „Still und leise“ um den Abschied von einem geliebten Menschen. Die beschriebene Situation ist nachvollziehbar und verursacht Gänsehaut.

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Die EP ist gefüllt mit einer Idee von Americana made in Germany, aber ohne sich etwas anzueignen. In der Tradition der Singer/Songwriter*innen verwurzelt, offenbart Johna Gefühle und Gedanken, mal zart und zerbrechlich, mal stark und kämpferisch. In einer Welt, die viel vom Außen geprägt ist, lenkt sie den Fokus auf das Innere und lädt ihre Zuhörer*innen ein, das Gleiche zu tun: sich an das Gestern erinnern und das Morgen feiern, Gedanken spinnen und wieder loslassen, die Leichtigkeit und Wärme des Lebens annehmen genau wie die Schwere. Die Arrangements auf „Nachtzug“ stellen dabei Johnas Stimme in den Mittelpunkt, die nuanciert die verschiedenen Stimmungen transportiert.

Der Song „Nachtzug“ steht symbolisch für den Aufbrauch, das Weiterreisen in neue Welten und Abenteuer. Ich freue mich jetzt schon auf Johnas nächstes Album und bin gespannt, was sie Neues zu erzählen hat.

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