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Sarah Koch "Bittersüßes Finsterlicht"

Sarah Koch: “Bittersüßes Finsterlicht” – märchenhaft und schaurig

Sarah Elena Koch (geb. Timpe) ist eine deutsche Schauspielerin, die bislang vor allem in Serien wie “Wilsberg”, “Sturm der Liebe” und “Großstadtrevier” in Erscheinung trat. Seit 2016 ist sie mit ihrem Kollegen Samuel Koch verheiratet, der im Jahr 2010 nach einem spektakulären Unfall in der Sendung “Wetten, dass…?” traurige Berühmtheit erlangte. Das Multitalent Sarah war an verschiedenen Theatern engagiert, arbeitete als Stewardess, hat zusammen mit ihrem Mann das Kinderbuch “Das Kuscheltier-Kommando. Eine Geschichte über wahre Stärke” geschrieben – und jetzt legt sie ihr Debütalbum namens “Bittersüßes Finsterlicht” vor.

Der Albumtitel ist ebenso ungewöhnlich wie die Musik. Hoch poetisch und äußerst überraschend erkundet Sarah traditionsreiche Erzählungen vom Sterntaler bis hin zu Goethes Gretchen. Vor allem aber erforscht sie ihre eigenen Ängste und Sehnsüchte, die durch die alten Texte in Schwingung geraten. Sarah Koch schreibt sich selbst in diese Geschichten ein. Und sie inszeniert ihre Interpretationen überaus kunstvoll – in Musik, in Fotos, in Kurzfilmen. Mal flüsternd, mal fordernd, aber immer eindringlich singt sie von Melancholie und Anerkennung, von Liebe und Tod. Getragen von einem akzentuiert arrangierten Pop- und Orchestersound nimmt sie uns mit in eine wundersame wie inspirierende Welt.

Fotocredit: Nancy Ebert

„Die Märchen und literarischen Stoffe enthalten in all ihrer Grausamkeit sehr viele Lebenstipps‟, sagt Sarah Koch. Die Arbeit an ihrem Album ist für sie eine Art vertonte Persönlichkeitsentwicklung. „Viele Leute scheitern an ihren Träumen, weil sie Angst haben.‟ Sich mit der eigenen Dunkelheit zu befassen, durch diese hindurchzugehen und zu lernen, ist für die Künstlerin essentiell.

Nach einer beschwingten “Overtüre” geht es gleich in die “Märchenunterwelt”. Dieser Chanson leitet über zu den ersten Stücken, die Goethes “Faust” zu einem Streicher-Stakkato ebenso stark besingen wie das melancholische “Sterntaler” und ein musicalhaftes “Lebkuchenhaus”. Welch befreiende Kraft die Dunkelheit haben kann, davon singt Sarah Koch in der schaurig-zarten Ballade „Mondsucht‟. Das altbekannte „La-Le-Lu‟ ertönt da in traumwandlerischer Abgründigkeit.

Als Hommage an Schneewittchen erklingt das “Spiegelkabinett” und wie bei Hans Christian Andersen verabschiedet sich das “Schwefelkind” von den Widrigkeiten unserer Welt. Sarah erweckt die Figuren mit ihrer Stimme zum leben und gibt ihnen neue Kraft.

Das Album erschien pünktlich zu Halloween – das passt. Mit seiner mystischen und morbiden Abgeklärtheit ist es eher für Erwachsene und ältere Jugendliche gedacht. Schaurig-schön.

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Letzte Aktualisierung am 4.12.2021 um 16:07 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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