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The Killers "Pressure Machine"

The Killers: Wohnzimmer statt Stadion

Definitiv: Es hat etwas gedauert, bis ich mich mit dem neuen Album der Killers anfreunden konnte. Keine Stadiokracher diesmal – stattdessen gibt Brandon Flowers den Bruce. Der Storyteller widmet “Pressure Machine” der Kleinstadt Nephi in Utah, wo er seine Kindheit verlebt hat. Das verhaltene Album erzählt Geschichten und Erinnerungen aus Brandons Jugend. Es atmet pure Melancholie.

Eigentlich wollten The Killers mit “Imploding The Mirage” auf Welttornee gehen, doch natürlich machte die Pandemie einen Strich durch die Rechnung. “But the sky was falling and we were hit with this emotion – especially Brandon”, sagt Schlagzeuger Ronnie Vannucci. Das Ergebnis der fehlenden Liveauftritte ist ein folkiges Konzeptalbum im Stil Springsteens. 

Eins ist ganz sicher: Das Ergebnis ist anders als alles, was man bisher von den Killers gehört hat. Das Album funktioniert vor allem am Stück. Man kann einzelne Songs herausgreifen, doch seine beste Wirkung voller gefühlvoller Gedanken erzielt es als gut 50minütige Erzählung. Die Texte stammen von Brandon und handeln von Menschen aus seiner Jugend – einem Teenager-Paar, das von einem Zug überfahren wurde; der um sich greifenden Sucht nach Opioden; einem schwulen Jungen, der über Selbstmord nachdenkt.

Vielleicht wäre es ehrlicher gewesen, dieses Werk als Soloalbum zu veröffentlichen. Es steckt so viel von Brandon Flowers drin, wie in keinem seiner übrigen Alben (ob mit oder ohne The Killers). Doch andererseits ist es auch mutig, als Band ganz neue Wege zu gehen. “Pressure Machine” bietet jedenfalls viel Material für ein Akustikset innerhalb der künftigen Livekonzerte.

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Letzte Aktualisierung am 1.12.2021 um 19:37 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API