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Lieselotte Quetschkommode: „Glücksbringer“ – Lebensfreude und Selbstironie

Lieselotte Quetschkommode  •  Glücksbringer
Veröffentlichungsdatum: 01.08.2019
Unsere Bewertung: 7 von 9 Punkten

Seine aktuelle CD „Glücksbringer“ zu nennen, zeugt von Optimismus, Lebensfreude und auch einer Spur Selbstironie. Das alles trifft auf Lieselotte Quetschkommode auf jeden Fall zu. Die lustige und freche Sängerin wird verkörpert von der Songwriterin und studierten Pädagogin Astrid Hauke, die normalerweise mit ihren Familien-Erlebnis-Konzerten durch ganz Deutschland tourt, dieses Jahr aber ihre neuen Lieder leider kaum live verbreiten kann. Aber so finden sie eben auf „Glücksbringer“ ihren Weg zu den Fans.

Die meisten Songs machen einfach Spaß und gute Laune – angefangen mit dem mitreißenden und rhythmischen „Let´s Move“ über die etwas verträumte „Seefahrt“ und die rockige „Fischparty“ bis zum verrückten „Dafür und Dagegen“. Bei letzterem fungiert übrigens Suli Puschban als Duettpartnerin – auch keine Unbekannte in der Kindermusikszene und hier als Co-Songwriterin bei vielen Titeln mit im Boot.

Die „Moneten-Plage kann mich trotz netter Wortspielereien nicht so ganz begeistern, dafür geht „Was machen die Piraten“  – Astrid Haukes Version des Klassikers „What Shall We Do With The Drunken Sailor“ – ordentlich in die Beine. „Die Schulsekretärin“ hat natürlich längst schon ein eigenes Lied verdient, und „Alles Gute“ ist eine schöne Alternative zum ewigen Happy Birthday.

Mit dabei ist auf der CD auch der Song „Einfach weil ich kann“, der diesjährige Gewinnertitel des „Deutschen Kinderliederpreis“. Hier beschreibt Astrid Hauke die kleinen und großen Verrücktheiten, die Kinder so tun – einfach weil sie können. Ein ziemlich freches Lied, in dem nicht nur auf Schränke und Bäume geklettert wird oder Schuhcreme im Gesicht landet, sondern mit Zeilen wie „Ich hau dir Eine rein. Ich stell dir ein Bein.“ auch kindliche Gewalt thematisiert wird. Da scheiden sich durchaus die pädagogischen Geister, ob sowas in einem Kinderlied okay ist. Aber es steht ja auch jedem frei, das Lied als Anlass zu nehmen, gemeinsam über die moralischen Grenzen der eigenen Freiheit nachzudenken.

Als Bonustracks gibt’s zwei in englischer Sprache gesungene Lieder: „Caterpillar“ und die komplett englische Version von „Let’s Move“. Außerdem sind noch zehn instrumentale Versionen zum Mitsingen enthalten. Ein insgesamt trotz kleiner Schwächen überzeugendes Album, und durchaus als kleiner oder größerer „Glücksbringer“ in diesem Spätsommer geeignet!

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