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Stereolith präsentieren ihr Debütalbum „escape velocity“

Stereolith  •  Escape Velocity
Veröffentlichungsdatum: 03.07.2020
Unsere Bewertung: 7 von 9 Punkten

Das deutsche Stoner-/Punkrock-Quartett Stereolith präsentiert sein Debütalbum „escape velocity“. Die sieben Songs wurden von Kurt Ebelhäuser (bekannt von Blackmail und Scumbucket) in seinem Tonstudio45 produziert und abgemischt.

An einem heißen Sommertag anno 2013 waren vier bärtige Männer in der Wüste Kaliforniens auf der Suche nach einem Sound, der so staubig klingt, wie ihre Kehlen es waren. Musik hatte bis dato immer ihr Leben bestimmt, und so drehten sie jeden Stein um, um ihren Sound zu finden. Laut sollte er sein, mit Herz und Leidenschaft – verzerrt wie ihre von der Hitze und Durst getrübte Wahrnehmung.

Seit jenem Sommer reisen die vier Koblenzer als Stereolith durch die Welt, um ihr das zu geben, was sie schon immer gebraucht hat: Liebe, Bier und einen deftigen Sound, der seinesgleichen sucht. Er ist ungefiltert, laut, dreckig und fühlt sich an wie eine wilde Fahrt in einem mit Kerosin gefüllten Boogie-Van durch die endlosen Wüsten Kaliforniens – eine energiegeladene Mischung aus Grunge, Punk-, Desert- und Stoner Rock. Mit anderen Worten: Fette, fuzzige Gitarren, rollender Bass und melodischer Gesang vermischen sich mit viel Groove.

Der Albumtitel „escape velocity“ (zu deutsch Fluchtgeschwindigkeit) beschreibt in der Physik die Mindestgeschwindigkeit, die ein freies Objekt ohne Antrieb benötigt, um dem Gravitationseinfluss eines massiven Körpers zu entkommen, um eine unendliche Entfernung von ihm zu erreichen. Die Band interpretiert den Titel etwas metaphorischer im Sinne von: seine Umlaufbahn bzw. seinen Orbit verlassen, sich gehen lassen, sich mit dem Flow der Musik treiben lassen, aus Gewohntem, dem Alltag, ausbrechen, in andere Dimensionen aufbrechen, wegfliegen, „abspacen“ und „abrocken“.

Das Ergebnis ist knallharter Gitarrenrock. “Common Cause” und “Stuffy Air” preschen mit Punk-Attitüde nach vorne. “Close” und “Itrld” betonen die durchaus vorhandene psychedelische Seite. “Chain Right” beeindruckt mit tiefen Vocals und wilder Gitarrenarbeit. Ein dreckiges Album, das der Schwerkraft zu entkommen weiß.

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